Autor:
Marcel
Testdatum: 30.11.03
Klein,
aber oho!
Test: Shuttle XPC SN45G – Barbonesystem
Wer
mobil sein will und an anderen Orten seinen Rechner
mit dabei haben möchte, dem fällt die Entscheidung
sicherlich nicht schwer und wird zu einem Notebook
greifen, was einem heutzutage höchste Mobilität
versichern kann. Doch nicht nur wegen der Mobilität
wird oft zum Notebook gegriffen, sondern auch dann
wenn beispielsweise auf oder unter dem Schreibtisch
kein Platz für ein Komplettsystem ist. Die Leistung
der heutigen Notebooks ist oft vergleichbar mit einem
normalen Desktop PC, doch leider hängen die kleinen
Geräter noch in Punkto Spieleleistung etwas hinterher
oder die wirklich spieletauglichen Geräte kosten
ein Vermögen.
Eine
sehr gute Alternative zu den Desktop PCs und zu Notebooks
bieten mittlerweile Mini PCs, die so genannte Barbonesysteme.
Diese kleinen Rechner können problemlos ohne
großen Platzbedarf auf dem Schreibtisch platziert
werden und durch das geringe Gewicht eignen sie sich
durchaus auch für Lanparty-Freaks. Aber nicht
nur das geringe Gewicht, sondern auch die Leistung
und der geringere Preis gegenüber einem Spielenotebook
könnte bei Lan-Gamern das Interesse wecken.
Wir haben uns ein Barbonesystem des taiwanesischen
Herstellers Shuttle angeschaut und ausgiebig
getestet. Dabei handelt es sich um das Modell XPC
SN45G für AMD Athlon CPUs.
Ein
herzliches Dankeschön geht an die Firma Shuttle,
die uns das Minisystem für einen Test zur Verfügung
gestellt hat. Vielen Dank!

Lieferumfang
Ausgeliefert wird der Barbone in einen schicken Karton.
Inhalt dieses Kartons ist zum einem das Barbone –
Gehäuse mit bereits eingebautem Mainboard. Das
mitgelieferte Zubehör findet man in einer kleinen
Schachtel vor. Sie beinhaltet insgesamt zwei Handbücher,
eine Tüte mit Schrauben (zum Befestigen der Laufwerke),
zwei IDE Kabel sowie ein Kabel für ein Floppy
Laufwerk und eine Treiber-CD. Beide Handbücher
sind in englischer Sprache gehalten. Eines der beiden
Handbücher bietet Informationen und Anleitungen
zu dem verbauten Shuttle Mainboard, wobei das zweite
beiliegende Handbuch eine Anleitung für das Gehäuse
und das System allgemein beinhaltet. Außerdem
packte man einen
Kupferspacer mit Wärmeleitpaste und ein Kaltgerätekabel
dem Barebone bei.
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| In
diesem kleinen Karton befindet sich das nötige
Zubehör. |
Unter
anderem findet man auch diese Handbücher
und eine Treiber CD wieder. |
Sogar
ein Kupferspacer hat seinen Weg in den Karton
gefunden. |
Das
Gehäuse
Viele User möchten ihr Barbonesystem gerne als
Wohnzimmer PC nutzen. Doch dafür sollte das Gehäuse
einige kleine, aber wichtige Punkte erfüllen.
Zum einen ist die Größe entscheidend. Es
sollte kompakt und gut unterzubringen sein. Zum anderen
sollte es ein für das Wohnzimmer ansprechendes
Design bieten.
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| So
schaut das Gehäuse aus. |
Die
Front macht durch das transparente Plastik einen
edlen Eindruck. |
Nicht
zu vergessen: Die Wärmeleitpaste gehörte
ebenfalls zum Lieferumfang. |
Alle diese Punkte hält das Gehäuse von Shuttle
ein. Die Ausmaße des Gerätes sind sehr
gering, wenn man bedenkt, was all die Hardware
in diesem Gehäuse untergebracht wird. Die Höhe
beträgt gerade mal 18,3 cm, die Breite ist mit
ca. 20 cm der eines normalen Desktop PCs ähnlich.
Dafür beträgt die Tiefe nur 28,8 cm, was
wirklich nicht viel ist. Vergleichen kann man die
Tiefe mit der Länge eines DinA4 Blattes. Damit
bietet es Platz für ein Mainboard mit dem Formfaktor
FLEX ATX.
Das Gehäuse bietet, seiner Größe entsprechend,
nur zwei Slots für Erweiterungskarten, die an
der Rückseite zu erreichen sind.
Doch was passt bei solch kleinen Ausmaßen noch
in das Gehäuse hinein? Maximal kann ein 5 ¼“
Laufwerk eingebaut werden, ebenso ein Floppylaufwerk.
Bedeckt sind die einzelnen Schächte mit Blenden,
die perfekt zum restlichen Design passen. Im
Inneren kann noch eine 3,5“ Festplatte eingebaut
werden.
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| Der
Boden des Gehäuses. |
Die
Blenden sind dem restlichen Design der Front
perfekt angepasst. |
Um
ein Laufwerk einzubauen, müssen lediglich
die Blenden entfernt werden. |
Das
komplette Case ist in silber gehalten. Das kommt daher,
da man beim verwendeten Material Aluminium verwendet
hat. Alu hat im Gegensatz zu Stahlblech viele Vorteile.
Es besitzt ein viel geringeres Gwicht als Stahlblech
und die Wärmeleitenden Eigenschaften können
die Innentemperatur senken. Außerdem besitzt
Aluminium den netten Nebeneffekt, dass das Material
bei der richtigen Bearbeitung sehr edel wirken kann
und somit das Erscheinungsbild um einigen verbessert.
Der ebenfalls aus Alu gefertigte Deckel des Gehäuses
umschließt die linke und rechte Seitenwand sowie
die Gehäuseoberseite. Das Aluminium wurde sorgfältig
gebürstet und macht einen stabilen Eindruck.
Die
Front ist mit Plastik bedeckt, welches silber eingefärbt
wurde. Auf diesem Plastik befindet sich nochmals eine
Lage Plastik, allerdings ist diese transparent und
etwas bläulich eingefärbt. Das bringt die
Oberfläche zum Glänzen. Damit die Front
noch das gewisse Etwas bekommt, wurden Attrappen von
Imbusschrauben an allen Ecken hineingelassen, welche
sich in einem passenden Silberlook präsentieren.
Das macht die ganze Sache noch etwas Edler. Auch die
Blenden der Laufwerke sind dem Frontdesign angepasst
und besitzen transparentes Plastik.
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| Silberne
Schrauben runden das schicke Design noch etwas
ab. |
Die
Seite des Minigehäuses. Unten sind die
Lüftungsschlitze zu erkennen. |
Diese
kleinen merkwürdigen Dinger sind kleine
Füße, die man im vorderen Bereich
des Bodes am Gehäuse anschrauben kann. |