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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse > Zubehör Seite 2/2

Das Display des SilveLeo ist ein blau beleuchtetes LCD (Liquid Crystal Display), welches, wie für LC-Displays typisch, einen etwas schlechten Betrachtungswinkel aufweist. Wer den PC unter dem Schreibtisch stehen hat, der muss sich, um die Anzeige richtig ablesen zu können, etwas nach unten beugen. Wenn das Display etwa auf Augenhöhe angebracht ist, sind alle angezeigten Daten jedoch gestochen scharf und können ohne Probleme abgelesen werden. Die Hintergrundbeleuchtung des Displays wird durch eine blaue LED ermöglicht, wodurch die Ausleuchtung nicht zu 100% homogen und dadurch nicht vergleichbar mit einer EL-Folie ist. Jedoch wird durch diese Art der Hintergrundbeleuchtung sichergestellt, dass die Farbe des Display`s genau der, der restlichen Beleuchtung der Lüftersteuerung entspricht. Hier sieht man, dass CoolerMate sich bei dem Design der Lüftersteuerung viel Mühe gegeben hat.

Als Display wurde ein LCD eingesetzt.
Das Display wird durch blaue LEDs beleuchtet.
Die Lufteinlässe werden indirekt von den LEDs beleuchtet.

Wie schon erwähnt befinden sich im unteren Bereich des SilverLeo`s wabenförmige Lufteinlässe. Wenn die Lüftersteuerung Strom erhält leuchten diese, da sie von den LEDs der Drehregler ebenfalls beleuchtet werden.

Neben den Lufteinlässen befinden sich zwei verchromte Taster, beide werden ebenfalls durch die LEDs der Drehregler indirekt beleuchtet. Der linke dieser beiden ermöglicht das Umschalten der Temperatursensoren und Lüfterkanäle, da auf dem Display immer nur zwei Temperaturen und zwei Lüftergeschwindigkeiten gleichzeitig angezeigt werden können.
Der andere Taster war zum Stoppen eines akustischen Signals, welches bei Lüfterausfall den Benutzer warnt und dieser einer möglichen Überhitzung entgegen wirken kann.

Zwei weitere Taster befinden sich unten rechts.
Das Display wird durch blaue LEDs beleuchtet.
Die Lufteinlässe werden indirekt von den LEDs beleuchtet.

Um einen Blick auf die Platine des SilverLeo zu werfen, muss das Gehäuse durch Lösen von sechs Schrauben abgenommen werden. Gut zu erkennen ist der Summer, der das akustische Warnsignal bei Lüfterausfall erzeugt. Außerdem können alle Kabel, die man nicht benötigt, ohne weiteres von der Platine getrennt werden. Dadurch kann unnötiger Kabelsalat im Gehäuse verhindert werden.

Verarbeitung
Die Verarbeitung des SilverLeo konnte uns voll und ganz überzeugen. Auf keinem Teil des Gehäuses befanden sich irgendwelche Kratzer oder Flecken. Die Ausschnitte für Display, Schalter und Drehregler und die Lufteinlässe wurden sehr sauber in die Frontplatte eingearbeitet. Die Aluminiumteile wiesen keinerlei scharfe Kanten auf, durch welche man sich hätte verletzten können.
Die Platine war ebenfalls sehr sauber gelötet und auch gut im Gehäuse befestigt. Das Display wies ebenfalls keinerlei Mängel wie Pixelfehler auf, allerdings war die Lesbarkeit, wie schon erwähnt, nur bedingt gut.

Praxis
Auch beim SilverLeo von CoolerMate haben wir wieder einen Praxistest durchgeführt, in dem wir alle Funktionen durchprobiert haben, wodurch wir uns auch ein Bild über die Bedienung machen konnten.

Zuerst wollen wir die Lüfterregulierung betrachten, bei der der vom Hersteller angegebene Regelbereich von 6V bis 11,5V ging. Den Regelbereich haben wir mit einem Multimeter von Voltcraft überprüft und kamen zu einem Regelbereich von 7,54V bis 12,05V, was vom angegebenen Regelbereich stark abweicht. Die sich daraus ergebende Spannungsdifferenz ?U von 4,51V ist unserer Meinung nach zu gering um alle Arten von Lüftern richtig zu regeln, da manche 12V-Modelle, wie der Titan AluFrame TFD-12025M12C, selbst auf 7,54V noch sehr laut sind.
Bei einem angesteckten Lüfter mit einer Leistung von 1,44 Watt änderte sich der Regelbereich relativ stark. Der Maximalwert für die Spannung liegt dann bei 11,80V und der Minimalwert bei 6,78V wodurch zwar die Spannungsdifferenz ?U auf 5,02V ansteigt, die Regelung sich aber auch nicht wirklich verbessert. Zusätzlich ist dies ein Zeichen dafür, dass die einzelnen Kanäle nicht sehr stark belastbar sind. Eine Angabe zur Belastbarkeit der Kanäle fehlt im Handbuch.

