Wie
man bereits dem vorigen Text entnehmen konnte, ist der
Thermalright Kühlkörper mit einem ichbinleise
Fan bestückt. Es handelt sich dabei um ein Modell
mit 1000 Umdrehungen pro Minute. Daraus resultiert ein
sehr geringer Geräuschpegel von gerade einmal 19dB(A).
Wie man den Geräuschpegel wirklich während
des Betriebs empfindet, erfahrt ihr unter dem Punkt
„Praxis“.
Das Besondere an den 120mm Lüftern ist, dass man
trotz einer geringen Drehzahl eine große Fördermenge
an Luft hat, die über die eines 80mm Lüfters
liegt. Dadurch ist die Lautstärke um einiges geringer.
Bis vor kurzem wurden lediglich in Netzteile und Gehäusen
120mm Fans verbaut.
Angeschlossen wird der Lüfter über einen 3Pin
Molex Stecker, über den auch die Lüfterdrehzahl
kontrolliert werden kann.
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| Der
Lüfter ist mit Gummientkoppler am Kühler
montiert. |
Der
Kühler nochmal von der Seite. |
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Befestigt
ist das Monster nicht mit den beigelegten Klammern,
sondern ist schwingend befestigt. Gummihalterungen an
jeweils jeder Ecke halten den Lüfter fest und dienen
als Puffer. So können keine Vibrationen vom Lüfter
auf den Kühler übertragen werden, was Vorteile
in der Geräuschentwicklung bringt.
Der komplette Lüfter ist aus transparentem Kunststoff
gefertigt. Das hat auch seinen Grund, denn im Rahmen
des Lüfters sind vier blaue LEDs eingelassen, die
den kompletten Fan in einem schönen Blau erstrahlen
lassen.
Durch die Rotation des Lüfters in der Mitte entsteht
ein sehr schöner Lichteffekt.
Verarbeitung
Die Verarbeitung aller Komponenten ist vollkommen mängelfrei.
Alle Materialien sind sehr sauber verarbeitet und der
vormontierte Kunststofflüfter überzeugt durch
seine tadellose Verarbeitung.
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| Die
Bodenplatte ist ebenfalls gut verarbeitet, ist
jedoch nicht auf Hochglanz poliert. |
Der
leichte Spiegeleffekt. |
In
dieser Ecke sitzt eine LED. Sie ist mit Heißkleber
befestigt und etwas schwer zu erkennen. |
Montage
Sei auch noch etwas kurz zur Montage des Kühlers
gesagt und wie dieser mit dem Mainboard verbunden wird
(Beschreibung für den Athlon64). Der erste Schritt
besteht darin, das mitgelieferte Retentionmodul aufs
Mainboard anzubringen, wenn es nicht schon vorher durch
einen anderen Kühler montiert worden ist.
Zur Montage müssen lediglich zwei Schrauben gelöst
und der Rahmen ausgetauscht werden. Im Anschluss muss
der Prozessor mit einer dünnen Schicht von Wärmeleitpaste
bestrichen werden.
Nun kommt der etwas kniffelige Teil der Angelegenheit.
Auf unserem MSI Mainboard war leider nicht genug Platz
für den Kühler. So störten bei der Montage
die Arbeitsspeicher und musste entfernt werden.
Zunächst sollte man den Kühler auf einer Seite
des Moduls einhaken und dann vorsichtig die andere Seite.
Am besten man nimmt sich einen Schraubendreher zur Hilfe.
Wenn alles eingehakt ist, sollte der Lüfter nur
noch an einen 3Pin Anschluss des Mainboards angeschlossen
werden und schon kann der Spaß beginnen.
Es stellte sich aber heraus, dass der Kühler, wie
auch schon sein kleiner Kollege, etwas die Arbeitsspeicherslots
blockiert. So ist es etwas fummelig, die Speicher wieder
in die Bänke zu bekommen.
Außerdem viel uns auf, dass die Heatpipes sehr
nah an den AGP Slot heran ragen, mit der Folge, dass
eine unserer Grafikkarten (Gigabyte 6800GT) mit einen
großen Kühler, nicht mehr einzubauen war.
Jedoch ist nicht nur der Kühler für die genannten
Probleme verantwortlich, sondern auch das Mainboardlayout
vom MSI K8N Neo Platinum trägt zu den Problemen
bei. So kann bei anderen Boards eine einwandfreie Montage
gelingen.
