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Zubehör und Praxis
Erwähnenswert ist die Setkomponente
"WaterChill Plexiglas Reservoir",
welche den Ausgleichsbehälter darstellt. Er besteht,
wie aus dem Namen entnehmbar, aus Plexiglas und ist
vorbildlich verarbeitet.
Nicht wie bei herkömmlichen AGBs verfügt
dieser über keinen verschraubten, sondern über
einen Steckdeckel mit einer kleinen, mittig angebrachten
Thumbscrew, dazu später mehr.
Die Dichtheit des Ausgleichsbehälters wird durch
die breite Gummiabdichtung des Deckels gewährleistet.
Er wird mit einer schwarz eloxierten Stahlplatte ausgeliefert,
über die er fest mit der Hydor Pumpe verbunden
werden kann.
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Der Ausgleichsbehälter... |
...ein verschraubter Deckel ist nicht vorhanden... |
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...dafür wird er fest und sicher durch den breiten Dichtungsring durch einpressen in den Ausgleichsbehälter fixiert. |
Nun kommen wir zur Praxis.
Der von Asetek empfohlene Aufbau des Wasserkühlungssystems sieht wie folgt aus:
Das Kühlwasser wird durch die Pumpe zum Radiator gepumpt, dort abgekühlt fließt es dann über den mittleren Schlauchanschluss des Kühlers in den selbigen, erhitzt sich dort, wird folgend über die zwei Wasserauslässe des Kühlers zum 3-Wege Verbindungsstück gepumpt, darüber von zwei Schläuchen auf einen geleitet und landet schlussendlich in seinem Weg über den Ausgleichsbehälter wieder in der Pumpe.
Zuerst machten wir uns an die Befestigung des Kühlblocks auf dem Mainboardsockel. Damit dieser befestigt werden kann, muss bei der Montage auf einem Sockel 478 das Intel Retention Modul entfernt werden.
Mit der mitgelieferten Druckschraubenvorrichtung wird der Kühler verlässlich auf dem Sockel fixiert.
Als erstes wird die alte Wärmeleitpaste, die möglicherweise noch auf dem Prozessor befindlich ist, entfernt. Danach trugen wir neue Paste auf (in diesem Fall nahmen wir silberoxidhaltige Wärmeleitpaste von Aerocool), steckten die vier langen Schrauben durch die dafür vorgesehenen Löcher am Mainboard, setzten den Kühler, sowie einige Plastikringe und die Druckfedern auf und schraubten die im Lieferumfang enthaltenen Thumbscrews, wie in der Anleitung beschrieben, fest.
Folgend platzierten wir die restlichen Komponenten im System und schnitten die benötigten Schläuche zu.
Der Radiator-Lüfteraufbau passte hervorragend außerhalb des Gehäuses an den freien Platz für 120mm Lüfter unseres CasEdge Diabolic Towers.
Wir verbanden Ausgleichsbehälter und Pumpe mit einem kurzen Stück Schlauch, sowie die restlichen Komponenten mit den zugeschnittenen Schlauchstücken.
Um das System zu befüllen hat sich Asetek etwas ungewöhnliches ausgedacht. Im Lieferumfang ist ein kurzes Stück Kabel, welches in das vom Netzteil kommenden Mainboard-Stromkabel gesteckt wird.
Bevor wir mit dem Befüllen beginnen konnten, mussten wir alle Stromanschlüsse von Mainboard und PC-Komponenten abziehen - nur das Festplattenstromkabel, welches dem Pumpenrelais Strom gibt, blieb angeschlossen.
Das Stromkabel, welches durch eine Slotblende nach außen geführt wird, ist direkt an das Netzteil anzuschließen - zwischen 220V Stromkabel und Netzteilanschluss, wie es den meisten schon von alten Monitoren bekannt sein dürfte.
Nun befüllten wir den Ausgleichsbehälter mit etwas destilliertem Wasser, in das vorher das mitgelieferte Anti-Algen-Fluid gekippt wurde, und schalteten das System an.
Nach weiterem Einfüllen fielen uns Leck-Stellen an einigen Push-In Anschlüssen auf - also schalteten wir das System nochmals aus und überprüften alle Anschlüsse sorgfältig.
