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Die
Reserven der Kyro II nutzen
Workshop: Kyro2 übertakten
Jeder
möchte noch irgendwie die letzten Reserven aus seinen
Rechner rausholen. Wo fängt man da am besten an?
Natürlich bei der Grafikkarte. Der Kyro 2 Chip von
Power VR ist ja nicht gerade dafür berühmt,
dass er sich gut übertakten lässt. Maximal kann
man den Takt bis 189 MHz erhöhen. Aber mit einem
Trick ist es möglich, die alte Kyro2 bis 200 MHz
aufzutakten.
Wir zeigen dies an Hand der 3D Prophet 4500 von Hercules.
Wichtige
Information zum Workshop!!
Wir übernehmen
keine Verantwortung für jegliche Schäden oder
sonstiges, die durch den Workshop entstehen könnten.
Die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr!
Material:
Für diese hohe Taktrate muss man die Spannung erhöhen
und benötigt dafür einen 20 kOhm Widerstand
mit einer Verlustleistung von 0,25 Watt, Wärmeleitkleber
oder ein Wärmeleitpad, einen guten Lüfter, zwei
Kühlkörper und einen Lötkolben.
Diese Materialien bekommt man z.B. bei Reichelt Elektronik
(www.reichelt.de)
oder Frozen Silicon (www.frozen-silicon.de).
FrozenSilicon bieten allerdings keine Widerstände
an, nur das Kühlmaterial.
Und
so wird's gemacht:
1. Als erstes muss der alte Kühler auf der
Karte von Hercules abgenommen werden. Dies ist schnell
und leicht erledigt. Einfach, die sich auf der Rückseite
befindenen weißen Plastikstifte, zusammendrücken
und nach oben weg drücken. Danach einfach den Kühler
vorsichtig abnehmen. Falls noch Wärmeleitpaste auf
der GPU sitzt, sollte diese auch entfernt werden, da die
Oberfläche sauber sein muss.

(Bild1) Auf den Grafikchip darf keine Wärmeleitpaste
mehr drauf sein. Am besten man enttfernt sie mit einen
fusselfreien Tuch und Spiritus.
Am
besten eignet sich dafür Spiritus, um den Chip zu
reinigen. Nach der Reinigung muss das Wärmeleitpad
der Größe der GPU angepasst werden. Wenn alles
zurechtgeschnippelt ist, kann man das Pad auf den Chip
kleben.
Anschließend muss der Kühlkörper gerade
und mit etwas Kraft auf den Chip raufgedrückt werden
oder für ca. 4 Min. ein dickes Buch rauflegen. Wenn
dies erledigt ist, kommt der neue Lüfter auf den
Kühler.

(Bild2) Wir haben einen kleinen goldenen
Kühlkörper genommen und dazu einen leistungsstarken
Lüfter.
2.
Nicht nur der Chip auf der Vorderseite braucht Kühlung,
sondern auch auf der Rückseite der Karte muss die
Wärme abgeführt werden. Dazu schneidet man sich
ein kleines Stückchen (1x1 cm) aus den zweiten Kühlkörper
heraus (geht am besten mit einer kleinen Handsäge).

(Bild3) Damit es der Karte nicht zu heiß
wird, machen wir auch auf der Rückseite einen kleinen
Kühlkörper rauf. Diesen kleinen schneiden wir
aus den schwarzen Kühler (Bild2) hinaus.
Dieses
Stück wird ebenfalls mit dem Wärmeleitpad direkt
auf der Rückseite der GPU befestigt.
3.
Der Widerstand kommt nun zum Einsatz. Dieser wird (von
links nach rechts) am Pin 3 und Pin 5 des kleinen Chips
angelötet.

(Bild4 & 5) An den kleinen Chip in
der rechten Ecke muss der Widerstand angelötet werden.
Dabei muss vorsichtig gearbeitet werden und vor allem
darf man nicht zu lange an der Lötstelle mit den
Lötkolben handtieren.
4.
So, nun sind wir auch schon fast am Ende des kleinen Workshops.
Nun muss die Karte in den Rechner eingebaut werden und
der Lüfter am Strom angeschlossen werden.
In Windows könnt ihr dann über das Overclocking-Menü
beim Treiber die MHz Zahl langsam in 5 MHz Schritten erhöhen.
Max. geht's bis 200. Standart ist 175 MHz eingestellt.
Am besten lief die Karte bei uns mit 197 MHz. Wenn man
dies erledigt hat, gehts ans Testen der Karte. Unsere
Ergebnisse und das Fazit könnt ihr auf der nächsten
Seite lesen.
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