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> Artikel > Hardwaretest > Cooling > CPU-Kühler Seite 2/2

Wie man bereits dem vorigen Text entnehmen konnte, ist der Thermalright Kühlkörper mit einem ichbinleise Fan bestückt. Es handelt sich dabei um ein Modell mit 1000 Umdrehungen pro Minute. Daraus resultiert ein sehr geringer Geräuschpegel von gerade einmal 19dB(A). Wie man den Geräuschpegel wirklich während des Betriebs empfindet, erfahrt ihr unter dem Punkt „Praxis“.
Das Besondere an den 120mm Lüftern ist, dass man trotz einer geringen Drehzahl eine große Fördermenge an Luft hat, die über die eines 80mm Lüfters liegt. Dadurch ist die Lautstärke um einiges geringer. Bis vor kurzem wurden lediglich in Netzteile und Gehäusen 120mm Fans verbaut.
Angeschlossen wird der Lüfter über einen 3Pin Molex Stecker, über den auch die Lüfterdrehzahl kontrolliert werden kann.

Der Lüfter ist mit Gummientkoppler am Kühler montiert.
Der Kühler nochmal von der Seite.
--
Der Kühler im Betrieb.

Befestigt ist das Monster nicht mit den beigelegten Klammern, sondern ist schwingend befestigt. Gummihalterungen an jeweils jeder Ecke halten den Lüfter fest und dienen als Puffer. So können keine Vibrationen vom Lüfter auf den Kühler übertragen werden, was Vorteile in der Geräuschentwicklung bringt.
Der komplette Lüfter ist aus transparentem Kunststoff gefertigt. Das hat auch seinen Grund, denn im Rahmen des Lüfters sind vier blaue LEDs eingelassen, die den kompletten Fan in einem schönen Blau erstrahlen lassen.
Durch die Rotation des Lüfters in der Mitte entsteht ein sehr schöner Lichteffekt.

Verarbeitung
Die Verarbeitung aller Komponenten ist vollkommen mängelfrei. Alle Materialien sind sehr sauber verarbeitet und der vormontierte Kunststofflüfter überzeugt durch seine tadellose Verarbeitung.

Die Bodenplatte ist ebenfalls gut verarbeitet, ist jedoch nicht auf Hochglanz poliert.
Der leichte Spiegeleffekt.
In dieser Ecke sitzt eine LED. Sie ist mit Heißkleber befestigt und etwas schwer zu erkennen.

Montage
Sei auch noch etwas kurz zur Montage des Kühlers gesagt und wie dieser mit dem Mainboard verbunden wird (Beschreibung für den Athlon64). Der erste Schritt besteht darin, das mitgelieferte Retentionmodul aufs Mainboard anzubringen, wenn es nicht schon vorher durch einen anderen Kühler montiert worden ist.
Zur Montage müssen lediglich zwei Schrauben gelöst und der Rahmen ausgetauscht werden. Im Anschluss muss der Prozessor mit einer dünnen Schicht von Wärmeleitpaste bestrichen werden.
Nun kommt der etwas kniffelige Teil der Angelegenheit. Auf unserem MSI Mainboard war leider nicht genug Platz für den Kühler. So störten bei der Montage die Arbeitsspeicher und musste entfernt werden.
Zunächst sollte man den Kühler auf einer Seite des Moduls einhaken und dann vorsichtig die andere Seite. Am besten man nimmt sich einen Schraubendreher zur Hilfe.
Wenn alles eingehakt ist, sollte der Lüfter nur noch an einen 3Pin Anschluss des Mainboards angeschlossen werden und schon kann der Spaß beginnen.
Es stellte sich aber heraus, dass der Kühler, wie auch schon sein kleiner Kollege, etwas die Arbeitsspeicherslots blockiert. So ist es etwas fummelig, die Speicher wieder in die Bänke zu bekommen.
Außerdem viel uns auf, dass die Heatpipes sehr nah an den AGP Slot heran ragen, mit der Folge, dass eine unserer Grafikkarten (Gigabyte 6800GT) mit einen großen Kühler, nicht mehr einzubauen war. Jedoch ist nicht nur der Kühler für die genannten Probleme verantwortlich, sondern auch das Mainboardlayout vom MSI K8N Neo Platinum trägt zu den Problemen bei. So kann bei anderen Boards eine einwandfreie Montage gelingen.

Praxis
Im Praxistest musste der Thermalright bzw. ichbinleise Kühler seine Leistung unter Beweis stellen. Die gemessenen Werte wurden mit der internen Temperaturdiode der CPU ausgelesen. Zum Anzeigen der Werte benutzen wir die Software MotherBoardMonitor in der aktuellsten Version.
Die Zimmertemperatur lag bei ca. 22°C und das Gehäuse war während des Tests geöffnet.

