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> Artikel > Hardwaretest > Cooler > Zubehör Seite 1/2

Autor: Marcel Reichelt
Fotos: René Reichelt
Testdatum: 18.10.2005

Die Paste aus Metall
Test: Coollaboratories Flüssigmetall Wärmeleitpaste

Wie wir schon in zahlreichen Testberichten erwähnten, ist die Kühlung der Hardwarekomponenten im Rechner äußerst wichtig. Vor allem die Grafikkarte und der Prozessor leiden sehr unter großer Hitze und müssen dementsprechend ausreichend gekühlt werden.
Viele, die ihren eigenen Rechner zusammen geschraubt haben, vernachlässigen bei der Kühlung der CPU oft einen Punkt, nämlich die Anwendung hochwertiger Wärmeleitpaste.
Diese Paste stellt eine bessere Verbindung zwischen CPU-Oberfläche und Kühler her, wodurch die Wärme schneller abgeleitet werden kann. Je nach Zusammensetzung unterscheiden sich diese Wärmeleitpasten in ihrer Wärmeleitfähigkeit.
Ist die Leitfähigkeit schlecht, ist automatisch die CPU Temperatur höher. Der Unterschied kann bei schlechten Pasten schon ein paar Grad ausmachen.

Der Hersteller Coollaboratories ist relativ neu in Deutschland vertreten und präsentiert eine nagelneue Flüssigmetallpaste. Diese soll weitaus bessere Kühlergebnisse liefern als herkömmliche Pasten.
Wir haben uns das neue Wunderprodukt mal genauer angeschaut und unsere Meinung dazu verfasst.

Ein Dankeschön geht an Stefan Heyer von Coollaboratory, der uns die Paste für einen Test zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank dafür!

Allgemein
Die Paste wird in einen gepolsterten Briefumschlag an den Anwender geschickt. Neben der Spritze, die mit ca. 1g des Flüssigmetalls gefüllt ist, liegt auch eine sehr ausführliche Textanleitung im Umschlag. Dort wird eigentlich auf alles Wichtige eingegangen. Wer dennoch Probleme haben sollte, kann sich auf der Internetseite des Herstellers weitere Infos holen.

Wärmeleitpasten gibt es wie Sand am Meer. Bekannte Vertreter sind unter anderem die Pasten von Artic Silver oder Titan.
Vor allem aber Artic Silver hatte sich mit der AS III Paste einen Namen gemacht und war lange Zeit die beste Wärmeleitpaste, die man auf den Markt bekommen konnte.
Die Wärmeleitfähigkeit der Pasten lag zwischen den Bereich 2 bis ca. 10 W/mk. Einige Pasten basierten auf Silikon, die anderen auf Metalloxiden, z.B. Silber, wobei die Metallanteile immer sehr gering waren, um eine Leitfähigkeit von Strom auszuschließen.

In der kleinen Spritze sind lediglich 1g Paste.
Die Spitze der Spritze ist sehr dünn.
Eine unserer Test-CPUs.

Einen anderen Weg geht hier Coollaboratory mit ihrem Flüssigmetall. Es wurde vollkommen auf andere Zusätze verzichtet. Man verwendete ausschließlich Metalllegierungen. Daher ist die Konsistenz der Paste vollkommen anders als bei gewöhnlichen Produkten. Vergleichbar ist die Konsistenz mit Quecksilber, das z.B. in älteren Thermometern eingesetzt wurde. In einigen Foren wurde sogar schon darüber spekuliert, ob es sich nicht doch um Quecksilber handle, aber hier kann Entwarnung gegeben werden!
Dadurch, dass Flüssigmetall verwendet wurde, muss bei der Anwendung äußerst vorsichtig vorgegangen werden, da die Paste elektrischen Strom leiten kann.

Des Weiteren dürfen nur CPU Kühler verwendet werden, deren Bodenplatte aus Kupfer, Silber oder Nickel besteht. Bei Aluminiumkühlern kann es zu einer Oxidierung zwischen Kühler und Flüssigmetall kommen. Daher sollte man auf den Einsatz von Alu Kühlern vollkommen verzichten!

Der Hersteller gibt in der Anleitung und auf der Internetseite an, dass die Flüssigmetallpaste die Wärme um den Faktor 9 bis Faktor 150 besser ableiten soll, als herkömmliche Pasten. Die Coollaboratory Paste besitzt eine Leitfähigkeit von sage und schreibe 82 W/mk. Das soll vor allem auch daran liegen, dass das Metall in den kleinsten Zwischenräumen fließt und alle Unebenheiten ausgleicht.

Praxis & Anwendung
Anders als bei herkömmlichen Pasten ist, neben den Inhaltsstoffen und der Konsistenz, auch die Anwendung. Denn der Aufwand, den man betreiben muss, um die Paste zu verwenden, ist recht hoch und man muss äußerst sorgfältig arbeiten.

Zur Reinigung des Kühlers eignet sich diese Kupferpolitur.
Nach dem die CPU und der Kühlerboden gesäubert sind, kann die Paste aufgetragen werden.
Es wird nur ein winziger Tropfen benötigt. Er sollte kleiner als dieser hier sein, für eine DIE dieser Größe.

Das wichtigste ist die Säuberung der CPU und der Bodenplatte des Kühlers. Es müssen alle Rückstände der alten Paste entfernt werden. Zudem muss CPU und Kühler frei von Fetten (z.B. Fingerabdrücke) oder Schmutz sein.

 

 

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