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> Artikel > Hardwaretest > Peripherie > Mäuse Seite 1/3

Autor: panni
Testdatum: 30.09.2004

Optical is obsolete - Optisch ist überholt?
Test: Peripherie - Weltpremiere: Razer Diamondback vs. Logitech MX1000 Laser

"Optical is obsolete" heißt der aktuelle Kampfschrei Logitechs - einer zu den renommiertesten Peripherie-Herstellern gehörenden Firmen. Damit soll das neue Produkt, die MX1000 Cordless Laser Maus an den Mann gebracht werden.
Logitech zählt seit einer langen Zeit mit seiner MX-Serie von optischen Mäusen zu den Marktführern. Die optische 800DPI Technologie wurde mit den Mäusen MX500,700 und den später erschienenen Varianten, MX310, 510 und MX900 eingeführt und konnte stetig mit der Konkurrenz, die mit Microsoft und Razer recht überschaubar war, mithalten.
Der als letzteres genannte Hersteller Razer Inc., sesshaft auf Honolulu (USA), scharte mit seiner Kugelmausserie "Boomslang" vor einigen Jahren einen treuen Fanblock um sich. Als anfang diesen Jahres die Viper erschien, ihrerzeit die erste optische Maus Razer's, eroberte die Schlangennamen bevorzugende Firma die breiten Massen mit ihrer kleinen, extrem präzisen und wendigen 1000DPI Maus.

Beide Kontrahenten kündigten vor kurzem neue Mausgenerationen an:
Einerseits Logitech die MX1000 Laser, welche eine völlig neue Lasertechnologie mit sich bringt, sowie schnurlos ist und auch designtechnisch einiges Neues zu bieten hat. Im Gegensatz dazu Razer die Diamondback, welche die wahre Antwort auf die gesamte MX Serie darstellen soll, mit einem optischen 1600DPI (!) Sensor der Firma kärna daher kommt, und einige Mankerl des Vorgängers Viper wiedergutmachen soll.

Von beiden haben wir uns um Test-Samples gekümmert, stellen die Mäuse heute vor und vergleichen sie, soweit dies möglich ist.

Wir möchten uns für die schnelle und nette Bereitstellung der Logitech MX1000 Laser herzlichst beim Hardwareshop OC-Card.de, bei Herrn Harry Betz bedanken.


Für die Bereitstellung des weltweit ersten finalen Samples der ab Anfang November erhältlichen Diamondback möchten wir uns speziell bei Herrn Robert "Razerguy" Krakoff der Firma Razer Inc., insbesondere auch für die lange und gute Zusammenarbeit bedanken.


Logitech MX1000 - Ausstattung/Lieferumfang
Da der Verkauf der MX1000 schon gestartet ist, können wir euch auch die neue Verpackung sowie den gesamten Lieferumfang präsentieren.
Neben der eigentlichen Maus wird ein USB zu PS/2 Adapter, ein Steckernetzteil für die Ladestation, die Ladestation selbst, sowie eine Installations-/SoftwareCD mitgeliefert - das Ganze in bekannter Logitech-Blisterverpackung.
Auffallend ist die neue, große Form der Maus, sowie der extreme ergonomische Rechtsdrall, der durch die optische schräglage und die tiefe Daumeneinbuchtung an der linken Seite zurückzuführen ist. Im Gegensatz zum Vorgänger, der MX700 bzw. 900 wurde diesem Modell eine überarbeitete Version der Ladestation spendiert. Die Maus sitzt jetzt stabiler und verlässlicher an den Aufladestutzen innerhalb der Ladeschale.

Die Verpackung.
Nach Logitech-Manie bedruckt.
Der Lieferumfang.

