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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse Seite 1/2

Autor: Mirko Hindemith
Testdatum: 01.11..2005

Flexibler Riese
Test: APlus XBlade CK-1022-5

Heutzutage müssen Gehäuse viel Platz und Flexibilität im Umgang mit Laufwerken bieten, wobei auch die Luftzufuhr nicht in den Hintergrund geraten darf. Aplus hat mit dem XBlade Gehäuse nicht nur ein Servertaugliches Gehäuse auf den Markt gebracht, sondern auch eines, das durch seinen modularen Aufbau auf die individuellen Wünsche des Anwenders angepasst werden kann. Ob das Gehäuse im alltäglichen Betrieb den Anforderungen gerecht werden kann, werden wir im nun folgenden Test versuchen herauszufinden.

Für die Bereitstellung des Gehäuses danken wir der Firma Maxpoint!

Lieferumfang & Design
Die erste Hürde war schon beim Auspacken des Gehäuses zu nehmen, denn mit seinen 15,5 kg gehört das XBlade nicht zu den leichtesten Gehäusen seiner Klasse. Die schwarz/silberne Front und die modularen Blenden hinterlassen einen einheitlichen und aufgeräumten Eindruck. Die schwarze Front ist mit einem silbernen Alu-Rahmen umgeben, der sich links und rechts beiseite klappen lässt, um Frontblenden und Laufwerke ein- bzw. auszubauen. Durch die hohe Bauart des Gehäuses wird der Einbau von 11 Laufwerken ermöglicht. Durch die Materialien und das Gewicht macht das Gehäuse auf seinem Standpunkt einen stabilen und sehr robusten Eindruck.

Die Formfaktoren ATX, MicroATX und BTX sind verbaubar, allerdings ist für Einbau eines BTX Boards ein optionales Umbaukit erforderlich. Der Einbau der Mainboards erfolgt über Schrauben, da ein Mainboardschlitten hier nicht vorhanden ist.

Das Gehäuse ist wegen der Größe auch als Servergehäuse geeignet.
Das mitgelieferte Zubehör.
Der Alurahmen lässt sich wegklappen.

Im Lieferumfang findet sich wie gewohnt ein reichhaltiges Tütchen Schrauben, 10 Clips zum Einbau von fünf 5 1/4" Laufwerken, 8 Clips für vier 3,5" Laufwerke, 12 praktische Plastikpins zur Fixierung der Gehäuselüfter sowie 2 Cable Organizer Schrauben, oder auch Spider Screws, zur Bündelung der Kabel im inneren des Rechners. Ein I/O Backpanel und eine englisches Handbuch sind ebenfalls mit enthalten.

Ausstattung
Zu allererst macht sich das an oberster Stelle integrierte Frontpanel bemerkbar, das 4 USB Schnittstellen, ein Line-In und Line-out sowie eine Firewire Schnittstelle zu bieten hat. Der Powerbutton sowie der Resetknopf befinden sich ebenfalls im Panel. Durch die hohe Anbringung des Powerbuttons, kann es leicht passieren, das man mit dem Knie an dieses kommt und einen unfreiwilliges Herunterfahren des Rechner auslöst.

Die Verpackung der Maus.
Die Front ohne der Plastikverkleigung.
Der Festplattenkäfig kann fünf HDDs aufnehmen,

Direkt darunter befindet sich eine Vorrichtung zum Einbau eines Floppylaufwerks sowie sechs weitere abnehmbare Frontblenden zum Einbau von 5 1/4" Komponenten, die durch das praktische Schienensystem einfach montiert werden können. Leider war bei unserem Testexemplar bei einer dieser Schienen ein Pin abgebrochen, was für den Anwender natürlich Umstände durch die Nachbestellung dieser Schienen bedeutet. Bei Auslieferung des Gehäuses finden sechs 5 1/4" Laufwerke im Gehäuse Platz. Je nach Bedarf lässt sich nach Demontage der Frontpanels und dem Fesplattenkäfig die Anzahl auf 11 erhöhen. Im Festplattenkäfig finden vier 3,5" Laufwerke Platz, die durch die altbewährten Einschubvorrichtungen vertikal platziert, und durch einen einfachen Hebel arretiert werden. Da die Schrauben im Käfig mit Gummipuffern versehen sind, werden die Platten entkoppelt, was den Geräuschpegel der Platten deutlich senkt. Im laufenden Betrieb des Rechners sind die Festplatten, durch die Geräuschreduktion, kaum mehr wahrzunehmen. Selbst die Vorrichtungen zur Befestigung 3 optionalen Gehäuselüfter sind durch Gummivorrichtungen gepuffert, um jedes Schwingungsgeräusch zu verringern. Die vier ausklappbaren Standfüsse für einen festen Stand des Gehäuses, sind sehr leichtgängig, und klappen sich beim Anheben des Gehäuses sehr gern von allein ein.

Es wird Platz für 7 Steckkartenslots geboten, die wie gewohnt bei Aplus mit der simplen Turn&Click Bewegung befestigt werden. Manchmal hakt dieser Mechanismus ein wenig, aber nach zwei bis dreimal üben ist auch dies keine Hürde mehr.

Die Laufwerksbefestigungen.
Durch das Schienensystem lassen sich Laufwerke sehr einfach montieren.
Steckkarten werden durch die Turn&Click Technik befestigt.

Die Frontblende wird seitlich von zwei LED-Leisten in ein dezentes blau gehüllt. Diese lassen sich ohne Probleme mit einem unter der Frontblende angebrachten Knopf abschalten. Desweiten verfügt das Gehäuse auch über eine Unterbodenbeleuchtung, die sich wahlweise auf Dauerlicht oder langsames bis schnelles blinken einstellen lässt. Der Regler hierfür befindet sich ungünstigerweise am Boden des Gehäuseinneren und lässt sich nur durch öffenen des Towers an- bzw. abschalten.

Die Seitenblenden sind standardmässig mit je 2 Thumbscrews befestigt und bieten jeweils ein sehr grosses Lüftungsloch/Blowhole mit einem Metallgitter, was sich fast über den gesamten Durchmesser der Seitenteile erstreckt. Jedes der beiden Lüftungslöcher verfügt über einen eigenen Staubfilter, der sich leicht reinigen lässt. Für die Sicherheit der Hardware sorgt ein Schloss an der linken Blende. Der Clou an der Sache: Die Laufwerke lassen sich nur von innen heraus lösen. Das heißt, dass der "Dieb" bzw. der Anwender die Laufwerke erst von innen lösen muss, damit sich die Hardware ausbauen lässt. Eine Türvorrichtung im inneren des Käfigs ermöglicht eine Bündelung der Kabelstränge mithilfe von sogenannten Spider-Screws. Allerdings kann man diese Funktion nur sinnvoll nutzen, wenn man mehr als vier 5 1/4" Laufwerke im Gehäuse verwendet.

 

 

 

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