Für den Test wurde folgende Testkonfiguration verwendet:

CPU AMD Athlon 64 3400+ Sockel 745 (2,4 GHz)
Mainboard MSI K8N Neo Platinum (nForce 3 250)
Grafikkarte Galaxy 6600 GT
CPU-Kühler Xice EC600 (externe Wasserkühlung)
Arbeitsspeicher 2x 512 MB Corsair ValueRAM CL2,5 PC400
Festplatte/n Seagate 160 GB (7400 U/min, UDMA 100)
CD-Laufwerke/ Brenner etc. LG 8x DVD Brenner, LiteOn 52x CD-Brenner
Sonstiges:  Netzwerkkarte, DVB-T Karte, Hauppauge TV-Karte analog

Die Tests wurden zum einen unter Volllast durchgeführt und zum anderen bei Leerlauf. Die 100%ige Volllast erzeugten wir mit dem Tool Prime95.
Als Vergleichskühler wurden ein Scyth CPU Kühler und der kleine Bruder, der XP90 mit montiertem Noiseblocker Lüfter (Noiseblocker Ultra Silent Fan SE2, 92mm, 1700 U/min) herangezogen.

Nun zu den Testergebnissen:

Modell Temperaturen (Volllast) mit AMD Athlon 64 3400+
Scythe Samurai (1400 U/min) 50°C
Thermalright XP90 (Noiseblocker
Ultra Silent Fan SE2, 92mm, 1700 U/min
47°C
ichbinleise Cooler 1210 (12 Volt) 47°C
ichbinleise Cooler 1210 (7 Volt) 62°C

Modell Temperaturen (Leerlauf) mit AMD Athlon 64 3400+
Scythe Samurai (1400 U/min) 36°C
Thermalright XP90 (Noiseblocker
Ultra Silent Fan SE2, 92mm, 1700 U/min
36°C
ichbinleise Cooler 1210 (12 Volt) 33°C
ichbinleise Cooler 1210 (7 Volt) 48°C
Referenzmodell(e) Testkandidat 

Hier kann man deutlich erkennen, was für Potential im Kühler steckt. Im Leerlaufbetrieb ist der XP120 um drei Grad kühler und das, obwohl der XP90 mit einem wesentlich schneller drehenden Lüfter ausgestattet war (Noiseblocker Ultra Silent Fan SE2, 92mm, 1700 U/min).
Unter Volllast schafft der große Bruder die gleiche Temperatur von 47°C. Zwar liegen hier beide Kühler gleich auf, doch man muss auch wieder die Drehzahl und natürlich den Geräuschpegel berücksichtigen.
Der ichbinleise XP120 ist im Betrieb kaum hörbar und somit wesentlich leiser, als der andere 90mm Lüfter. Je nach Wunsch kann auch noch ein 7Volt Adapter oder eine Lüftersteuerung angeklemmt werden. Unter 7Volt ist der ichbinleise Fan gar nicht wahrnehmbar und die Temperaturen, vor allem unter Volllast, noch knapp an der Grenze. In warmen Zeiten raten wir jedoch dazu, den Lüfter wieder auf 12 Volt laufen zu lassen oder eine gute Gehäusekühlung zu installieren.

Fazit
Einfach wunderbar – viel mehr kann man zum ichbinleise® Cooler1210 einfach nicht mehr sagen. Die sehr gute Kühlleistung und die sehr geringe Geräuschentwicklung sind wirklich klasse. Zudem ist der Kühler unein-geschränkt für Silentsysteme geeignet.
Zwar sind die Kühlerdimensionen bei einigen Mainboards problematisch, wie sich herausstellte, doch dafür ist die Kühlleistung bis jetzt die Beste, die wir bei unseren Athlon 64 Kühlern gesehen haben.
Als netten Nebeneffekt erhält man neben der Kühlung auch etwas fürs Auge. Der 120mm Fan mit eingebauten LEDs sieht schick aus und macht schon was her.
Die entkoppelte Montage zwischen Fan und Kühlkörper ist eine gute Lösung gegen nervige Vibrationen.
Jeder, der sich einen leisen Kühler kaufen möchte mit super Kühlleistung und etwas fürs Auge haben möchte, kann uneingeschränkt zum ichbinleise® Cooler 1210 greifen. Allerdings muss er dafür 74,90 Euro bezahlen, was nicht gerade wenig ist.

  Award
Für die sehr gute Kühlleistung und leisen Lüfter, erhält der ichbinleise Cooler 1210 den Twinsbyte.de Award!
  Testergebnis
Kriterien Punkte*
Lieferumfang: 10 /10
Verarbeitung: 9,5 /10
Geräuschpegel: 10 /10
Kühlleistung: 10 /10
Montage: 8,0 /10
Preis: 6,0 /10
  Pro & Kontra
+ Sehr gute Kühlleistung
+ sehr leise
+ Lüfter mit LEDs
- hoher Preis
- kann bei einigen Boards zu Problemen kommen (wegen Größe)

  Pro & Kontra
Preis: 74,90 Euro
Hersteller: MR Computer
Internetseite: www.ichbinleise.de

Zu Kaufen gibt es den Kühler bei ichbinleise.de!

 

 

 

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