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> Artikel > Hardwaretest > PC-Komponenten > Diverses Seite 3/4

Die Software und Inbetriebnahme
Zum Betrachten des TV Bildes ist eine spezielle Software namens „Digital TV“ beigelegt in der Version 1.0.7, die auf dem ersten Blick Ähnlichkeiten mit der Vision DTV Software von Twinhan aufweist.
Die grafische Oberfläche zeigt sich recht spartanisch und im DVD Player Stil, ähnlich wie z.B. Power DVD. Bedienelement und Videofenster sind voneinander getrennt.
Im Bedienteil findet man wirklich nur die wichtigsten Funktionen vor. So steht ein Button für den Kanalwechsel, für die Lautstärke und für die Capturefunktion zur Verfügung. Zudem ist eine Aufnahme-, Play- und Stoptaste vorzufinden. Drückt man auf dem Button mit einem Herzen, erscheint die Programmliste mit allen gefundenen Programmen. Leider besteht hier nicht die Möglichkeit, diese zu editieren. Es können keine Sender entfernt, verschoben oder umbenannt werden. Auffällig ist zudem, dass in einigen Sendernamen merkwürdige Symbole vorhanden sind, die keinen Sinn ergeben. Neben dem eigentlichen Sendernamen ist hinter jedem auch noch eine Angabe über die Anzahl der Tonspuren zu finden.

Die "Digital TV" Software.
Für den Sendersuchlauf müssen keine weiteren Einstellungen vorgenommen werden.
Die Senderliste. Auffallend sind hier die merkwürdigen Symbole zwischen den Sendernamen.

Ebenso spartanisch zeigt sich das Einstellungsmenü. Hier findet man lediglich den Timer für die Aufnahme und eine Einstellung wo Screenshots gespeichert werden sollen. Vermisst haben wir Einstellmöglichkeiten für die Feinabstimmung von Sendern und für die Aufnahme, um beispielsweise die Tonqualität und die Videoqualität zu optimieren.

Möchte man nach einem neuen Sender suchen, drückt man lediglich auf den Button Auto Scan und die Box sucht automatisch neue Sender. Die Bandbreiteneinstellung oder eine Regionsauswahl ist nicht nötig.
Neben einer Uhr wird auch die Empfangsstärke des jeweiligen Senders anhand von Balken angezeigt.
Die Menüführung ist recht einfach und in Englisch gehalten. Sicherlich sind die wenigen Einstellungsmöglichkeiten für Einsteiger von Vorteil. So müssen diese sich nicht mit professionellen Konfigurationen herumschlagen. Dennoch hätten wir uns noch einiges mehr gewünscht. Es ist z.B. auch nicht möglich das Videofenster immer im Vordergrund zu halten und während der Arbeit TV zu schauen. Außerdem ist schade, dass TV-Programme oder Filme, die in 16:9 ausgestrahlt werden, bei denen jedoch keine schwarzen Balken mit gesendet werden, nicht als 16:9 Programme von der Software erkannt werden. Das Bild wird dann im Vollbildmodus auseinander gezogen.
Hier muss auf jeden Fall nachgebessert werden. Über die Oberfläche bzw. über das Software Design kann man sich streiten. Uns vermittelte das Design einen etwas primitiven Eindruck.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Software zwar leicht zu konfigurieren und zu bedienen ist, allerdings viele Lücken im Funktionsumfang aufweist und unbedingt überarbeitet werden sollte! Weiteres zur Stabilität ist unter dem Punkt „Praxistest“ zu finden.

Als sehr leicht hat sich die Installation der Software und der Treiber erwiesen. Wir installierten das Gerät an zwei verschiedenen Systemen. Zum einen auf einem modernen Windows XP Rechner mit genügend Leistung und an einem Windows 2000 Notebook mit 1,1 GHz Intel Celeron CPU.
Auf beiden Rechnern verlief die Installation schnell und problemlos. Bevor man die Box an den Computer anschließt, muss die TV Software und anschließend der Treiber von CD installiert werden. Außerdem sollte man darauf achten, dass sich DirectX9b auf dem Rechner befindet.
Ist die Installation abgeschlossen, wird das Gerät in den USB-Port gesteckt. Nun findet Windows ein neues Gerät und kopiert die dafür nötigen Treiber.
Die Box ist dann nach einem Neustart sofort einsatzbereit.

Hinweis: Während unserer Testzeit erschien eine neue Treiberversion zu der Box (Ver. 1.0.8), mit der wir auch die Box getestet haben. Natürlich wurde zuvor die Box auch mit dem ersten Treiber getestet (Ver. 1.0.7). Im Praxistest beschreiben wir immer zunächst die Leistung mit dem neuen Treiber. Sollte sich diese vom alten unterscheiden, wird es erwähnt.

Praxistest
Nach der langen Theorie gelangen wir nun zum Punkt Test. Wir haben, wie schon oben erwähnt, die Box mit einem Windows XP Rechner und mit einem Windows 2000 Notebook in Augenschein genommen. Der DVB-T Empfang ist in unserem Testgebiet sehr gut ausgebaut, da wir uns in Berlin befinden und der Ausbau der Technik weitestgehend abgeschlossen ist.

