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> Artikel > Hardwaretest > Cooler > Zubehör Seite 2/2

Den Kupfer-CPU-Kühler kann man sehr gut mit Kupferpolitur reinigen. Der Boden sollte so lange gereinigt werden, bis man im Tuch, mit dem man poliert, keine Schmutzrückstände mehr findet. Anschließend ist der Kühler wieder wie neu. Wer über keine Kupferpolitur verfügt, kann auch 1/100mm Schleifpapier, Metallschliff oder normale Metallpolitur verwenden. Diese Mittel sind kostengünstig in Baumärkten oder gut sortierten Haushaltsmärkten zu finden.
Hat man CPU und Kühler gründlich gereinigt, kann das Metall aufgetragen werden.
Dazu genügt ein winziger Tropfen aus der Spritze. Man staunt echt nicht schlecht, wie viel man aus einem mini Tropfen herausholen kann. Die komplette CPU Fläche lässt sich damit beschmieren.
Wie auch bei herkömmlicher Paste, muss diese nur hauchdünn aufgetragen werden! Sie soll lediglich die Unebenheiten ausgleichen.
Verstreichen kann man das Metall mit Hilfe eines kleinen Pinsels. Wie sich im Test herausstellte, kann man aber auch ein kleines Stückchen Küchentuch verwenden. Damit lässt sie sich auch sehr schön verteilen.

Die Paste kann u.a. mit einem weichen Pinsel verstrichen werden.
Die Paste fertig aufgetragen. Sie sollte noch etwas dünner als hier aufgetragen werden!

Wichtig: Das Flüssigmetall ist elektrisch leitend und sollte daher nicht auf dem Mainboard verteilt werden, sondern nur auf der DIE der CPU.
Da man nur eine sehr geringe Menge verwendet, sollte die Spritze für ca. 15 Anwendungen ausreichen!

Nach dem Auftragen kann der Kühler auf den Prozessor montiert werden.
Hat man das geschafft, geht’s ans testen.
Unser Testsystem bestand aus folgenden Komponenten:

CPU AMD Athlon 64 3400+ (2,4 GHz)
Mainboard Abit KV8 Pro (Via K8T800 Pro)
Grafikkarte Galaxy 6600GT (1GHz Speicher) AGP
CPU-Kühler Thermalright XP 120
Arbeitsspeicher 2 x 512 Corsair CL 2,5 (DDR 400)
Festplatte/n Samsung 160 GB (7400 U/min, SATA)
CD-Laufwerke/ Brenner etc. LG 8x DVD Brenner, LiteOn 52x CD-Brenner
Sonstiges:  DVB-T Karte, Hauppauge TV-Karte analog, LianLi V1000 e-ATX Case
Gehäuselüfter: 
1x 120mm Fan an Rückseite

Leider standen uns zum Testzeitpunkt nur eine Vergleichspaste zur Verfügung, nämlich die sehr gute Artic Silver III mit einer Leitfähigkeit von 9 W/mk. Die Coollaboratory Paste besitzt eine Leitfähigkeit von sage und schreibe 82 W/mk. Bis jetzt gab es keine Wärmeleitpaste mit solch einem hohen Wert.
Doch was bringt die Paste in der Praxis? Hier unsere Messwerte:

Modell Temperaturen (Leerlauf)
Coollaboratory Flüssigmetall 45°C
ArticSilver III 52°C

Modell Temperaturen (Volllast)
Coollaboratory Flüssigmetall 53,5°C
ArticSilver III 60°C
Kühlsystem: Asetek Vapochill Micro (~840 U/min)  

Die Messwerte sprechen sicherlich für sich.
Man kann aber jetzt schon sagen, dass das Flüssigmetall eine wirklich beachtliche Wärmeleitfähigkeit besitzt. Im Leerlaufbetrieb sind die Messwerte um ca. 7°C gesunken. Unter Volllast ist unser Kühler wahrscheinlich langsam an seine Grenzen gestoßen. Hier beträgt die Differenz gute 6,5°C.
Die Werte können natürlich, je nach Kühler und Testkonfiguration, variieren!

Wer das Flüssigmetall irgendwann mal wieder loswerden möchte, der muss leider einen ähnlichen Aufwand wie beim Auftragen anwenden, denn sie lässt sich nicht einfach so wegwischen. Zum Entfernen muss man ebenfalls wieder eine Politur oder Metallschliff anwenden.

Fazit
Flüssigmetall im PC? Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, aber wie man den Testwerten entnehmen kann, ist es eine sehr gute Alternative zu herkömmlichen Wärmeleitpasten.
Die CPU Temperatur ist um ca. 6,5°C gesunken, was ein wirklich beachtliches Ergebnis ist.
Neben der guten Leistung der Paste konnte die ausführliche Anleitung im Lieferumfang punkten. Sie beschreibt die Anwendung des Metalls sehr genau und das alles in Deutsch.
Negative Aspekte können wir allerdings auch nicht verschweigen. Zu nennen wäre hier der recht hohe Arbeitsaufwand um die CPU und den Kühler nach und vor der Nutzung zu reinigen. Zudem kann die Leitfähigkeit des Materials viele User abschrecken. Wer noch keine Übung mit Auftragen von Wärmeleitpaste hat, sollte vielleicht vorher etwas mit Billigpaste üben, bevor er die Coollaboratory Paste verwendet.
In Punkto Leistung ist das Produkt vollkommen zu empfehlen! Für die Innovation erhält die die Flüssigmetallpaste den TWINSBYTE.de Award!

  Award
Aufgrund der überzeugenden Leistung erhält das innovative Produkt Coollaboratory Flüssigmetall den TWINSBYTE.de Award!
  Pro & Kontra
+
Kühlergebnisse - hoher Arbeitsaufwand!
+
gute Dokumentation - elektr. leitend!

  Zusätzliche Informationen
Preis: 7,90 Euro
Hersteller: Coollaboratory
Internetseite: coollaboratory.com

Update (16.11.05): Die Coollaboratory Wärmeleitpaste ist jetzt exklusiv bei Innovatek im Online-Shop erhältlich. Der Wasserkühlungsspezialist übernimmt zudem die Distribution für Deutschland. In Zukunft sollten dann noch weitere Shops folgen, die das Flüssigmetall dann anbieten. Zum Shop geht's hier lang!

 

 

 

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