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> Artikel > Hardwaretest > Cooling Seite 3/3

Weiteres Zubehör und Praxis
Weiterhin ist noch der Ausgleichsbehälter zu benennen. Dieser dient dazu, den Wasserstand im Kreislauf immer auf maximalem niveau zu halten - also etwaige Luft zu "isolieren", da Luft bekanntlicherweise eine relativ schlechte Wärmeleitfähigkeit besitzt. Leider kondensiert die Kühlflüssigkeit mit der Zeit langsam durch die Schläuche, dadurch entstehen Luftblasen im System. Dieses Problem löst der Ausgleichsbehälter bis zu einem gewissen Grade. Außerdem kann durch ihn schnell und problemlos Kühlwasser nachgefüllt werden, ohne den gesamten Aufbau auseinandernehmen zu müssen.
Bei dem uns vorliegenden Modell waren in dem aus Plexiglas bestehenden Behälter eine Art Plastikflusenband vorzufinden, welches vermutlich zur besseren Filterung des Kühlmittels (Luft z.B.) dienen soll.

Der Ausgleichsbehälter AGB1
Im AGB ist eine Art Flusengitter zu finden
Er ist durch einen Schraubverschluss am Deckel einfach zu öffnen

Nun kommen wir zur Praxis.
Als aller erstes machten wir uns Gedanken über den Aufbau im System. Klar war, dass der Kühlkreislauf wie folgt werden sollte:
Wasser -> Pumpe -> Kühler -> Radiator -> Pumpe .....
Also montierten wir zuerst den CPU Kühler auf dem ausgebauten Mainboard. Dazu muss, da wir das Set auf einer Pentium4 Plattform benutzten, das Retention Modul entfernt werden.
Danach werden die vier Schrauben samt Gummiringen von unten durch die Sockellöcher des Mainboards gesteckt, von oben wieder mit Gummiringen und zusätzlich Muttern gesichert.
Der Kühlkörper wird auf die Schrauben aufgesetzt und jetzt kommen die Spannfedern zum Einsatz: nach dem einfachen Aufstecken dieser auf die Schrauben dreht man mit Vorsicht die Thumbmuttern gleichmäßig im Kreuzverfahren, ungefähr um einen cm nach unten fest.

Wir verwandten ein Gigabyte PE667 Mainboard
Die Muttern müssen gut fixiert werden
Beim Festziehen der Thumbmuttern ist Vorsicht geboten

Nun bauten wir das Mainboard wieder ein und schnitten die nötigen Schläuche zu.
Dabei ist zu beachten, dass man ein Stück Schlauch zur Luftlinie addieren muss, um die optimale Länge zu finden. Am besten schneiden sich die relativ harten und störrischen Schläuche mit einem Cuttermesser. Mit einer geschärften Schere ist dies allerdings auch möglich. Ein sehr grader Schnitt ist von nöten, damit die Dichtheit an den Plug&Cool Anschlüssen gewährleistet ist.

Der mitgelieferte Papstlüfter wird einfach mit dem Radiator verschraubt und folgend die Einzelschläuche in die Anschlüsse gesteckt. Jetzt kann die Pumpe ohne das mitgelieferte Relais angeschlossen werden, für einen Testlauf. Der Ausgleichsbehälter wird geöffnet und zu einem Drittel mit der mitgelieferten Kühlflüssigkeit befüllt. Danach kann nachgefüllt und der AGB geschlossen werden. Nach ungefähr 20 minuten Durchlauf sollte das System luftblasenfrei sein.

Das Testsystem

CPU Intel Pentium 4 2,4B @ 2,8 (533mhz FSB @ 624,79mhz)
Mainboard Gigabyte P4 Titan 667
RAM 768MB 333mhz @ 390mhz FSB Infineon orig.
Netzteil Topower 420W 3-Fan-Ceramic Titan
Grafikkarte Leadtek GeForce FX 5950Ultra
Gehäuse Antec Super LANBoy
Sonstiges 2 120mm Gehäuselüfter, Dämmung, 21 °C Raumtemperatur

Testergebnisse

Fazit - Alphacool Medium Set V.2
Dieses Set konnte uns im Test vollständig überzeugen. Von der Einsteigerfreundlichkeit bis zu den superben Kühlwerten gibt es rein garnichts zu meckern. Der Preis ist mit 169€ gut berechnet und ist für die gegebenen, hochwertigen Komponenten keineswegs übertrieben.

Der Radiator und der leise laufende Lüfter tragen die erzeugte Wärme effektiv ab und die neue Microstruktur-Düsenkombination überzeugt mit kühlen CPU-Temperaturen.
Bei der Installation des Sets traten keinerlei Probleme auf - was auch von der umfangreichen und gut bebilderten Anleitung herrührt.
Die Pumpe läuft - vermutlich durch den Mod - sehr ruhig und es ist nur ein sehr leises Summen zu hören.

Allerdings ist der Einbauaufwand etwas hoch und erfordert ein Stückchen mehr Erfahrung als z.B. ein Luftkühler. Des Weiteren ist der Wartungsaufwand einer Wasserkühlung aufgrund von Fehlbenutzung des Users meist höher als bei Luftkühlern.

Ein Komplettset was seinen Namen verdient hat!

Ergebnis: Voll empfehlenswert. -- Einsteigerfreundlich, sehr gute Qualität, Ausstattung und Messwerte

  Testergebnis
Kriterien Punkte*
Lieferumfang: 10
Verarbeitung: 8,5
Geräuschpegel: 10
Kühlleistung: 10
Montage: 7
Preis: 8
*Die Punktevergabe gestaltet sich von 1 - 10,
wobei 10 das beste Ergebnis ist.
  Pro & Kontra
+ angemessener Preis - Einbau erfordert ein gewisses Maß an Erfahrung
+ guter Lieferumfang - Inbetriebnahme etwas langwierig
+ starke Kühlleistung  
+ Flüsterleise  

  Infos
Preis: ca. 169 Euro
Hersteller: Alphacool
Internetseite: www.alphacool.de

Erwerben könnt Ihr das Set bei Alphacool (www.alphacool.de) für ca 169€.


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