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> Artikel > Hardwaretest > PC-Netzteile Seite 3/4

Silverstone Zeus Series ST52F 520 Watt
Silverstone hatten wir schon des Öfteren bei uns im Test, doch bis jetzt fast ausschließlich qualitativ hochwertige PC Gehäuse. Wie man sieht, bietet der Hersteller schon seit langem einige Netzteile an. Erst vor kurzem hatten wir ein gutes passives Netzteil des Herstellers im Test gehabt. Hier noch mal der Link!
Diesmal handelt es sich allerdings nicht um ein passives Netzteil, sondern um ein aktives mit Duallüfter System. Zwei 80mm Lüfter werkeln jeweils an der Unter- und an der Vorderseite des Netzteils, um die warme Luft aus dem Innern zu saugen. Die minimale Lautstärke ist mit 29 dB(A) angegeben. Je nach Balastung werden die Lüfter dann hoch oder runtergeregelt. Einer der beiden Lüfter lässt sich außerdem über das Bios kontrollieren und die Drehzahl über einen Stecker auslesen.
Die gute Kühlung ist bei diesem Modell auch wirklich nötig. Es liefert laut Hersteller echte 520 Watt und passt somit nicht ganz in die Testreihe. Doch wir haben es dennoch mit ins Roundup hinein genommen.

Hier die technischen Daten unseres Testexemplares:
- 520 Watt
- Zwei 80mm Lüfter (temperaturgeregelt)
- 24-/20-Pin Mainboard-Anschluss
- Extra VGA/HDD & PCI-Express Protector
- Support für ATX 12V 2.03 & EPS 12V
- zwei 12 Volt Schienen
- High Performance @ 12V: +12 Volt Leitung mit besonders hoher Leistung
- Aktive PFC

Hier noch eine Liste der einzelnen Leistungswerte:

Leitungen:
+3,3 Volt:
+5 Volt:
+12 Volt 1:
+12 Volt 2:
-5 Volt:
-12 Volt:
+5 Volt SB:
Maximum Load:
40 A
45 A
16 A
15 A
1,0 A
1,0 A
2,0 A

Die eben genannten Daten hören sich schon mal nicht schlecht an. Der Lieferumfang des Gerätes enthält keine Besonderheiten, sondern entspricht den Mindesanforderungen. Es lassen sich lediglich ein Netzkabel, ein 8 zu 4 Pin Adapter und ein 24 Pin zu 20 Pin Adapter für das Mainboardkabel finden. Ebenfalls mit enthalten ist eine dünne Anleitung mit den wichtigsten Informationen und und eine kleine Tüte mit vier Montageschrauben.

Der Lieferumfang.
Das Netzteil besitzt einen glänzenden hellen Lack, in dem sich Gegenstände leicht spiegeln.
Die Front des Netzteils.

Überzeugen kann die Ausstattung des Netzteils. Es bietet satte acht 4 Pin Anschlüsse, was man auch mindestens bei 520 Watt erwarten kann. Somit ist das Netzteil gut für Workstations oder Server geeignet, die über viele Festplatte verfügen.
Sehr zukunftsorientiert zeigt es sich durch die vier SATA Stecker, die bis jetzt kein Netzteil im Test bieten konnte. Zum Anschluss von Diskettenlaufwerke lassen sich zwei Molex Stecker vorfinden.
Wie unsere anderen Kandidaten auch, ist das Silverstone vollkommen PCI-E tauglich. Es bietet einen 24poligen Mainboardstecker (oder per Adpater 20 Pol) sowie einen 6 Pin Stecker zur Stromversorgung von PCI-E Grafikkarten. Auch User von Dualboards (EPS) kommen durch den 8 Pin Stecker auf ihre Kosten. Verfügt man über kein Dualboard, sondern über ein ganz normales Motherboard, kommt der 8 Pin zu 4 Pin Adapter zum Einsatz. Dieser stellt dann die Stromversorgung für aktuelle CPUs zur Verfügung.
Silverstone stattet das ST52F mit allerhand von Sicherheitsfeatures aus, so wie unsere anderen Modelle im Test auch. So bietet es z.B. einen Überspannungsschutz und viele weitere Features.
Für eine erhöhte Stabilität besitzt das Gerät zwei von einander getrennte 12 Volt Schienen.

