Autor:
Marcel Reichelt
Fotos: René Reichelt
Testdatum: 23.08.2005
Apple Maus für den PC?!
Test: Apple Mighty Mouse für Mac & PC (Windows
Test!)
Der
Hype um den amerikanischen Computerhersteller Apple
reist nicht ab. Vor allem die berühmte Ipod Serie
bringt Apple jedes Jahr aufs neue steigende Gewinne.
Der Grund für diesen Erfolg dürfte schnell
gefunden sein, wenn man sich die Kombination von schickem,
außergewöhnlichem Design und guter Qualität
bei den Produkten anschaut.
Auch viele Windows-Nutzer wünschen sich in Punko
Design etwas Apple Feeling auf dem heimischen Schreibtisch.
Bislang konnte jedoch nur die originale Apple Tastatur
ohne größere Probleme an Windows Rechnern
betrieben werden, denn bei der Maus handelte es sich
um ein 1-Tasten-Modell, was zu Schwierigkeiten unter
Windows führte. Nun, als habe man das Hilfegebet
der verzweifelten PC-User erhört, hat Apple ganz
aktuell die 2-Tastenmaus auf dem Markt gebracht, die
diesmal auch als „Windows-Kompatibel“ deklariert
ist. Die in der Szene bereits als Innovation gefeierte
Maus bietet natürlich noch weitere kleine Neuerungen,
die bisher in der Apple Welt nur von Fremdherstellern
geboten wurden.
Wir haben die neue „Mighty Mouse“ von Apple
mit einem Windows System getestet. Alles Weitere könnt
ihr also im Folgenden lesen!
Lieferumfang
Die weiße Maus wird in einem sehr kompakten und
weniger überdimensionierten Karton ausgeliefert.
Im Karton ist gerade mal Platz für die Maus und
ein Handbuch, welches in verschiedenen Sprachen gehalten
ist, unter anderem auch in Deutsch.
Zudem liegt eine Treiber CD bei, die allerdings nur
für Mac OS Nutzer interessant sein sollte. An Windows
2000 und XP Systemen soll die Maus ohne zusätzliche
Treiber funktionieren.
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Die
Verpackung der Maus. |
Im
Karton lag eine Anleitung und eine CD bei, die
leider nur für Mac OS ist. |
Die
Mighty Maus. |
Allgemein
& Ausstattung
Die Maus hat sich als eines der wichtigsten Eingabegeräte
bei Computern mit Benutzeroberfläche (GUI) gemausert.
Ohne ihr geht fast gar nichts mehr. Vor allem Grafiker
und Spielefans würden ohne dem Nagetier auf dem
Schreibtisch recht aufgeschmissen sein. Denn sie erleichtert
das Arbeiten am Rechner ungemein.
Die allererste Computermaus erblickte das Licht der
Welt 1968 und wurde von Douglas C. Engelbart an der
Stanford University entwickelt. Die Firma Xerox entwickelte
die Maus schließlich weiter und wurde erstmals
1983 von Apple eingesetzt und durch Macintosh erfolgreich.
Schon
von Anfang an setzte Apple auf das Ein-Tasten-System,
womit nun die Einführung der Mighty Mouse eine
kleine Revolution für Mac User sein dürfte.
Denn erstmals gibt es von Apple eine Zweitastenmaus
mit einem Scrollrad, die zudem bis zu vier zusätzliche,
programmierbare Tasten bei der Verwendung von Mac OS
Tiger bietet.
Die Mighty Mouse wird außerdem die jetzt aktuelle
Mac Standardmaus ablösen. Uns wurde berichtet,
dass man das Vorgängermodell nicht mehr ausliefern
wird und jetzt nur noch Restbestände verkauft werden.
Danach wird es nur noch die Mighty Mouse von Apple zu
kaufen geben!
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Die
Maus besitzt eine glatte Oberfläche und ist
eher schlicht gehalten. |
Diese
kleine Kugel ist der "Scrollball". |
Die
Maus von vorn. |
Zunächst
möchten wir uns den Funktionen und dem Aussehen
zuwenden.
Die glatte Oberfläche der Maus sieht schlicht aus.
Maustasten sind keine zu erkennen. Lediglich im vorderen
Bereich lässt sich eine kleine Kugel, dem „360°
Scrollball“, im Gehäuse vorfinden.
Obwohl keine Tasten erkennbar sind, besitzt die Maus
eine rechte und linke Maustaste, die jedoch im Innern
der Maus sitzen. Die Technik ist ähnlich wie bei
den Vorgängermodellen. Beim Drücken der linken
oder rechten Seite wird die gesamte Oberschale der Maus
auf die Bodenplatte gedrückt, weshalb man den Eindruck
bekommt, immer noch eine Eintastenmaus vor sich zu haben.
Apple nennt diese Eigenschaft daher auch „Ein-Tasten-Design,
Mehrtasten-Wirkung“. Berührungsempfindliche
Sensoren registrieren beim Runterdrücken, mit welchem
Teil der Maus geklickt wird, ob mit der rechten oder
linken Seite.
Nutzer der älteren Applemäuse sollten also
beim Umsteigen keine Probleme bekommen und eine große
Umgewöhnung ist auch nicht nötig, da sich
eben immer noch die gesamte Oberschale beim Drücken
senkt. Natürlich lässt sich die neue Maus
auch zu einer Eintastenmaus umstellen.
Mit
dem oben angesprochenen „Scrollball“ ermöglicht
Apple erstmals auch das Scrollen, was vor allem Grafiker
und Surfer erfreuen wird. Als Scrollrad kommt eine kleine
Kugel zum Einsatz, die sich uneingeschränkt in
alle Richtungen drehen lässt. Sie ermöglicht
ein vertikales (auf und ab), ein horizontales (links
und rechts) und sogar ein diagonales Scrollen, was in
erster Linie bei der Bildbearbeitung Einsatz finden
soll.
Zusätzlich zum Scrollen, kann die Kugel auch als
dritte Maustaste verwendet werden.
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Die
Kugel lässt sich in alle Richtungen drehen. |
Die
Maus von der Seite. |
Links
und rechts ist jeweils einer dieser Sensoren zu
finden. Er fungiert als Zusatztaste. |
Die
Techniker aus Kalifornien haben neben der rechten, linken
und der mittleren Maustaste (Scrollball) noch zwei zusätzliche
an den Seiten angebracht. Jeweils ein Taster sitzt seitlich
im vorderen Bereich der linken und rechten Seite. Neben
der Kugel sind diese beiden auch als solche erkennbar,
da es sich bei diesen um separate Kunststoffelemente
handelt, die auch farblich leicht vom restlichen Gehäuse
abgesetzt sind.
Diese druckempfindlichen, sensorischen Tasten haben
bei der Nutzung von Mac OS die Funktion Programme aufzurufen.
Dies lässt sich allerdings in der Maussoftware
konfigurieren.
Eines sei auch schon vorweg genommen: Unter Windows
lassen sich diese beiden Tasten nicht programmieren,
da Apple keine Software für Windows Systeme mitliefert.
Hier kann man nur hoffen, dass bald auch ein Tool folgen
wird. Sie können lediglich als Vor- und Zurücktaste
beim Internet Browser benutzt werden.