Autor:
panni
Testdatum: 14.06.2005
Blau macht glücklich
Nachtest - Razer Diamondback Plasma Limited Edition (LE)
Die etlichen Awards, welche der jüngste Spross der Firma Razer (Vertrieb SPEED-LINK, Jöllenbeck GmbH) einheimste, sprechen im Grunde für sich. Bislang von einem konkurrenzlosen Gesamtkonzept gestützt, wurden alle Erwartungen erfüllt und die Fehler der Viper wett gemacht.
Mit einem detaillierten Hardwareupdate und einigen Softwareneuerungen will die Firma mit der grünen Schlange abermals unsichere Käufer locken und ihren Platz an der Marktspitze fester in den Stein meißeln - mit der Diamondback "Plasma" Limited Edition.
Diese Neuauflage des Testsiegers konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und präsentieren euch heute einige Aspekte dieses schönen Stücks Hardware.
Ein Dankeschön geht an dieser Stelle wie immer an Herrn Robert "Razerguy" Krakoff der Firma Razer,
der uns mit Informationen und Updates versorgte, sowie natürlich der deutschen Distribution SPEED-LINK und dessen nette Kontaktperson Kathrin Bachmann.
Beschreibung/Ausstattung
An der Grundausstattung des Diamondback Bundles hat sich im Grunde nur wenig geändert.
Neu hinzugekommen ist in der Limited Edition das LAN-Pack aus Neopren, mit welchem die Maus sicher auf Netzwerkparties transportiert werden kann. Reißverschluss und Material sind sehr stabil.
Des Weiteren im Lieferumfang enthalten sind die Maus sowie eine aktuelle TreiberCD.
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Die Plasma haust in einer nicht unscheinbaren Verpackung. |
Etliche Awards konnte sie schon einheimsen. |
Der Lieferumfang. |
Hier noch ein paar weitere Impressionen der Maus - für die, die sie noch nicht kennen:
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Die Diamondback. |
Geeignet für Rechts- und Linkshänder. |
Mit einer ergonomischen Form. |
Updates & Neuerungen
Der erst im Betrieb auffallende, neue blaue Schimmer der Maus stellt nur einen Kleinteil der Neuerungen der Plasma dar - jedoch den optisch ansprechendsten:
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Hier die neue Plasma auf einem QPAD IndiWEB LE. |
Im Gegensatz zur Magma und Chameleon Edition leuchtet sie anstatt rot blau. |
Hier zeigt sich eine weitere Neuerung: der optische >Infrarot< Sensor. |
Die Änderung am optischen Sensor fällt erst einem Vorbesitzer der Magma oder Chameleon Revisionen auf: hier wurde der Abtaster durch einen optischen Infrarotsensor ausgetauscht, was vermutlich von produktionstechnischen Gründen herrührt. Unseres Wissens nach verbessert dieser neue Infrarot-Sensor auch die bisher schon sehr gute Abtastgenauigkeit auf schwarzen Unterlagen. Es könnte allerdings auch durch den farblichen Effekt begründbar sein, schließlich hatte der "alte" Sensor ein rotes Eigenleuchten, was der Plasma-Edition wenig zu Gute kommen würde.
Razer hingegen begründet es mit Produktionsaspekten und weist darauf hin, dass der alte Sensor dem neuen in keinem Punkt hinterhersteht - kein Neukaufgrund also bis jetzt.
Das war's auch schon mit den optischen Neuigkeiten, nun kommen wir zur Software.
Dass die Diamondback Treiber mit dem Razer Customizer gut gelungen sind, ist mindestens seit der letzten 4.xxx Version bekannt.
Zeitgleich mit der Plasma LE releaste die Firma die Treiberrevision 5.0.9.0, welche ausschließlich für diesen Maustyp gedacht ist, nicht etwa für Viper oder Boomslang.
Nebst einigen Bugfixes in den Bereichen Windows-Sensivität-Bugs, Tastenzuordnungen, Makros und OnTheFly-Sensitivität zeigt sich eine Antwort auf Logitechs verzweifelten Versuch, wieder an die Spitze des Highendmaus Markts zu gelangen, was durch die aktuellste MX518 geschehen sollte. Diese besitzt anstatt der Bildlauftasten Umschalter für die optische Auflösung der Maus. Die unserer Meinung nach relativ unsinnige Möglichkeit des Auflösungsumschaltens wurde mit der neuesten Razer-Software ebenfalls eingebunden und funktioniert tadellos, sofern man es benötigt.
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Das Grundpanel des Diamondback Customizers. |
Alle Tasten sind vollständig belegbar und mit Makros individuell einstellbar. |
Endlich wurden auch die Acceleration-Bugs behoben. |
Gleichzeitig wurden in die erweiterte Sektion der Software weitere Sensitivitätseinstellungen gepfropft, der da wären: "Master Sensitivity Control", treiberseitige, von der in Windows eingestellen Empfindlichkeit abhängige Einstellung, basierend auf "Windows Speed Control", welche erstmals das direkte Einstellen der Windows-Mauszeigergeschwindigkeit außerhalb der dafür vorgesehenen Sparte der Systemsteuerung ermöglicht. Außerdem sind auch die Zeigerbeschleunigungsbugs behoben, welche auftraten, wenn die Razer-Mausgeschwindigkeit nicht auf dem Maximalwert (10) stand. Diese Beschleunigung lässt sich durch den "Master Acceleration Control"-Regler komplett ausschalten. Bei älteren Treiberversionen zeigte sich bei Windows XP auch bei deaktivierter Beschleunigung minimalste Zeigergeschwindigkeits-Änderungen beim schnellen Bewegen.
Fazit
Razer legte sich abermals nicht nur für das Optische ins Zeug, sondern veröffentlichte zeitgleich mit der Plasma Limited Edition einen neuen Treiber, welcher auch die zwei anderen Mausrevisionen bereichert.
Insgesamt sind alle Lösungen gut gelungen, die Maus arbeitet wie gehabt einwandfrei auf allen Oberflächen, die Razer Software ist gewohnt stabil und zeigen einige sinnvolle Neuerungen.
Einzig und allein bei der Auflösung der Maus im Treiber fehlt eine Möglichkeit, diese auf 800DPI zu beschränken (1600DPI und 400DPI sind momentan möglich). Da das von Logitech eingeführte Feature aber unserer Meinung nach wenig sinnvoll ist, wird dieses hier auch nicht bewertet, geschweigedenn als Negativpunkt gesehen.
Einen Neukauf ist die Plasma beileibe nicht wert - wer schon eine Diamondback besitzt, sollte sich überlegen, ob er nochmals 50€ für die blaue Version ausgeben will. Neulinge können jedoch bedenkenlos zuschlagen, sauberer Job, Razer.