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> Artikel > Hardwaretest > Cooling > Diverses Seite 2/3

Auf der Unterseite des Kühlkörpers findet man die runde Kühlfläche des rot eloxierten Kerns, sowie insgesamt vier quadratische Speicherkühler mit einer Kantenlänge von 13mm. Auch die Anschlüsse befinden sich beim aquagraFX 6600 PCI-e auf der Unterseite. Hier wurden, wie für Aqua-Computer Produkte üblich, 1/8“ Gewinde verwendet. Je nachdem, wie der Kühlkreislauf aufgebaut wird, sollte man entweder gerade oder gewinkelte Anschlüsse wählen.

So sieht der Kühler aus, wenn man den Deckel öffnet.
Der Kanalverlauf im Detail.
Der federnd gelagerte und rot eloxierte Kern.
Die Unterseite des Komplettkühlers.
Über den Kern wird der Grafikchip gekühlt.
Vier dieser Quadrate kühlen die Speicherbausteine.
Auch die Anschlüsse sind unten.

Verarbeitung & Design
Die Verarbeitung war insgesamt sehr vorbildlich. Beim aquagraFX 6600 PCI-e war es uns nicht möglich, irgendwelche Mängel in der Verarbeitung, wie Kratzer oder Unsauberheiten zu finden. Auf den Bildern ist zu erkennen, dass sich eine Flüssigkeit in den Ecken des Kühlkanals festgesetzt hat. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Aqua-Computer die Produkte vor dem Verpacken auf Dichtigkeit prüft, wie uns von PC-IceBOX.de berichtet wurde.
Beim Design hat AC wieder einmal gute Arbeit geleistet, insgesamt wirkt der aquagraFX sehr edel und einheitlich. Es gibt keine spitzen Ecken, welche das Gesamtbild stören würden. Der Kontrast zwischen dem schwarzen Kühlkörper und dem gebürsteten Edelstahl unterstützt dieses Bild. Auf dem Deckel hat Aqua-Computer sowohl Modellnamen als auch Firmennamen verewigt. Beide Schriftzüge sind in den Deckel gelasert und passen optisch in das Gesamtbild. Bei anderen Modellen des aquagraFX (z.B. dem aquagraFX 6800) wurde in die Kante des Kühlers noch eine kleine Gravur in ein Stück Plexiglas integriert, welches von einer blauen LED beleuchtet wurde. Hierauf hat AC beim 6600er Modell verzichtet.

Ein großer Schriftzug ziert den Deckel.
Auch der Herstellername darf nicht fehlen.

Demontage des Serienkühlers
Bevor der aquagraFX 6600 PCI-e auf der Grafikkarte montiert werden kann, muss zuvor der vom Hersteller angebrachte Kühler entfernt werden. Die Demontage kann von Hersteller zu Hersteller leicht variieren, jedoch ist eines bei allen gleich: durch die Demontage des Originalkühlers erlischt die vom Hersteller gegebene Garantie. Hier sollte man sich also vorher überlegen, ob man das dadurch entstehende Risiko tragen möchte. Lohnenswert ist der Wechsel des Kühlers auf jeden Fall, da man durch den Einsatz des aquagraFX eine wesentlich leisere Kühlung für seine Grafikkarte erreicht, da bei heutigen Grafikkarten nur noch äußerst selten leise Kühler zum Einsatz kommen. Wer seine Grafikkarte übertakten möchte, für den sollte sich der Einsatz eines Wasserkühlers ohnehin lohnen, hierzu mehr im Praxisbereich dieses Artikels.

Bevor man mit der Demontage übereilt beginnt, sollte man sich ein Bild von der Befestigung des Serienkühlers machen. In den meisten Fällen werden hierfür lediglich Widerhacken verwendet. Bei 3D-Karten mit einem 6600er Chipsatz sollten, wie es bei älteren Karten der Fall war, keine Wärmeleitkleber oder -pads sondern Wärmeleitpaste zum Einsatz kommen. Sollte dennoch ein Hersteller ein Pad oder einen Wärmeleitkleber verwendet haben, lässt sich dieser lösen, indem man die Grafikkarte, eingepackt in einen Gefrierbeutel, ca. 15-30 min in den Gefrierschrank legt, oder vorsichtig mit einem Heißluftfön den Kleber erwärmt.
Falls der Kontakt zwischen GPU und Kühlkörper mit Wärmeleitpaste verbessert wurde, kann der Kühler nach dem Lösen der Befestigung einfach abgenommen werden. Um den Grafikchip und den Speicher optimal von den Rückständen der Wärmeleitschicht zu befreien, sollte man ein möglichst fusselfreies Tuch verwenden, um Rückstände von diesen auf dem Chip und den Speicherbausteinen zu vermeiden. Um die Reinigung zu erleichtern kann man das Tuch mit etwas Reinigungsbenzin oder Waschbenzin tränken. Andere Reinigungsmittel, die Wasser enthalten oder sauer bzw. basisch sind, sollten bei der Reinigung der Bauteile nicht verwendet werden. Bevor man eine neue Schicht Wärmeleitpaste aufträgt, sollte man sich vergewissern, dass die gereinigten Bauteile auch richtig getrocknet sind.

Die Testgrafikkarte stammt von Gigabyte.
Die markierten Widerhaken müssen gelöst werden.
Der Kühlkörper war in unserem Fall mit einem Wärmeleitpad versehen.
Diese hat unschöne Rückstände auf dem Chip hinterlassen.
Nach dem Säubern mit Reinigungsbenzin glänzt der Chip wieder.

Montage
Sind die zuvor beschriebenen Dinge erledigt kann man mit der Montage des aquagraFX 6600 PCI-e beginnen. Bevor der Kühlkörper aufgesetzt wird, sollte man eine dünne und möglichst gleichmäßige Schicht Wärmeleitpaste auf Grafikchip und Speicherbausteinen auftragen, um mögliche Unebenheiten auszugleichen. Zur optimalen Verteilung der Wärmeleitpaste kann ein kleiner Plastikspachtel zur Hilfe genommen werden. Hat man diesen nicht zur Hand, kann man auch etwas Frischhaltefolie aus der Küche zur Hand nehmen und diese um den Zeigefinger wickeln. Mit jedem dieser Hilfsmittel wird anschließend die Wärmeleitpaste dünn auf den jeweilig richtigen Bauteilen verteilt.
Anschließend kann der Kühler vorsichtig auf die Grafikkarte gesetzt und mit dem mitgelieferten Montagematerial fixiert werden.

Im System integriert könnte der Kühler so aussehen.

 

 

 

 

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