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> Artikel > Hardwaretest > Cooling > Wasserkühlung Seite 2/3

Der Mittelteil ist die Weiterentwicklung des früheren Düsenplättchens. Dieser ist aus Messing gefertigt und anschließend matt verchromt. In dieses Element wurden insgesamt 24 Düsen eingearbeitet, welche mittig in einer rechteckigen Form angeordnet sind. Wie üblich haben die Düsen die Funktion das Wasser zu beschleunigen, weil der Druck auf einen kleineren Durchmesser konzentriert wird. Da die Düsen insgesamt 10mm lang sind, wird das Wasser stärker beschleunigt als beim Vorgänger. Die Position der Düsen ist wieder direkt über der DIE, wodurch die Wärme direkt an der heißesten Stelle abgeführt werden kann. Auf der Unterseite des Mittelteils sieht man zudem noch zwei Kanäle, welche beim Auslass zusammenlaufen. Diese verbinden die Kammern des Kupferbodens und sorgen dafür, dass das Wasser, nachdem es die Feinstruktur verlassen hat, nicht im Kühlkörper verharrt, sondern direkt aus diesem herausbefördert wird. Zusätzlich befinden sich noch zwei Fräsungen zum Montieren der Halterung seitlich am Mittelteil. Auf der Oberseite befindet sich, neben den Düsen und dem Auslass, noch ein kleiner Kanal, welcher zu den Düsen hinführt. Da beim cuplex XT der Einlass nicht mehr mittig angebracht ist, sondern wieder seitlich, wird dieser Kanal benötigt um das Wasser zu den Düsen zu befördern.

Im Mittelteil befinden sich die 24 Düsen, die den Druck erhöhen.
Die Düsen sind auch durch das Plexiglas
sichtbar.
Die Oberseite des Kühlers.

Der dritte Teil des Kühlers ist in den Mittelteil integriert. Er ist aus blauem Acryl gefertigt und mit vier Inbusschrauben mit dem Mittelteil verschraubt. Auch hier wurde ein Dichtungsring verwendet um die Dichtigkeit zu gewährleisten. In das Acryl wurden zwei 1/8“ Gewinde eingearbeitet, in welche die gewählten Anschlüsse eingeschraubt werden können.

Bei der Halterung setzt Aqua Computer nicht, wie bisher, auf Acryl oder wie andere Hersteller auf eine komplette Edelstahlblende, sondern setzt zwei einzelne Halterungen ein. Diese werden jeweils mit zwei Schrauben mit dem Mittelteil verschraubt. Die Befestigungsschrauben für die Halterungen verbinden gleichzeitig den Kupferboden mit dem Mittelteil. Bei den Halterungen für alle Sockel ist uns aufgefallen, dass diese nur so viel Material aufweisen wie nötig ist, um den Kühler richtig zu montieren. Dies hat den Vorteil, dass es nicht zu Problemen mit anderen Bauteilen auf dem Mainboard kommen kann, wie es schon öfter bei anderen Kühlern der Fall war.

Eine der Halterungen des cuplex.
Der Kühler von der Seite, mit montierten Anschlüssen.

Verarbeitung & Design
Auch bei diesem Produkt der Firma Aqua Computer können wir die Verarbeitung nur loben. Der Kupferboden war auf der Unterseite, trotz fehlender Schutzfolie, sauber und frei von Kratzern. Was hier auffällt ist, dass die Oberfläche nicht, wie bei den Vorgängern, auf Hochglanz poliert, sondern eher mattiert wurde, wodurch nur ein leichter Glanz, aber keine Spiegelung zu erkennen ist.

Die Bodenplatte lässt keine deutliche Spiegelung zu, was nicht üblich für AquaComputer ist.

Alle drei Teile des Kühlers waren sauber gefräst und entgratet. Die Galvanisierung des Mittelteils war ebenfalls frei von Unsauberheiten, wodurch der Kühler sehr hochwertig wirkt. Die Gewinde wurden sauber in den Acryldeckel eingearbeitet und von Graten befreit. Die Halterungen, welche aus 2mm starkem, gebürstetem Edelstahl gelasert wurden, waren sauber und wirkten sehr stabil.
Beim Design hat Aqua Computer mit dem cuplex XT – wie es auf den ersten Blick scheint – eine völlig neue Richtung eingeschlagen. Dem Grundgedanken, welcher auch Namensgeber der Kühlerserie ist, blieb man allerdings treu und setzte weiterhin die Materialien Kupfer und Plexiglas ein. Durch den dreischichtigen Aufbau wirkt der Kühler sehr massiv. Die verwendeten Materialien verleihen dem Kühler jedoch die – für AC übliche - edle Note, was durch die super Verarbeitung nur unterstützt wird. Der verchromte Mittelteil zieht die Blicke auf sich und die blaue Acrylblende verleiht dem Kühler noch etwas Farbe. Die Acrylblende wirkt auf den ersten Blick, als wäre sie aus UV-aktivem Acryl gefertigt, was jedoch nicht der Fall ist.
Auf einer der beiden Edelstahlhalterungen findet man den Firmennamen, auf der anderen den Schriftzug „made in germany“, welche sauber eingelasert wurden.

Montage
Auch der dritte cuplex ist für alle aktuellen Sockel erhältlich. Beim cuplex XT ermöglicht Aqua Computer dem Benutzer höchste Flexibilität bei der Montage, indem die Halterungen einfach durch das Lösen von jeweils zwei Schrauben vom Kühler entfernt und gewechselt werden. Der Umstieg auf ein System mit anderem Sockel ist somit kein Problem mehr, es muss lediglich eine andere Halterung im Shop bestellt werden.
Bei unserem Praxistest wurde die Montage auf einem Board mit Sockel 939 für AMD 64 Systeme vorgenommen. Zwar ist dem cuplex keine Montageanleitung beigelegt, diese findet man allerdings – wie schon erwähnt – auf der Seite von Aqua Computer als PDF zum Download.
Für die Montage werden auch beim cuplex XT die Bohrungen um den Sockel benötigt. Als erstes sollte man für die Montage das Mainboard aus dem Gehäuse ausbauen. Gegebenenfalls muss, bevor man den Kühler montieren kann, das Retentionmodul des Mainboards entfernt werden.
Manche Hersteller verkleben die Backplate mit der Rückseite des Mainboards, was bei der Montage von Kühlern sonst oft zu Problemen führte. Bei Aqua Computer versucht man dieses Problem zu umgehen, indem man ein zweites Schraubenset anbietet, bei welchem die Backplate nicht demontiert werden muss.
Wenn das Mainboard entsprechend für die Montage vorbereitet ist, kann man die zwei Schrauben von hinten mit jeweils einer Unterlegscheibe durch die beiden Bohrungen stecken. Anschließend können die Schrauben mit einer normalen Mutter fixiert werden.
Nun sollte man noch Wärmeleitpaste dünn und sauber auf dem Prozessor auftragen und verteilen. Ist dies erledigt kann der cuplex aufgesetzt, mit den Anpressfedern versehen und anschließend mit den Rändelmuttern festgezogen werden. Um einen optimalen Anpressdruck zu erreichen, sollten die Rändelmuttern so weit angezogen werden, bis die Federn fast vollständig gespannt sind.

 

 

 

 

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