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> Artikel > Hardware > PC-Komponenten > Grafikkarten/Mainboards Seite 3/6

nForce 4 Chipsatz
Mit der nForce 4-Serie will nVidia an die glanzvolle nForce 2 Ära anknüpfen. Der vierte nForce-Streich punktet mit einer Reihe innovativer Technologien: Die 3D-Karte steckt künftig im PEG-Steckplatz (PCI-E 16x), weitere Karten werden in bis zu drei 1x- oder bis zu fünf herkömmlichen PCI-Slots gesteckt.
Es gibt drei Ausführungen des nForce 4: Die „Sparversion“ nForce 4 läuft mit Sockel 754 und 939, taktet die Hypertransport-Verbindung aber nur mit 800 MHz. Platinen mit dem von uns getesteten nForce 4-SLI beschränken sich vorerst auf den Sockel 939, rennen aber mit vollen 1 GHz Hypertransport. Besonders Platten im Raid-Verbund profitieren beim SLI-Modell von Serial ATA 2 mit 300 MB/s – doppelt so viel wie SATA 1 (150 MB/s). Der einzige Unterschied zwischen der SLI- und der Ultra-Variante liegt darin, dass der nForce 4 SLI den Betrieb von zwei Grafikkarten gleichzeitig erlaubt.
Wie beim nForce 3 strich nVidia auch leider beim nForce 4 den nForce-2-Soundstorm mit Dolby-Digital-Lizenz. Stattdessen wird 7.1 Sound nach AC’97 Standard angeboten.
Sicherheit wird immer wichtiger - deshalb übernimmt beim nForce 4 Ultra/SLI ein Active Armor genannter Chipteil rechenintensive Firewall-Aufgaben von der CPU. Gegenüber einer Software-Firewall senkt er die Prozessorlast von rund 60 % auf 10 %. – und lässt somit mehr Leistung übrig für CPU-hungrige Spiele. Die Firewall wird per Web-Interface konfiguriert.
Die übrigen nForce-Features: Raid-Funktion für die vier SATA- und zwei IDE-Ports sowie zehn USB 2.0 Anschlüsse. Firewire und besseren Onboard Sound können – wie auch beim Gigabyte Board geschehen – Hersteller mit extra Bauteilen realisieren.

Hier noch eine kleine Tabelle zu den unterschiedlichen nForce Varianten:

nForce 4
nForce 4 Ultra
nForce 4 SLI
Sockel
754/ 939
939
939
Hypertransport
800
1000
1000
IDE/SATA Ports
2/4 SATA 1
2/SATA 2
2/SATA 2
Hardware Firewall
Nein
Ja
Ja
SLI
Nein
Nein
Ja

Die SLI Technologie (Scalable Link Interface)
Nvidia hat für das Desktop-Segment drei nForce Chipsätze der vierten Generation auf den Markt geworfen. Grundlegend unterscheidet sich die SLI-Variante von Ultra und Standard nicht nur in der Ausstattung, sondern ihm stehen 20 frei konfigurierbare PCI Express Kanäle zur Verfügung, wohingegen die beiden anderen Varianten auf feste Konfigurationen (x16 für Grafik und die übrigen 4 Kanäle für Erweiterungs-Karten) zurückgreifen müssen. Dies bedeutet in der Praxis, dass nVidias nForce 4 SLI durchaus intelligent mit den PCI-Express Kanälen umgeht und diese je nach Betriebsart zuteilt. Um diese Abläufe zu steuern, kommt eine kleine Routingplatine zum Einsatz, welche dem Mainboard ebenfalls im Lieferumfang beiliegt. Die Bedienung der SLI-Routing-Platine (zum Ändern von SLI auf Normalmodus) gestaltet sich beim Gigabyte leider etwas fummelig. Grund ist der kleine Abstand zwischen den beiden Grafikkarten-PCIe-Slots. Das Mainboard muss erkennen, ob zwei Grafikkarten im SLI Modus betrieben werden sollen oder nicht. Dies geschieht über eine SLI Routing Platine. Diese muss je nach Betriebsart mit der einen oder mit der anderen Seite in den Slot eingeteckt werden. Dazu müssen die beiden Federn nach außen gedrückt und das Modul nach oben geklappt werden. Beim Einbau sind diese Schritte in der umgekehrten Reihenfolge zu durchfahren.
Man sollte dringend darauf achten, dass man das SLI-System mit ausreichend Power versorgt. Will man eine optimale Stromversorgung gewährleisten, wird man das System mit fünf (!) 12 Volt Anschlüssen beglücken müssen, welche nach Möglichkeit nicht von einem Strang stammen sollten. Für die Versorgung der Grafikkarten sind 6-polige Stecker vorgesehen, welche sich aber auch mit passenden Adaptern realisieren lassen - liegen entsprechenden Grafikkarten in der Regel immer bei.