Insgesamt stehen sieben 4Pin Anschlüsse zur Verfügung.
Hier der 24 zu 20 Pin und der 8 zu 4 Pin Adapter.
Der untere Lüfter.

Von außen ist es im typischen Silverstone Outfit gehalten. Die schwarz/ graue Lackierung haben fast alle Netzteile des Herstellers. Sie sieht ähnlich wie die von Be Quiet! aus, aber glänzt nicht so stark. Die Verarbeitung kann sich durchaus sehen lassen. Hier gibt es nichts zu bemängeln.

Das Netzteil von der Seite.
An der Rückseite sind kleine Luftlöcher zu finden.
Der 80mm Fan an der Front.

Positiv ist noch die recht lange Garantiezeit anzumerken. Silverstone bietet neben den gesetzlichen zwei Jahren noch ein drittes Jahr, ähnlich wie bei BeQuiet!.

Die Netzteile in der Praxis
Wie auch schon bei unseren vorigen Tests, möchten wir mit der Erläuterung unseres Testverfahrens beginnen, bevor wir näher auf die gemessenen Leistungen etc. eingehen.

  Erklärung unseres Testverfahrens

In diesen Teil möchten wir ganz kurz erläutern, wie wir die Messwerte ermitteln und welche Tests wir zudem noch durchführen.
Die Spannungswerte wurden einmal unter Leerlauf und zum anderen unter Volllast entnommen. Zum Auslesen der Spannungen nutzten wir ein digitales Multimeter. So sind die gemessenen Werte noch etwas genauer, als würde man sie über den PC auslesen. Die Messkabel werden durch einen Adapter direkt am Mainboardkabel angeschlossen.
Neben den normalen Messungen testeten wir das Netzteil auch noch im Extremmodus. Dazu wurden zwei zusätzliche Festplatten und eine spezielle 60 Watt Glühbirne mit angeschlossen, wodurch die Belastung des Netzteils nochmals erhöht wurde.

Hinweis: In Zukunft werden wir über eine richtige Teststation für Netzteile verfügen, wo wir die Netzteile und die einzelnen Leitungen (3,3-, 5- und 12 Volt) extrem belasten können. Die Belastung (Watt-Zahl) kann dann manuell gesteigert oder herabgesetzt werden. Die Station befindet sich im Moment noch in der Erprobungsphase.

Um den Stromverbrauch zu ermitteln, haben wir ein spezielles Messgerät der Firma Brennenstuhl zwischen Steckdose und Netzteil geschlossen. Dieses Gerät verrät uns dann den aktuellen Stromverbrauch in Watt, Ampere oder auch in VA. Da sich aber die meisten unter Watt mehr vorstellen können, listen wir die Testergebnisse in W (Watt) auf.
Gemessen wurde einmal im normalen Leerlauf, dann unter extremer Volllast und anschließend der Stromverbrauch im Standbymodus.

Die Tests wurden mit einem aktuellen Athlon 64 System durchgeführt. Hier die genaue Konfiguration:

CPU AMD Athlon 64 3400+ (2,4 GHz)
Mainboard MSI K8N Neo Platinum (nforce 3)
Grafikkarte Leadtek Winfast Geforce FX 5950 Ultra
CPU-Kühler Thermalright XP 90 mit Noiseblocker Lüfter
Arbeitsspeicher 2x 512MB Corsair CL2,5 Speicher
Festplatte/n Seagate 160 GB (7400 U/min, UDMA 100) / IBM 40 GB (7200 U/min)* / Quantum 10 GB (5400 U/min)*
CD-Laufwerke/ Brenner etc. LG 8x DVD Brenner, LiteOn 52x CD-Brenner
Sonstiges:  Netzwerkkarte, DVB-T Karte, Hauppauge TV-Karte analog
 
* zusätzliche Festplatten für Extremtest

Wichtig: Die Messwerte können von System zu System unterschiedlich sein, ebenso wie die ermittelte Lautstärke

 

 

 

 

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