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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse Seite 1/2

Autor: panni
Testdatum: 30.05.2005

Härter als Stahl, dünner als Papier
Test: NZXT Nemesis Elite

Der Gehäusemarkt ist hart umkämpft. Immer neue revolutionäre Ideen und Konzepte überschwemmen den Käufer förmlich mit schicken Designerstücken und funktionellen Chassis.
Aluminium wird vor allem für LAN-Gänger immer mehr zum Argument, jedoch leidet im Allgemeinen die Stabilität eines Gehäuses unter dem etwas schwächlichen Material.

Diesem Teilproblem hat sich die in Deutschland eher unbekannte Firma NZXT, die sich mit dem Guardian Tower einen guten Ruf gemacht hat, angenommen und den Nemesis Elite Tower präsentiert, welcher schon vom Namen her einiges verspricht.
NZXT ist mit dem Gründungsjahr 2004 eine junge, Taiwanesische Firma, welche in Taipeh ansässig ist.

Nach der kürzlich angekündigten Kooperation mit der PR-Firma eurobizz steht dem Hersteller ein guter Start auch für die neue Trinity-Chassis Serie in Deutschland bevor.

Ein Dankeschön geht an die Firma selbst, die uns mit einem Review-Sample des Gehäuses bescherte.
Vielen Dank hierfür.

Ausstattung und Lieferumfang
Gut verpackt und gepolstert präsentiert sich das Gehäuse in einem überraschend leichten Karton.
Nach dem Entfernen von jeglicher Schutzfolie und Styropor kommt ein sehr stabil wirkendes, schwarzes Etwas mit einer auffälligen Front, welche etwas an die Rüstung eines mittelalterlichen Kriegers erinnert.

Hier erstmal die offiziellen Herstellerangaben:
- einfache Installation durch schraubenloses Rail-Design
- leichtes 1.0mm Aluminium Chassis
- einstellbare 7-Farben Front-LED (blau, rot, grün, lila, weiss, aquamarin, gelb)
- drei 1800RPM 120mm Blue-LED Lüfter
- luxoriöses Thermal-LCD mit 3xLüfterkontrolle, 3xTemperaturanzeige, Uhrzeit/Datum, Weckfunktion und Temperaturalarm
- Maße: 450*205*436mm (L*B*H)
- neun Drivebays (4x5,25" extern, 2x3,5" extern, 3x3.5" intern)
- sieben Steckkartenerweiterungsslots
- Gewicht: 6,5kg
- Unterstützte Motherboardformen: ATX, Micro-ATX, Baby-AT

Nachdem sich die Herstellerangabe sehr gut anhört erstmal einige Bilder:

Der Testkandidat: Nemesis Elite (black)
Nein, die Front ist aus Aluminium, kein Plastik!
Das Gehäuse wiegt grade einmal 6,5kg

Das Nemesis Chassis besteht fast vollständig aus 1,0mm dünnem Aluminium. Erstmals wird mit einer speziellen DIE-Casting Methode gebürstetes Aluminium zu Designzwecken nutzbar. Die Frontplatte, welche schwer an eine Kriegerrüstung erinnert, ist nicht wie zuerst annehmbar aus Plastik, sondern aus dem eben angesprochenen, speziell bearbeiteten Aluminiummaterial.
Wie viele andere Gehäuse besitzt auch das Nemesis eine Frontklappe. Diese ist allerdings nicht mit einem anfälligen Einrastmechanismus ausgestattet, sondern mit einer Magnetvorrichtung.
Was ebenfalls neu ist, ist der nach Außen geführte Ein/Aus-Schalter, welcher auch bei geschlossener Frontklappe bedienbar ist. Leider besitzt dieser Knopf einen etwas wackeligen Druckpunkt.
Weitere äußere Erscheinungen sind zum Beispiel der Top-Aufbau, welcher aus zwei ausklappbaren Plastikkonsolen besteht - ein Temperatur/Lüftersteuerungs-LCD und eine Multimedia-Konnektorleiste (2xUSB, Line-In/Out, 1xFirewire).

Es besitzt eine einstellbare Front-LED, sowie drei 120mm Lüfter (einer in der Front)

Nur bei der Elite Edition: der Top-Aufbau mit ausklappbarem LCD und Media-Konnektoren
Ein gut verarbeitetes Seitenfenster trägt den mächtigen 120mm Blowhole

Sage und schreibe drei 120mm Lüfter liefert NZXT beim Nemesis Elite mit. Diese Surren mit 1800rpm sehr leise und leuchten gleichzeitig in einem satten Blauton. Jeweils ein Lüfter ist an der Front, im Seitenfenster und an der Rückseite befestigt. Der Front-Blower besitzt einen Staubfilter.
Das 120mm Blowhole im Seitenfenster garantiert zumindest für Luftgekühlte Systeme eine gute Frischluftzufuhr. Der Bruder an der Rückseite transportiert zuverlässig warme Luft aus dem Gehäuse heraus.
Die schon angesprochene Top-Konsole wirkt leider etwas minderwertig, da sie komplett aus Plastik gefertigt ist. Das Ausklappen der beiden Teilkomponenten gelingt allerdings immer.
Um den richtigen Stand zu halten dienen vier stählerne Füße am Unterboden, welche mit einer Gummischicht Vibrationen dämpft.
Das Lüftergitter für den 120mm Lüfter am hinteren Teil ist im Wabenmuster gehalten, welches größtmöglichen Luftdurchlass bei gleichzeitig geringsten Nebengeräuschen garantiert.

Für die Luftabfuhr sorgt ein 120mm Lüfter an der Rückseite
Robuste und funktionelle Standfüße gewährleisten durch ihre Gummierung auch eine gewisse Entkopplung
Durch einen Knopf in der Innenseite der Fronttür lässt sich die Front-LED einstellen
Zum bündigen Schließen der Frontklappe dienen Magnete anstatt wackeliger Einrasthebel
Thumbscrews gehören heutzutage zum Standard
Die ausgeklappte Top-Konsole mit LCD und Multimediapanel

Auf den folgenden Seiten gehen wir weiter auf die Ausstattung ein.

 

 

 

 

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