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> Artikel > Hardwaretest > Cooling > Wasserkühlung Seite 2/4

Im Lieferzustand des Liquid Icer 2 ist der X-Freezer separat in einer Blisterverpackung verpackt. Um die Unterseite vor Kratzern zu schützen wurde auf ihr eine Schutzfolie aufgeklebt, welche vor der Verwendung des Kühlers abgezogen werden muss. Neben dem Kühler befinden sich in der Verpackung noch eine zusätzliche Montageanleitung, speziell für den X-Freezer, zwei Schraubanschlüsse mit 1/8“ Gewinde und die Anpressfedern samt Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben.

Die Gewinde sind sauber ins Acryl geschnitten.
Der Kühler aus einer anderen Perspektive.
Zum Säubern kann der Kühler zerlegt werden.

Beim X-Freezer 2 wurde die Technik eines Düsenkühlers mit Feinstruktur verwendet um die Wärme vom Prozessor abzuführen. Schon in unseren letzten Testberichten zu Kühlern verschiedener Hersteller, welche ebenfalls diese Technik einsetzen, sind wir auf das Prinzip der Düsenkühlung näher eingegangen und wie auch an Testwerten deutlich wird, ist diese Kühltechnik die momentan effizienteste. Um das Wasser zu beschleunigen und in einzelne Strahlen zu gliedern, wurde auf der Feinstruktur ein Düsenplättchen aus Edelstahl angebracht. Zur Reinigung des Kühlers kann dieses ganz einfach abgenommen werden. Durch insgesamt 25 feine Düsen wird das Kühlmedium auf die Feinstruktur gepresst.
Der x-förmige Boden des X-Freezer - welcher dem Kühler seinen Namen verleiht - wurde aus Kupfer gefräst. Die dünnste Stelle des Bodens beträgt 3mm, wodurch das Kupfer nicht viel Wärme aufnehmen kann, und diese somit direkt an das Kühlmedium abgeben muss. Die 100 Kupferpins, welche zur Oberflächenvergrößerung dienen, sind von einem Kanal umgeben, über den das Kühlmedium zum Auslass fließen kann.
Um nicht nur einen technisch, sondern auch einen optisch modernen Kühler zu erhalten, wurde der Deckel des Kühlers aus hellblauem Acryl gefertigt. Neben dem optischen Aspekt dient der Deckel durch die eingearbeiteten Montagebohrungen auch als Halterung. Zusätzlich befinden sich im Deckel zwei 1/8“ Gewinde, in die die beiden mitgelieferten Anschlüsse eingeschraubt werden können.
Während das beim X-Freezer der ersten Generation noch nicht der Fall war, sucht man Grate oder andere Unsauberheiten beim Nachfolger vergebens, ein weiterer Grund, den X-Freezer zu empfehlen.

Hier der Kupferboden im Detail.
Gut zu erkennen: 25 feine Düsen.
Die Unterseite ist gut poliert.
Die Acrylplatte.

Ausgleichsbehälter
Einen Produkttitel kennen wir leider nicht, aber auf den ersten Blick erinnerte uns der Ausgleichsbehälter, der dem Liquid Icer 2 beigelegt war, an den massiven Kühlkoloss der Firma ZALMAN namens Reserator. Während beim Reserator der Aluminiumausgleichsbehälter gleichzeitig als Wärmetauscher dient, sollte der blaue Winzling des Liquid Icer wohl kaum thermische Eigenschaften aufweisen. Er ist ebenfalls aus blau eloxiertem Aluminium gefertigt, bietet aber eine vergleichbar geringe Oberfläche, wodurch eine passive Kühlung unmöglich wird.
Dies ist allerdings auch nicht weiter nötig, denn der Ausgleichsbehälter soll in erster Linie ein einfaches und schnelles Befüllen und Entlüften des Kreislaufs ermöglichen. Auf der Oberseite des Ausgleichsbehälters findet sich eine, mit einem klaren Schraubverschluss versehene, großzügige Öffnung. Der klare Schraubverschluss ist mit einem Dichtungsring versehen, so dass der Ausgleichsbehälter in jeder Lage dicht bleibt.
Dem Ausgleichsbehälter wurden zusätzlich zwei Halterungen beigelegt, welche mit Hilfe von vier Thumbscrews mit ihm verschraubt werden können. Durch die beiden Aluminiumhalterungen kann der Ausgleichsbehälter sowohl stehend als auch liegend mit dem Gehäuse verbunden werden. Hierfür sind allerdings vier passende Löcher im Gehäuse nötig, welche notfalls gebohrt werden müssen.
Die Verarbeitung des Ausgleichsbehälters war sehr sauber. Nicht nur der Grundkörper, auch die Lamellen waren sauber eloxiert und alle Fräsungen wurden sauber entgratet.

Der kleine Aluminiumbehälter ist mit Lamellen versehen.
Dank zwei Halterungen kann der Behälter einfach montiert werden.
Mit vier Thumbscrews werden diese am AGB fixiert.
Die Halterung von unten.
Die feinen Lamellen sind sauber eloxiert.
Ein klarer Schraubverschluss lässt Einblicke und Befüllen zu.

Pumpe – Eheim 1046 230V
Als Pumpe setzt Revoltec eine Eheim 1046 ein. Für eine Wasserkühlung mit den Komponenten, wie man sie beim Liquid Icer 2 findet, ist die Leistung der Pumpe ausreichend. Mit einer Fördermenge von 300 Litern pro Stunde und einer vergleichbar geringen Leistungsaufnahme von 5W wird die Eheim 1046 heute von vielen Wasserkühlungsbesitzern genutzt, da sie sowohl qualitativ sehr hochwertig als auch günstig im Preis ist.
Der Nachteil der Eheim 1046 ist allerdings, dass sie noch mit 230V betrieben werden muss. Außerdem wurde die Eheim 1046, welche eigentlich eine Teichpumpe ist, mit einem Schuko Stecker versehen, welcher den Anschluss der Pumpe zusätzlich erschwert, da er nicht durch Slotblenden oder ähnliche Öffnungen aus dem Gehäuse geführt werden kann.
Zur Montage besitzt die Eheim 1046 extra einen Standfuß mit vier Langlöchern, durch die die Pumpe beispielsweise mit dem Gehäuse verschraubt werden kann. Für die Montage gibt es zusätzlich in zahlreichen Online-Shops eine schwingungsdämpfende Pumpenentkopplung. Diese fehlt beim Liquid Icer 2 leider.
Eine 12V Pumpe wäre für das Liquid Icer wesentlich komfortabler gewesen, würde allerdings den Preis noch einmal um einiges anheben.

Eine alte Bekannte: Die Eheim 1046.
Vollständig zerlegt.
Dieses kleine Pumpenrad fördert 300 l/h.
Die mit Anschlüssen versehene Eheim 1046.
 

 

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