Hier kam die weniger erfreuliche Besonderheit der Push-In Anschlüssen von Asetek zum Vorschein, die jedoch in der umfangreichen Anleitung kurz angesprochen wird:
Die Schläuche müssen mit einer sehr hohen Kraft in die Anschlüsse gedrückt werden, sonst treten Lecks auf.
Gesagt getan, alle Schläuche nochmals stärker in die Stutzen gedrückt und das System wieder angeschaltet.
Die Lecks waren weg.
Nachdem alle Luftblasen aus dem Kreislauf entschwunden waren, schlossen wir den Ausgleichsbehälter, und drehten die Thumbscrew wieder in das dafür vorgesehene Loch im Deckel des AGBs.
Durch dieses Schraubloch entweicht beim Schließen des Deckels die Restluft. Dadurch wird der hohe Druck vermieden, der bei einfacher aufgebauten AGBs innerhalb des Kreislaufs auftritt.
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Das Retentionmodul muss beim Einbau auf einem Sockel 478 entfernt werden |
Die Schraubvorrichtungen werden durch die am Board befindlichen Löcher gesteckt und fixiert |
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Nach dem Aufstecken des Kühlers werden die Druckfedern befestigt... |
...und durch vier Thumbscrews auf den Kühler gepresst |
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Verbunden werden AGB und Pumpe durch ein schwarz eloxiertes Stück Stahlblech, sowie einem kurzen Stück Schlauch |
Die Lüfter/Radiator-Kombination passte perfekt an die 120mm Lüfter Haltevorrichtung am Gehäuse |
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Hier ein Bild vom fertigen Aufbau, speziell: der Kühler |
Testergebnisse und Fazit
Im Testlauf mit einem auf 2,8Ghz übertaktetem
2,4Ghz Pentium 4 Northwood erreichte das WaterChill
Antarctica KT03A-L20 eine Volllastmaximaltemperatur
von ca. 35°C bei einer sommerlichen Zimmertemperatur
von 26°C. Im
Durchschnitt hielt die Antarctica unseren Northwood
bei sehr guten 31°C, gemessen mit einem separaten
Thermometer, welches an der Seite des CPU-DIEs angebracht
war.
Die Tatsache dass das Set zu der sehr hohen Komponentenqualität
auch noch spitzenmäßige Messwerte erreichen
konnte, macht dieses zu einem zu den besten erhältlichen
Wasserkühlungssets gehörenden Lösungen
auf dem Markt.
Die Montage und Inbetriebnahme ist in den zwei bebilderten,
umfangreichen Anleitungen gut erklärt und auch
für nicht sehr versierte Benutzer oder Neueinsteiger
verständlich.
Der 120mm Sunon Lüfter ist im 6Volt Betrieb fast
unhörbar und im 12Volt Betrieb nicht störend.
Ein kleines Manko stellt die Hydor L20 Pumpe dar,
da diese erstens eine sehr hohe Leistungsaufnahme
besitzt und in Betrieb etwas lauter als ihr Pendant
von Eheim ist.
Für alle Benutzer, die dieses Problem mit ihrer
Hydor L20 oder L30 Pumpe haben, gibt es eine Flügelrad-Mod
Anleitung im Kaltmacher.de Forum.
Nicht optimal sind die Push-In Anschlüsse der
Komponenten, da diese nur bei hohem Eindrücken
der Schläuche vollständige Dichtheit garantieren.
Dafür gibt es jedoch kein Punktabzug, da diese
Tatsache in der Anleitung beschrieben und ausdrücklich
deklariert ist.
Erfreulich ist der gut verarbeitete Ausgleichsbehälter,
das gut konzipierte Pumpenrelais und die Masse an
mitgeliefertem Zubehör und dessen Qualität.
Der Marktpreis von ca. 220€ ist zwar recht teuer,
für dieses Set allerdings angemessen.
Ergebnis: Voll empfehlenswert.
-- Recht einsteigerfreundlich, sehr gute Qualität,
Ausstattung und Messwerte