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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse Seite 2/5

Allgemeines – Das Gehäuse
Wie schon in der Einleitung erwähnt, handelt es sich bei dem V1000 Modell um einen Midi Tower mit folgenden Ausmaßen: 210x490x525mm (Breite, Höhe, Tiefe). Die Besonderheit an diesem Gehäuse ist jedoch ein ganz neuer Standard, der bereits auf der CeBit vorgestellt wurde und sich BTX nennt. Er soll den geläufigen Formfaktor ATX ablösen. Der neue Standard unterscheidet sich im Gegensatz zum ATX Formfaktor in erster Linie an den Kühlmöglichkeiten. Man hat versucht der immer mehr ansteigenden Wärmeentwicklung Herr zu werden und den Luftstrom zu verbessern. Das Gehäuse wird nun in bestimmten Kühlzonen unterteilt, die dann separat durch entsprechende Lüfter gekühlt werden.

Selbst an der Rückseite des Gehäuses lässt sich das Lochmuster vorfinden.
Der Innenraum ist stakt an dem eines BTX Gehäuses angeglichen.
Der untere Bereich mit den HDDs ist vom oberen getrennt.

Beispielsweise sind die Festplatten, die eine große Wärmequelle im Gehäuse sein können, von der üblichen Hardware getrennt und mit zusätzlichen Lüftern versehen.
Ein wesentliches optisches Merkmal des BTX Standards ist, dass das Mainboard um 180° gedreht wird, sprich, für den Einbau auf dem Kopf gedreht werden muss und dass sich PC Netzteil im unteren Teil des Rechners bzw. auf dem Gehäuseboden befindet. Zudem muss nun das Gehäuse auf der rechten Seite geöffnet werden, um an die Hardware im Innern zu gelangen.
Das veränderte Layout der Hardware dient der schon angesprochenen Luftströmung. So kann nun die Wärme der Grafikkarte direkt nach oben steigen, da der GPU Kühler nicht mehr nach unten zeigt.
Es sei aber noch mal erwähnt, dass es sich bei diesem Gehäuse um eine Mischung zwischen ATX und BTX handelt. Reine BTX Gehäuse können daher etwas anders im Layout sein.
Zur verbesserten Kühlung trägt sicherlich auch das verwendete Aluminium bei, aus dem das komplette V1000 Case besteht. Das Alu ist gebürstet und hat den üblichen silbernen Farbton. Wem die Farbe weniger zusagt, erhält für das gleiche Geld auch eine schwarze Variante, die ebenfalls aus Alu besteht, aber erst in wenigen Wochen lieferbar sein wird.

Das Netzteil wird in einen extra abgegrenzten Bereich gebaut.
Für ein CD-Laufwerk wurde eine passende Blende installiert.
Die Unterseite des Gehäuses.

An der Front und an der Rückseite des Gehäuses befindet sich ein Lochmuster, ähnlich wie beim Apple G5 Gehäuse. Aber mehr zum Design und zur Kühlung später.

Positiv wirkt sich das Aluminium auch auf das Gewicht aus. Ohne angebaute Seitentüren wiegt das V1000 gerade mal 4 Kilogramm. Am schwersten sind hier die Seitentüren. Jede Tür wiegt etwa 1 Kilo. Zusammen ergibt das ein Gewicht von 6 Kilo, was wirklich nicht gerade viel ist. Damit ist das Case auf jeden Fall LanParty tauglich.
Trotz des geringen Gewichts, verzichtete man bei LianLi nicht, dem Gehäuse vier Räder zu spendieren. Die schweren und massiven Räder lassen das Gehäuse einfach durch die Gegend rollen, auch mit eingebauter Hardware. Die beiden Räder vorne und hinten sind mit einer Stange bzw. Achse verbunden. Der Durchmesser eines Rades bemisst sich auf ca. 4cm. Die Hinterachse kann, dank eines Hebels auf der Rückseite, blockiert werden, damit ein versehentliches „verrollen“ verhindert werden kann.
Wem die Räder stören, kann natürlich die beiden Achsen problemlos abschrauben.

Das Gehäuse verfügt über vier massive kleine Rollen.
Die Hinterachse ist mit einer kleinen Bremse ausgestattet.
Hier noch mal das Gehäuse von der anderen Seite.

Kommen wir langsam zu den inneren Werten des V1000 PC Gehäuses. Im kleinen Tower finden ganze 11 Laufwerke ihren Platz. Davon sind fünf extern und sechs intern zu finden.
Die fünf externen Laufwerksschächte sind für 5 ¼“ Laufwerke vorgesehen. Auf dem ersten Blick müsste einigen Leuten hier etwas auffallen – es gibt keinen externen Schacht für 3,5“ Laufwerke, sprich, für Diskettenlaufwerke. Da es sich beim Floppylaufwerk sowieso um ein Auslaufmodell handelt, hat man bei LianLi schlichtweg auf diesen Schacht fast verzichtet. Fast daher, weil man den letzten 5 ¼“ Schacht auch zum Montieren eines Diskettenlaufwerkes nutzen kann. Ermöglicht wird dies durch die verbaute Laufwerksblende. In ihr befindet sich eine Einrichtung zum Einbauen eines Diskettenlaufwerks. Vorteil: Das hässliche Grau des Floppy Drives wird verdeckt. Eine ähnliche Blende ist auch für ein CD Laufwerk zu finden. Die erste 5 ¼“ Blende verdeckt perfekt das meist unschöne CD Laufwerk. Wer weitere Laufwerke verstecken möchte, kann sich diese Blenden nachträglich kaufen.

 

 

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