Der
Mittelteil ist die Weiterentwicklung des früheren
Düsenplättchens. Dieser ist aus Messing gefertigt
und anschließend matt verchromt. In dieses Element
wurden insgesamt 24 Düsen eingearbeitet, welche
mittig in einer rechteckigen Form angeordnet sind. Wie
üblich haben die Düsen die Funktion das Wasser
zu beschleunigen, weil der Druck auf einen kleineren
Durchmesser konzentriert wird. Da die Düsen insgesamt
10mm lang sind, wird das Wasser stärker beschleunigt
als beim Vorgänger. Die Position der Düsen
ist wieder direkt über der DIE, wodurch die Wärme
direkt an der heißesten Stelle abgeführt
werden kann. Auf der Unterseite des Mittelteils sieht
man zudem noch zwei Kanäle, welche beim Auslass
zusammenlaufen. Diese verbinden die Kammern des Kupferbodens
und sorgen dafür, dass das Wasser, nachdem es die
Feinstruktur verlassen hat, nicht im Kühlkörper
verharrt, sondern direkt aus diesem herausbefördert
wird. Zusätzlich befinden sich noch zwei Fräsungen
zum Montieren der Halterung seitlich am Mittelteil.
Auf der Oberseite befindet sich, neben den Düsen
und dem Auslass, noch ein kleiner Kanal, welcher zu
den Düsen hinführt. Da beim cuplex XT der
Einlass nicht mehr mittig angebracht ist, sondern wieder
seitlich, wird dieser Kanal benötigt um das Wasser
zu den Düsen zu befördern.
|
|
|
Im
Mittelteil befinden sich die 24 Düsen, die
den Druck erhöhen. |
Die
Düsen sind auch durch das Plexiglas
sichtbar. |
Die
Oberseite des Kühlers. |
Der
dritte Teil des Kühlers ist in den Mittelteil integriert.
Er ist aus blauem Acryl gefertigt und mit vier Inbusschrauben
mit dem Mittelteil verschraubt. Auch hier wurde ein
Dichtungsring verwendet um die Dichtigkeit zu gewährleisten.
In das Acryl wurden zwei 1/8“ Gewinde eingearbeitet,
in welche die gewählten Anschlüsse eingeschraubt
werden können.
Bei
der Halterung setzt Aqua Computer nicht, wie bisher,
auf Acryl oder wie andere Hersteller auf eine komplette
Edelstahlblende, sondern setzt zwei einzelne Halterungen
ein. Diese werden jeweils mit zwei Schrauben mit dem
Mittelteil verschraubt. Die Befestigungsschrauben für
die Halterungen verbinden gleichzeitig den Kupferboden
mit dem Mittelteil. Bei den Halterungen für alle
Sockel ist uns aufgefallen, dass diese nur so viel Material
aufweisen wie nötig ist, um den Kühler richtig
zu montieren. Dies hat den Vorteil, dass es nicht zu
Problemen mit anderen Bauteilen auf dem Mainboard kommen
kann, wie es schon öfter bei anderen Kühlern
der Fall war.
|
|
Eine
der Halterungen des cuplex. |
Der
Kühler von der Seite, mit montierten Anschlüssen. |
Verarbeitung
& Design
Auch bei diesem Produkt der Firma Aqua Computer können
wir die Verarbeitung nur loben. Der Kupferboden war
auf der Unterseite, trotz fehlender Schutzfolie, sauber
und frei von Kratzern. Was hier auffällt ist, dass
die Oberfläche nicht, wie bei den Vorgängern,
auf Hochglanz poliert, sondern eher mattiert wurde,
wodurch nur ein leichter Glanz, aber keine Spiegelung
zu erkennen ist.
|
Die
Bodenplatte lässt keine deutliche Spiegelung
zu, was nicht üblich für AquaComputer
ist. |
Alle drei Teile des Kühlers waren sauber gefräst
und entgratet. Die Galvanisierung des Mittelteils war
ebenfalls frei von Unsauberheiten, wodurch der Kühler
sehr hochwertig wirkt. Die Gewinde wurden sauber in
den Acryldeckel eingearbeitet und von Graten befreit.
Die Halterungen, welche aus 2mm starkem, gebürstetem
Edelstahl gelasert wurden, waren sauber und wirkten
sehr stabil.
Beim Design hat Aqua Computer mit dem cuplex XT –
wie es auf den ersten Blick scheint – eine völlig
neue Richtung eingeschlagen. Dem Grundgedanken, welcher
auch Namensgeber der Kühlerserie ist, blieb man
allerdings treu und setzte weiterhin die Materialien
Kupfer und Plexiglas ein. Durch den dreischichtigen
Aufbau wirkt der Kühler sehr massiv. Die verwendeten
Materialien verleihen dem Kühler jedoch die –
für AC übliche - edle Note, was durch die
super Verarbeitung nur unterstützt wird. Der verchromte
Mittelteil zieht die Blicke auf sich und die blaue Acrylblende
verleiht dem Kühler noch etwas Farbe. Die Acrylblende
wirkt auf den ersten Blick, als wäre sie aus UV-aktivem
Acryl gefertigt, was jedoch nicht der Fall ist.
Auf einer der beiden Edelstahlhalterungen findet man
den Firmennamen, auf der anderen den Schriftzug „made
in germany“, welche sauber eingelasert wurden.
Montage
Auch der dritte cuplex ist für alle aktuellen Sockel
erhältlich. Beim cuplex XT ermöglicht Aqua
Computer dem Benutzer höchste Flexibilität
bei der Montage, indem die Halterungen einfach durch
das Lösen von jeweils zwei Schrauben vom Kühler
entfernt und gewechselt werden. Der Umstieg auf ein
System mit anderem Sockel ist somit kein Problem mehr,
es muss lediglich eine andere Halterung im Shop bestellt
werden.
Bei unserem Praxistest wurde die Montage auf einem Board
mit Sockel 939 für AMD 64 Systeme vorgenommen.
Zwar ist dem cuplex keine Montageanleitung beigelegt,
diese findet man allerdings – wie schon erwähnt
– auf der Seite von Aqua Computer als PDF zum
Download.
Für die Montage werden auch beim cuplex XT die
Bohrungen um den Sockel benötigt. Als erstes sollte
man für die Montage das Mainboard aus dem Gehäuse
ausbauen. Gegebenenfalls muss, bevor man den Kühler
montieren kann, das Retentionmodul des Mainboards entfernt
werden.
Manche Hersteller verkleben die Backplate mit der Rückseite
des Mainboards, was bei der Montage von Kühlern
sonst oft zu Problemen führte. Bei Aqua Computer
versucht man dieses Problem zu umgehen, indem man ein
zweites Schraubenset anbietet, bei welchem die Backplate
nicht demontiert werden muss.
Wenn das Mainboard entsprechend für die Montage
vorbereitet ist, kann man die zwei Schrauben von hinten
mit jeweils einer Unterlegscheibe durch die beiden Bohrungen
stecken. Anschließend können die Schrauben
mit einer normalen Mutter fixiert werden.
Nun sollte man noch Wärmeleitpaste dünn und
sauber auf dem Prozessor auftragen und verteilen. Ist
dies erledigt kann der cuplex aufgesetzt, mit den Anpressfedern
versehen und anschließend mit den Rändelmuttern
festgezogen werden. Um einen optimalen Anpressdruck
zu erreichen, sollten die Rändelmuttern so weit
angezogen werden, bis die Federn fast vollständig
gespannt sind.