Praxis
Im Praxistest musste der Thermalright bzw. ichbinleise
Kühler seine Leistung unter Beweis stellen. Die
gemessenen Werte wurden mit der internen Temperaturdiode
der CPU ausgelesen. Zum Anzeigen der Werte benutzen
wir die Software MotherBoardMonitor in der aktuellsten
Version.
Die Zimmertemperatur lag bei ca. 22°C und das Gehäuse
war während des Tests geöffnet.
Für
den Test wurde folgende Testkonfiguration verwendet:
| CPU |
AMD
Athlon 64 3400+ Sockel 745 (2,4 GHz) |
| Mainboard |
MSI
K8N Neo Platinum (nForce 3 250) |
| Grafikkarte |
Galaxy
6600 GT |
| CPU-Kühler |
Xice
EC600 (externe Wasserkühlung) |
| Arbeitsspeicher |
2x
512 MB Corsair ValueRAM CL2,5 PC400 |
| Festplatte/n |
Seagate
160 GB (7400 U/min, UDMA 100) |
| CD-Laufwerke/
Brenner etc. |
LG
8x DVD Brenner, LiteOn 52x CD-Brenner |
| Sonstiges: |
Netzwerkkarte,
DVB-T Karte, Hauppauge TV-Karte analog |
Die Tests
wurden zum einen unter Volllast durchgeführt und
zum anderen bei Leerlauf. Die 100%ige Volllast erzeugten
wir mit dem Tool Prime95.
Als Vergleichskühler wurden ein Scyth CPU Kühler
und der kleine Bruder, der XP90 mit montiertem Noiseblocker
Lüfter (Noiseblocker Ultra Silent Fan SE2, 92mm,
1700 U/min) herangezogen.
Nun
zu den Testergebnissen:
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Referenzmodell(e)
Testkandidat |
Hier
kann man deutlich erkennen, was für Potential im
Kühler steckt. Im Leerlaufbetrieb ist der XP120
um drei Grad kühler und das, obwohl der XP90 mit
einem wesentlich schneller drehenden Lüfter ausgestattet
war (Noiseblocker Ultra Silent Fan SE2, 92mm, 1700 U/min).
Unter Volllast schafft der große Bruder die gleiche
Temperatur von 47°C. Zwar liegen hier beide Kühler
gleich auf, doch man muss auch wieder die Drehzahl und
natürlich den Geräuschpegel berücksichtigen.
Der ichbinleise XP120 ist im Betrieb kaum hörbar
und somit wesentlich leiser, als der andere 90mm Lüfter.
Je nach Wunsch kann auch noch ein 7Volt Adapter oder
eine Lüftersteuerung angeklemmt werden. Unter 7Volt
ist der ichbinleise Fan gar nicht wahrnehmbar und die
Temperaturen, vor allem unter Volllast, noch knapp an
der Grenze. In warmen Zeiten raten wir jedoch dazu,
den Lüfter wieder auf 12 Volt laufen zu lassen
oder eine gute Gehäusekühlung zu installieren.
Fazit
Einfach wunderbar – viel mehr kann man zum ichbinleise®
Cooler1210 einfach nicht mehr sagen. Die sehr gute Kühlleistung
und die sehr geringe Geräuschentwicklung sind wirklich
klasse. Zudem ist der Kühler unein-geschränkt
für Silentsysteme geeignet.
Zwar sind die Kühlerdimensionen bei einigen Mainboards
problematisch, wie sich herausstellte, doch dafür
ist die Kühlleistung bis jetzt die Beste, die wir
bei unseren Athlon 64 Kühlern gesehen haben.
Als netten Nebeneffekt erhält man neben der Kühlung
auch etwas fürs Auge. Der 120mm Fan mit eingebauten
LEDs sieht schick aus und macht schon was her.
Die entkoppelte Montage zwischen Fan und Kühlkörper
ist eine gute Lösung gegen nervige Vibrationen.
Jeder, der sich einen leisen Kühler kaufen möchte
mit super Kühlleistung und etwas fürs Auge
haben möchte, kann uneingeschränkt zum ichbinleise®
Cooler 1210 greifen. Allerdings muss er dafür 74,90
Euro bezahlen, was nicht gerade wenig ist.
Zu
Kaufen gibt es den Kühler bei ichbinleise.de!