Hier alle offiziellen Daten des Herstellers auf einen Blick:
- 20fache Abtastleistung einer optischen Maus
- Sogar auf polierten und gemaserten Oberflächen ist eine Abtastung möglich
- Wiederaufladbare Lithium-Ionen Batterie
- Kabellos mit neuer FastRF-Technologie
- 4-Wege Scrollrad
- Universelle Vor- und Zurück-Taste/Programmumschalttaste
- Auflösung: 800DPI
- Bildverarbeitungsrate: 5,8megapixel pro Sekunde

Praxisbericht
Die FastRF Technologie soll eine lagfreie Funkübertragung der vom Laser eingesammelten Daten zum PC ermöglichen, was es in der Praxis auch beweisen kann.
Natürlich hat sich Logitech Gedanken gemacht, wie eine schnurlose Maus für Hardcore-Gamer ausgelegt werden muss, um nicht alle drei Stunden von der Ladestation gebrauch machen zu müssen.
Die MX1000 verfügt über einen hochwertigen Lithium-Ionen Akku, dessen Ladestatus über vier in der Schale der Maus angebrachten, grünen LEDs abgelesen werden kann. Das zur Theorie. Praktisch war wider Erwarten die Spieletauglichkeit sehr gegeben, der Nager agierte punktgenau und schnell auf plötzliche Bewegungen; der Akkumulator hielt, was er versprich:
Einmal vollständig aufgeladen verrichtet dieser seinen Dienst über mehrere Tage zuverlässig. Das Wiederaufladen geschieht innerhalb weniger Stunden um wieder auf einen maximalen Ladestatus zu kommen.
Nach ca. 10 Sekunden Stillstand schaltet sich die Maus temporär ab und fährt den Laser in eine Art Standby-Zustand. Gleichzeitig erlischen die vier Ladestatus-LEDs, um nicht zusätzlich Strom im Ruhezustand zu verbrauchen. Die Zeit, die die MX1000 zum "booten" braucht, nach einigen Sekunden im Standby-Zustand, ist nahezu nicht wahrnehmbar.

Das neue Prachtstück von Logitech.
Die MX1000 besitzt neue Speedscroll-Tasten und ein neues 4-Wege-Mausrad.
Die tiefe Daumeneinbuchtung erhöht die Ergonomie dramatisch.
Hier ist der neue MXLaser zu sehen.
Die Ladeschale wurde im Gegensatz zur alten optimiert.
Die Maus passt perfekt.

Wie schon erwähnt, ist sie mit der MX Laser Technologie ausgestattet, die weitaus genauer als "normale", optische Sensoren arbeiten soll. Warscheinlich vergleicht Logitech hier mit ihrer optischen MX Serie oder dem 1000DPI Sensor der Razer Viper. Der Laser soll effektiv 20x genauer als herkömmliche, optische Sensoren arbeiten. In der Praxis ist davon nicht sehr viel zu merken, da auch schon die Vorgängermodelle extrem genau waren. Jedoch verrichtet der Laser ohne Beanstandungen seine Arbeit, mit dem Vorteil, dass die MX1000 auf nahezu jeder erdenklichen Oberfläche arbeiten kann. Sowie auf polierten, als auch gemaserten Tischplatten. Durch die extrem genaue Abtastung der Unterlagebegebenheiten durch die Laserlinse erkennt dieser jede kleinste Unebenheit.
Nach alter Logitech-Manie dürfen neue Druckknöpfe an neuen Mausserien natürlich nicht fehlen, der Hersteller spendierte ein 4-Wege-Scrollrad, sowie neue Daumen- und Schnelllauftasten.
Mit der aktuellen Revision (Stand: 30.09.2004) der Logitech SetPoint Software waren die horizontalen Kippachsenknöpfe des Mausrades noch nicht uneingeschränkt benutzbar.
Im Vergleich zum Vorgängermodell, der MX700 ist die Form der Maus stark verändert, noch weiter für Rechtshänder optimiert und besitzt eine extrem bequeme Ergonomie, die sich vor allem durch die tiefe Daumeneinmuldung auszeichnet.
Alle Tasten sind wie gewohnt leichtgängig und präzise klickbar, robust und perfekt erreichbar.

Hier versucht der Hersteller die Vorteile seiner Lasertechnologie zu verdeutlichen.
Die MX1000 auf dem Referenzpad.
Hier sind die vier Lade-LEDs zu sehen (unscharf).
Das neue Modell im Vergleich zur MX700.
Die Daumeneinbuchtung ist gravierend für die Ergonomie.
Die Maus ist noch weiter nach rechts geneigt als ihr Vorgänger.

Kommen wir auf der nächsten Seite zum direkten Kontrahenten - der Razer Diamondback

 

 

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