Wir haben im Test einige Lüfter an die Lüftersteuerung angeschlossen, um das Anlaufverhalten der Lüfter zu überprüfen.
Hierfür wurden die Lüfter aus dem Stillstand, entweder mit minimalster oder maximalster Stufe versorgt.

 
Min. Stufe
Max. Stufe
Noiseblocker S4 2,76W
läuft an
läuft an
ichbinleise 80/2000 1,44W
läuft an
läuft an
Arctic Cooling Arctic Fan3 1,92W
steht
läuft an
Y.S. Tech FD1281257B-2A 2,76W
läuft an
läuft an
Titan TFD-12025
läuft an
steht
Enermax 12M-3M 2,04W
läuft an
läuft an

Wie man an der Tabelle sieht, machte die Regelung keine großartigen Probleme, der Stillstand des Arctic Cooling Arctic Fan3 liegt nicht an der Lüftersteuerung sondern an dem Lüfter selbst, da dieser sehr langsam dreht und dadurch bei einer Spannung von 7,54V schon nicht mehr anlaufen kann.

In diesem Teil des Tests wollen wir natürlich nicht nur auf die Regelung der Lüfter näher eingehen, sondern auch auf die Bedienung und die Nutzung der anderen Funktionen.
Die Bedienung des SilverLeo ging sehr einfach, alle Funktionen erklären sich, auch wenn man das Handbuch nicht liest, von selbst und es kam zu keinen Problemen.
Bei den Drehreglern ließ sich einer nicht so leicht drehen wie die anderen, dieser schien einen mechanischen Widerstand aufzuweisen. Die Ursache dieses Problems konnten wir nicht herausfinden.

Alle anderen Features, wie die Temperatursensoren, das Stoppen bzw. Aktivieren des akustischen Warnsignals bei Lüfterausfall und das Umschalten zwischen den Temperatursensoren und Lüfterkanälen, funktionierten problemlos.

Fazit
Eine Empfehlung für den SilverLeo CMT-4 FCU von CoolerMate wollen wir an dieser Stelle nicht aussprechen, da er uns nicht wirklich überzeugt hat. Die Lüftersteuerung weist einen zu geringen Regelbereich an, wodurch sich nicht alle Lüfter jeden Herstellers ohne Probleme in den Flüsterbetrieb versetzen lassen.
Das Display war, wie für Liquid-Crystal Displays üblich, aus einem zu hohen Betrachtungswinkel nicht mehr lesbar.

In den Bereichen Optik und Verarbeitung machte der SilverLeo dafür Punkte. Die Verarbeitung des SilverLeo war mehr als ordentlich, lediglich einer der vier Drehregler ging etwas schwerer. Die Optik fanden wir sehr ansprechend, da CoolerMate einen guten Ausgleich zwischen einem schlichten Design und einer auffälligen Beleuchtung geschaffen hat. Beim Design hat CoolerMate sich sehr viel Mühe gegeben eine Linie einzuhalten, was ihnen auch sehr gut gelungen ist.

Wer nur ein optisches Highlight in seinem Rechner haben möchte und wem der geringe Regelbereich ausreicht, der kann sich den SilverLeo natürlich anschaffen, wer allerdings eine hochwertige Lüftersteuerung möchte, die für 29,95€ mehr als nur eine schönes Design bietet, der soll lieber zu einem anderen Modell gleicher Preisklasse greifen, das mehr zu bieten hat.

  Testergebnis
Kriterien Punkte
Lieferumfang: 7,5 /10
Verarbeitung: 10 /10
Regelbereich: 4,0 /10
Optik/ Design : 9,0 /10
Ergonomie: 8,0 /10
Preis/ Leistung: 5,0 /10
  Pro & Kontra
+
einheitliches Design - geringer Regelbereich
+
saubere Verarbeitung - schleche Belastbarkeit
+  schöne Beleuchtung -  keine ausführliche Anleitung

  Pro & Kontra
Preis: ca. 29,95 Euro
Hersteller: CoolerMate
Internetseite: www.coolermate.de


Kaufen könnt ihr den SilverLeo CMT-4 FCU bei PC-IceBOX.de

 

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