Die PCI-Express Steckplätze sind nach dem Auspacken mit einem Aufkleber gekennzeichnet.
Mit dieser "Brücke" werden beide Grafikkarten verbunden.

Layout & Design
Das Layout ist, wie viele weitere Eckpunkte, ein sehr wichtiger Aspekt an einem Motherboard. So entscheidet das Layout in vielen Fällen über die Kompatibilität weiterer Komponenten, wie zum Beispiel Grafikkarten oder CPU-Kühlern.
Das komplette Layout ist gut durchdacht, alle Anschlüsse und Stecker sind wohlgeordnet auf dem Board verteilt. Für das leichtere Unterscheiden sind die Anschlüsse farbig codiert. Ebenfalls verfügt das GA-K8NXP-SLI über einen aktiven Kühler auf dem Chipsatz. Dieser kann allerdings nicht gegen eine passive Version getauscht werden, da sich der obere PCIe-Steckplatz auf gleicher Höhe befindet und eine dort eingesteckte Grafikkarte über den Chipsatz hinaus ragt.
Die Speicherbänke sind für den Dual-Channel-Modus ebenfalls farblich gekennzeichnet. Leider sind diese dann direkt nebeneinander und verhindern somit eine effektivere Kühlung des Speichers, wie z.B. beim Asus A8V, wo eine Bank frei ist.
Die Anschlüsse für den Firewire-Port und die weiteren USB-Ports befinden sich in einer Reihe am unteren Ende des Mainboards.

Vier von insgesamt acht SATA Abschlüssen.
Die roten Anschlüsse sind vier weitere SATA Anschlüssmöglichkeiten, die drei gelben sind für USB.
Das Board zusammen mit den mitgelieferten Karten.

Der Bereich mit den Anschlüssen für das Front-Panel, den Serial-ATA Ports und dem Anschluss für den SATA-RAID wurde bestens gelöst, da alle genannten Steckplätze absolut unkompliziert und direkt zu erreichen sind. Die Front-Panel Pins sind zudem noch farbig markiert und ersparen einem somit einen zusätzlichen Blick in das Handbuch.

Bios
Das Bios wird beim Einschalten des Computers stets als erstes geladen. Es ist direkt auf dem Mainboard Chip gespeichert. Vom Design her ist daher nichts großes zu Erwarten, da Treiber beim Bios gänzlich fehlen bzw. auch keinen Sinn machen. Dementsprechend zeigt sich auch das Bios des Gigabyte schlicht im Dosgewand. Der Aufbau und die Einstellungen sind schnell verstanden. Neben den Standardeinstellungsmöglichkeiten bietet das Board eine übersichtliche Overclockingfunktion. Weitere Details sind den Screenshots zu entnehmen.

Benchmarks zur Grafikkarte

Im Folgenden sind die Testergebnisse zu den einzelnen Benchmarks zu finden. Wir haben den Grafikkartentest mit dem Gigabyte GA-K8NXP-SLI durchgeführt, sodass die folgenden Ergebnisse auch die Leistung des Mainboards widerspiegeln.

Angaben zur Grafikkarte:

Hersteller: Gigabyte
Modell: GV-3D1
Chipsatz: 2x nVidia 6600 GT (SLI)
Speicher: 2x 128 MB DDR3
Taktung (RAM/GPU): 560 MHz / 500 MHz
Bemerkung: Doppel GPU Konzept

Wir testeten die Grafikkarte mit folgendem Testsystem:

CPU: AMD Athlon 64 3200+ Winchester @ 2010 MHz
Mainboard: Gigabyte GA-K8NXP-SLI
Grafikkarte: Gigabyte GV-3D1
CPU-Kühler: Arctic Silencer 64 TC ultra
Arbeitsspeicher: 2x512 MB DDR Kingston HyperX CL 2-2-2-5-1
Festplatte/n: 120 GB IBM, 160 GB Samsung
Laufwerke/ Brenner: NEC 3500a DVD Brenner
Gehäuselüfter:
4x 80mm

Sonstige Hardware:

Creative Audigy 2 ZS, Akasa PaxPower 460 Watt Netzteil
Betriebssystem: Windows XP Prof. SP2
DirectX Version: 9.0c
Grafikkartentreiber: nVidia Forceware 71.84
Chipsatztreiber: nForce 6.31

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