Autor:
Marcel
Testdatum: 12.01.04
Powertuning
– GeforceFX 5900 zu 5950Ultra umwandeln durch
neues Bios
Guide/ Workshop: Grafikkartentuning
Schon
Ende 2003 ist etwas neues ans Licht gekommen, was
vielen nVidia Usern sehr freuen wird. Wer träumt
nicht von einer schnellen Geforce FX Grafikkarte,
am besten mit einen 5950 Ultra Chipsatz? Eigentlich
fast jeder, doch ein entscheidender Nachteil dieser
Karten ist, dass sie viel zu teuer ist und für
die meisten kaum erschwinglich ist.
Daher bieten die Grafikchiphersteller oft abgespekte
Versionen der großen Brüder an, um auch
für weniger Geld und etwas weniger Leistung die
Karten an den Mann zu bringen.
Es gibt eigentlich nicht viele Möglichkeiten
die kleineren und billigeren Versionen schneller zu
machen um Geld zu sparen. Die einzige Möglichkeit
besteht darin, die Taktrate höher zu schrauben
und eventuell für eine bessere Kühlung zu
sorgen.
Doch oft gibt es ganz verstecke Wege, womit man z.B.
eine 5900 zu einer 5950 Ultra
Karte machen könnte, ohne selbst einen Euro ausgeben
zu müssen oder von Hand an den Taktraten rumspielen
zu müssen.
Die Seite www.3dchips.co.kr
hat eine ganz neue Möglichkeit entdeckt, die
wir kurz erläutern möchten. Zudem befindet
sich am Ende des Artikels ein Quickguide, wie man
seine Geforce FX 5900 Karte zu einer rund 150 Euro
teueren 5950 Ultra umwandeln kann. Die Anleitung basiert
auf die Idee von 3Dchips, wurde lediglich etwas abgeändert
und übersetzt.
Neues
Bios – mehr Leistung
Der Weg zu einer schnelleren Karte erfolgt durch das
Austauschen des Bios auf der vorliegenden Grafikkarte.
Spielt man auf einer Geforce FX 5900 ein Bios für
eine 5950 Ultra, hat man ohne Austauschen von Bauteilen
oder Umlötaktionen das Modell viel schneller
gemacht. Doch wie ist das möglich? Aus Kostengründen
verbaut nVidia für die „Billigvarianten“
des nv35 Chips eine vollwertigen 5900 GPU. Der Chip
ist vollkommen identisch mit den teuren und schnelleren
Karten. Man regelt lediglich per Software die Taktfrequenz
herunter, macht die Timings langsamer und schaltet
Funktionen, die der 5950 Ultra vorbehalten sind einfach
ab und schon kann man die Karte für ein paar
hundert Euro billiger verkaufen. Das Funktioniert
allerdings auch nur bei Karten mit 128 MB DDR Speicher.
Bei welchen Karten funktioniert das Tuning? In vielen
Foren wird aufs' heftigste diskutiert bei welchen
Modellen dieser Trick anwendbar ist. Dabei habe ich
herausgefunden, dass es auf jeden Fall mit der Leadtek
A350 TDH LX Karte funktioniert. Auch die koranische
Seite www.3dchips.co.kr verwendete diese Grafikkarte
für ihren Versuch.
Zudem soll das ganze auch mit der ganzen Leadtek 5900
Serie, Elsa 5900 Serie, Gainward 5900 Serie ( z.B.
Gainward 1200XP Ultra "Golden Sample"),
MSI Geforce 5900 Serie, Insight 5900 XQ und Rex Technology
5900 Serie arbeiten. Natürlich besteht keine
Garantie dafür und es muss nicht zwingend funktionieren.
Wie schon erwähnt, es sollte mit fast allen Geforce
5900 Karten klappen, die einen Speicher von 128 MB
besitzen.
Eine weitere Voraussetzung für das ganze ist,
dass man ein entsprechendes Bios des Herstellers besitzt
oder sich downloaden kann, dass für eine Geforce
FX 5950 Ultra geeignet ist.
Hier
zwei Links zum Downloaden von einem 5950 Ultra Bios:
Leadtek Karten: ftp://203.66.138.20/entertainment_graphics/BIOS/A380U.zip
Die
Downloads für andere Hersteller findet man sicherlich
auf den entsprechenden Herstellerseiten oder auf Overclockling
Homepages. Oder man schaut mal im Downloadbereich
von www.3dchip.co.kr
vorbei!
Der
Weg zum Erfolg – das Flashen
Wir möchten in diesen kleinen Guide zeigen, wie
man z.B. anhand der Leadtek Winfast A350 TDH LX ein
Biosupdate durchführt.
Dabei können zwei Wege genommen werden. Der erste
Weg besteht darin, dass man sich das benötigte
Bios von Leadtek downloadet und dazu ein Flashtool
namens NVFlash zum überschreiben des Bios verwendet.
Downloaden könnt ihr das Tool hier: http://www.nvplanet.com/modules.php?name=Downloads&d_op=viewdownload&cid=10
Wichtig: Zudem
möchte ich hiermit erwähnen, dass das Überschreiben
bzw. Modifizieren der Grafikkarte auf eigene Gefahr
geschieht und ich für evtl. Schäden keine
Garantie übernehme! Auch die Garantie des Herstellers
geht mit dem Verändern des Bios verloren!
1.
Schritt
Also, der erste Schritt besteht nun darin, sich das
nötige Bios zu besorgen samt Flashtool.
2.
Schritt
Nun entpackt man die Zip Dateien am besten in einen
Ordner in einem beliebigen Verzeichnis auf der Festplatte.
Verfügt man über keine MS DOS Startdiskette,
so sollte man sich diese am besten erstellen. Hat
man kein Windows 98 zur Hand um eine solche Diskette
zu erstellen, gibt es auch entsprechende Programme,
die eine Bootdisk erstellen. Downloaden könnt
ihr diese z.B. hier: http://www.winfuture.de/downloadrubrik,7.html
3.
Schritt
Man startet seinen Rechner mit der Bootdiskette im
DOS-Modus.
4.
Schritt
Nun müssen folgende Befehle eingetippt werden
(Für das A muss das entsprechende Verzeichnis
angegeben werden, indem sich die Dateien befinden):
A:\nvflash
-b original.rom
Mit
diesem Befehl legt man eine Sicherheitskopie des alten
Bios an, die den Namen Original.rom trägt.
Ist das erledigt muss das eingetippt werden:
A:\nvflash
-f NeuesBios.rom -u –p
Für
NeuesBio.rom muss der Name des Bios eingesetzt werden.
Mein neues Bios habe ich z.B. den Namen 5950U.rom
gegeben. Dieser Name muss dann einfach nur eingesetzt
werden.
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