Das
Display des SilveLeo ist ein blau beleuchtetes LCD
(Liquid Crystal Display), welches, wie für LC-Displays
typisch, einen etwas schlechten Betrachtungswinkel
aufweist. Wer den PC unter dem Schreibtisch stehen
hat, der muss sich, um die Anzeige richtig ablesen
zu können, etwas nach unten beugen. Wenn das
Display etwa auf Augenhöhe angebracht ist, sind
alle angezeigten Daten jedoch gestochen scharf und
können ohne Probleme abgelesen werden. Die Hintergrundbeleuchtung
des Displays wird durch eine blaue LED ermöglicht,
wodurch die Ausleuchtung nicht zu 100% homogen und
dadurch nicht vergleichbar mit einer EL-Folie ist.
Jedoch wird durch diese Art der Hintergrundbeleuchtung
sichergestellt, dass die Farbe des Display`s genau
der, der restlichen Beleuchtung der Lüftersteuerung
entspricht. Hier sieht man, dass CoolerMate sich bei
dem Design der Lüftersteuerung viel Mühe
gegeben hat.
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Als
Display wurde ein LCD eingesetzt. |
Das
Display wird durch blaue LEDs beleuchtet. |
Die
Lufteinlässe werden indirekt von den LEDs
beleuchtet. |
Wie
schon erwähnt befinden sich im unteren Bereich
des SilverLeo`s wabenförmige Lufteinlässe.
Wenn die Lüftersteuerung Strom erhält leuchten
diese, da sie von den LEDs der Drehregler ebenfalls
beleuchtet werden.
Neben
den Lufteinlässen befinden sich zwei verchromte
Taster, beide werden ebenfalls durch die LEDs der
Drehregler indirekt beleuchtet. Der linke dieser beiden
ermöglicht das Umschalten der Temperatursensoren
und Lüfterkanäle, da auf dem Display immer
nur zwei Temperaturen und zwei Lüftergeschwindigkeiten
gleichzeitig angezeigt werden können.
Der andere Taster war zum Stoppen eines akustischen
Signals, welches bei Lüfterausfall den Benutzer
warnt und dieser einer möglichen Überhitzung
entgegen wirken kann.
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Zwei
weitere Taster befinden sich unten rechts. |
Das
Display wird durch blaue LEDs beleuchtet. |
Die
Lufteinlässe werden indirekt von den LEDs
beleuchtet. |
Um
einen Blick auf die Platine des SilverLeo zu werfen,
muss das Gehäuse durch Lösen von sechs Schrauben
abgenommen werden. Gut zu erkennen ist der Summer,
der das akustische Warnsignal bei Lüfterausfall
erzeugt. Außerdem können alle Kabel, die
man nicht benötigt, ohne weiteres von der Platine
getrennt werden. Dadurch kann unnötiger Kabelsalat
im Gehäuse verhindert werden.
Verarbeitung
Die Verarbeitung des SilverLeo konnte uns voll und
ganz überzeugen. Auf keinem Teil des Gehäuses
befanden sich irgendwelche Kratzer oder Flecken. Die
Ausschnitte für Display, Schalter und Drehregler
und die Lufteinlässe wurden sehr sauber in die
Frontplatte eingearbeitet. Die Aluminiumteile wiesen
keinerlei scharfe Kanten auf, durch welche man sich
hätte verletzten können.
Die Platine war ebenfalls sehr sauber gelötet
und auch gut im Gehäuse befestigt. Das Display
wies ebenfalls keinerlei Mängel wie Pixelfehler
auf, allerdings war die Lesbarkeit, wie schon erwähnt,
nur bedingt gut.
Praxis
Auch beim SilverLeo von CoolerMate haben wir wieder
einen Praxistest durchgeführt, in dem wir alle
Funktionen durchprobiert haben, wodurch wir uns auch
ein Bild über die Bedienung machen konnten.
Zuerst
wollen wir die Lüfterregulierung betrachten,
bei der der vom Hersteller angegebene Regelbereich
von 6V bis 11,5V ging. Den Regelbereich haben wir
mit einem Multimeter von Voltcraft überprüft
und kamen zu einem Regelbereich von 7,54V bis 12,05V,
was vom angegebenen Regelbereich stark abweicht. Die
sich daraus ergebende Spannungsdifferenz ?U von 4,51V
ist unserer Meinung nach zu gering um alle Arten von
Lüftern richtig zu regeln, da manche 12V-Modelle,
wie der Titan AluFrame TFD-12025M12C, selbst auf 7,54V
noch sehr laut sind.