Positiv verlief die schon oben angesprochene Inbetriebnahme der Box. Hierbei gab es auf beiden Geräten keinerlei Probleme.
Zunächst starteten wir den Sendersuchlauf mit der kleinen Stabantenne. Hier fand die Box insgesamt 22 Sender. Der Empfang war bei allen in Ordnung und lag immer bei 80 bis 90 Prozent Empfangsstärke. Die Bildqualität und Bildschärfe kann mit dem neuen Treiber überzeugen und ist als gut zu bezeichnen. Vor allem bei Sendern mit einer hohen Bandbreite (beispielsweise 3sat und ZDF). Nur gelegentlich kam es zu Rucklern, die jedoch meist auf schlechtem Empfang zurückzuführen sind. Es ist aber festzustellen, das die Box schneller zu einer Artefaktbildung neigt, als beispielsweise die Hauppauge Nova-t DVB-T PCI-Karte, sonst wäre die Bildqualität fast mit dieser Karte gleichzustellen. Außerdem ist das Fernsehbild bei der Artec Box viel heller, als bei Hauppauge.
Zuvor testeten wir natürlich auch noch den mitgelieferten Treiber (Ver. 1.0.7). Hier konnte das Bild leider nicht so gut überzeugen. Es war deutlich unschärfer und die Artefaktbildung war höher.

Bei der Tonqualität gibt es keine Beanstandungen und ist mit der anderer DVB-T Produkte gleichzustellen. Der Ton war in fast allen Fällen synchron zum laufenden Bild. Nur gelegentlich kam es nach Bildaussetzern zu kleinen Verschiebungen an unseren Windows XP Testsystem.

Sehr gespannt waren wir auf dem Betrieb im fahrenden Auto. Für den Test verließen wir Berlin in Richtung Landkreis Teltow-Fläming (Brandenburg) und beendeten die Testfahrt in der Ortschaft Mahlow. Wir bewegten uns also in einem Gebiet, in dem der Empfang schwächer war, als in Berlin.
Während der Fahrt ließen wir die Box an einem Acer Notebook mit installiertem Windows 2000 durchgehend laufen und wechselten gelegentlich die Sender.
Hierbei konnte die Box sehr überzeugen. Nur gelegentlich kam es zu kleinen Bildaussetzern. Selbst bei Geschwindigkeiten um die 80 Km/h gab es kaum Störungen. Doch waren einige TV Sender an unserm Notebook sehr pixelig, was am PC nicht der Fall war. Das führen wir auf die schlechte Grafikkarte im Notebook zurück (Intel Chip mit 64 MB shared memory).

Nach dem Test mit der kleinen Antenne führten wir diesen auch mit einer großen Stabantenne durch, jedoch nur am festen Standort in Berlin und nicht während der Autofahrt. Hier konnten wir zwei Sender mehr empfangen. Das Fernsehbild war auch gut bei gleicher Empfangsstärke. Allerdings lief das Bild stabiler, ohne Aussetzer. Auch bei geringem Empfang lief das Bild noch stabil.
Die Pixelbildung ließ außerdem etwas nach. Auffällig ist jedoch, dass mit der alten Treiberversion schwache, vertikale Streifen im Bild zu sehen sind, die sich auch durch wechseln des Systems oder der Antenne nicht beheben ließen. Sie sind zwar kaum wahrnehmbar und nicht bei jedem Sender gleich stark vorhanden, aber beim genaueren Hinsehen jedoch erkennbar. Erst nach dem Aufspielen der aktuellen Treiberversion, konnten wir dieses Problem beheben.

Die Aufnahmefunktion hat ohne Probleme geklappt, ebenso die Timerfunktion. Die Bildqualität der Videodatei kann überzeugen und liefert im Windows Media Player sogar ein etwas besseres Bild, als das laufende Programm.

Ein sehr heikler Punkt bei DVB-T Geräten ist die Softwarestabilität, die bei vielen Produkten zu wünschen übrig lässt. Jedoch lief die Artec Software erstaunlich stabil und wir konnten in der gesamten Testzeit keine Abstürze verzeichnen. Auch nicht üblich für DVB-T sind schnelle Senderwechsel. Oft dauern diese länger als 2/ 3 Sekunden. Artec beweist, dass es auch noch schneller geht. Das Wechseln geht in weniger als 1 Sekunde von statten.

Fassen wir kurz noch mal zusammen: Der Empfang der kleinen Box ist recht stark. Man bekommt eigentlich fast alle Sender ruckelfrei rein und das sogar mit der Miniantenne. Das Bild ist mittelmäßig bis gut, mit der alten Treiberversion unscharf und weist des Öfteren grobe Pixelbildungen auf. Jedoch ließ sich eben die Pixelbildung und Schärfe mit dem neuen Treiber auf ein gutes Maß verbessern!
Positiv hat uns der Test während einer Autofahrt überrascht. Hier gab es keinerlei Probleme. Zudem läuft die Software sehr stabil und der Senderwechsel ist angenehm schnell.

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