Bei einem angesteckten Lüfter mit einer Leistung
von 1,44 Watt änderte sich der Regelbereich relativ
stark. Der Maximalwert für die Spannung liegt
dann bei 11,80V und der Minimalwert bei 6,78V wodurch
zwar die Spannungsdifferenz ?U auf 5,02V ansteigt,
die Regelung sich aber auch nicht wirklich verbessert.
Zusätzlich ist dies ein Zeichen dafür, dass
die einzelnen Kanäle nicht sehr stark belastbar
sind. Eine Angabe zur Belastbarkeit der Kanäle
fehlt im Handbuch.
Wir
haben im Test einige Lüfter an die Lüftersteuerung
angeschlossen, um das Anlaufverhalten der Lüfter
zu überprüfen.
Hierfür wurden die Lüfter aus dem Stillstand,
entweder mit minimalster oder maximalster Stufe versorgt.
| |
Min.
Stufe |
Max.
Stufe |
| Noiseblocker
S4 2,76W |
läuft
an |
läuft
an |
| ichbinleise
80/2000 1,44W |
läuft
an |
läuft
an |
| Arctic
Cooling Arctic Fan3 1,92W |
steht |
läuft
an |
| Y.S.
Tech FD1281257B-2A 2,76W |
läuft
an |
läuft
an |
| Titan
TFD-12025 |
läuft
an |
steht |
| Enermax
12M-3M 2,04W |
läuft
an |
läuft
an |
Wie man an der Tabelle sieht, machte die Regelung
keine großartigen Probleme, der Stillstand des
Arctic Cooling Arctic Fan3 liegt nicht an der Lüftersteuerung
sondern an dem Lüfter selbst, da dieser sehr
langsam dreht und dadurch bei einer Spannung von 7,54V
schon nicht mehr anlaufen kann.
In
diesem Teil des Tests wollen wir natürlich nicht
nur auf die Regelung der Lüfter näher eingehen,
sondern auch auf die Bedienung und die Nutzung der
anderen Funktionen.
Die Bedienung des SilverLeo ging sehr einfach, alle
Funktionen erklären sich, auch wenn man das Handbuch
nicht liest, von selbst und es kam zu keinen Problemen.
Bei den Drehreglern ließ sich einer nicht so
leicht drehen wie die anderen, dieser schien einen
mechanischen Widerstand aufzuweisen. Die Ursache dieses
Problems konnten wir nicht herausfinden.
Alle
anderen Features, wie die Temperatursensoren, das
Stoppen bzw. Aktivieren des akustischen Warnsignals
bei Lüfterausfall und das Umschalten zwischen
den Temperatursensoren und Lüfterkanälen,
funktionierten problemlos.
Fazit
Eine Empfehlung für den SilverLeo CMT-4 FCU von
CoolerMate wollen wir an dieser Stelle nicht aussprechen,
da er uns nicht wirklich überzeugt hat. Die Lüftersteuerung
weist einen zu geringen Regelbereich an, wodurch sich
nicht alle Lüfter jeden Herstellers ohne Probleme
in den Flüsterbetrieb versetzen lassen.
Das Display war, wie für Liquid-Crystal Displays
üblich, aus einem zu hohen Betrachtungswinkel
nicht mehr lesbar.
In
den Bereichen Optik und Verarbeitung machte der SilverLeo
dafür Punkte. Die Verarbeitung des SilverLeo
war mehr als ordentlich, lediglich einer der vier
Drehregler ging etwas schwerer. Die Optik fanden wir
sehr ansprechend, da CoolerMate einen guten Ausgleich
zwischen einem schlichten Design und einer auffälligen
Beleuchtung geschaffen hat. Beim Design hat CoolerMate
sich sehr viel Mühe gegeben eine Linie einzuhalten,
was ihnen auch sehr gut gelungen ist.
Wer
nur ein optisches Highlight in seinem Rechner haben
möchte und wem der geringe Regelbereich ausreicht,
der kann sich den SilverLeo natürlich anschaffen,
wer allerdings eine hochwertige Lüftersteuerung
möchte, die für 29,95€ mehr als nur
eine schönes Design bietet, der soll lieber zu
einem anderen Modell gleicher Preisklasse greifen,
das mehr zu bieten hat.
Testergebnis |
| Kriterien |
Punkte |
| Lieferumfang: |
7,5
/10 |
| Verarbeitung: |
10
/10 |
| Regelbereich: |
4,0
/10 |
| Optik/
Design : |
9,0
/10 |
| Ergonomie: |
8,0
/10 |
| Preis/
Leistung: |
5,0
/10 |
|
Pro & Kontra |
+ |
einheitliches
Design |
- |
geringer
Regelbereich |
+ |
saubere
Verarbeitung |
- |
schleche
Belastbarkeit |
| + |
schöne
Beleuchtung |
- |
keine
ausführliche Anleitung |
|
Pro & Kontra |
|
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