Autor:
Basti
Testdatum: 17.03.2005
Dreier
Runde
Test: ScaroSystems ScaRex-7FAL,
ScaRex-7F
und ScorPlex
im Test
Wie
bei allen Teilen einer Wasserkühlung hat man auch
bei dem Kühler für den Prozessor eine große
Auswahl. Hier kann man sowohl zwischen verschiedenen
Bauarten, Kühltechniken, Materialien und optischen
Aspekten wählen. Wir haben heute gleich zwei Kühler
der deutschen Firma ScaroSystems im Test, den ScaRex-7F
mit Kupferboden und die Aluminiumvariante ScaRex-7FAL.
Zusätzlich haben wir noch einen Ausgleichsbehälter
aus gleichem Hause, der den Namen ScorPlex trägt,
näher betrachtet – zu diesem im zweiten Teil
des Artikels allerdings mehr. Wie die beiden Kühler
auf unserem Testsystem abgeschnitten haben und alle
übrigen Informationen zu allen drei Produkten könnt
ihr im folgenden Bericht nachlesen.
Die
Firma ScaroSystems sollte wohl den Wenigsten bekannt
sein, da sie erst seit kurzer Zeit aktiv auf dem deutschen
Markt ist, weswegen auch erst wenige Kühler der
ScaRex Serie existieren.
Für
die Bereitstellung der beiden Kühler und des Ausgleichsbehälters
danken wir ganz herzlich ScaroSystems!

ScaRex CPU-Kühler
Lieferumfang
Da wir die Vorserienmodelle der beiden ScaRex Kühler
erhalten haben, waren die Kühler nur in Luftpolsterfolie
eingehüllt, was sie vor Schlägen und Kratzern
schützen soll. Auf der Auflagefläche der beiden
Kühler war keine Schutzfolie aufgeklebt, was sich,
laut dem Hersteller allerdings bei den Serienmodellen
ändern soll. Neben den Kühlern erhält
man Befestigungsschrauben, Anpressfedern, Plastik-Unterlegscheiben
und Muttern zur Montage sowie eine Spritze mit 0,8g
Silikonwärmeleitpaste von Arctic-Cooling.
Der Kühler kann für verschiedene Montagevorrichtungen
erworben werden. Bei den verschiedenen Modellen ist
dann ein anderer Plexiglasdeckel montiert, in welchem
sich die Montagelöcher befinden.
Das von uns getestete ScaRex Modell ist für AMD64
Prozessoren mit den Sockeln 939 und 754 ausgelegt und
zusätzlich noch für AMD Prozessoren mit Sockel
A (462). Daher wurden dem Kühler auch vier der
Befestigungsschrauben beigelegt. Natürlich ist
der Kühler auch für Intel Systeme erhältlich.
Leider war im Lieferumfang noch keine Montageanleitung
enthalten, diese soll jedoch mittlerweile für Endkunden
beigelegt werden. Ob die Anleitung ausführlich
genug ist, um den Kühler auf dem Mainboard zu montieren,
können wir also nicht beurteilen.
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Die
Kupfervariante des ScaRex-7F. |
Und
der baugleiche Kühler aus Aluminium. |
Der
Lieferumfang. |
Im
Lieferzustand ist der Kühler bereits vollständig
montiert und alle Schrauben sind fest angezogen, weswegen
nur noch die Anschlüsse eingeschraubt werden müssen.
Hier muss man allerdings darauf achten, dass man die
Anschlüsse direkt beim Kauf der Kühler mitbestellt.
Grund dafür ist, dass hier spezielle, bisher nur
bei ScaroSystems erhältliche, Anschlüsse benötigt
werden, welche statt einem Dichtungsring jeweils zwei
besitzen. Andere Anschlüsse, mit nur einem Dichtungsring
dichten den Kühler leider nicht ab, was den ScaRex
Kühlern negativ anzurechnen ist.
Technische
Daten:
Anschlüsse: 1/4" Schraubgewinde
Sockel: AMD Athlon Sockel A, AMD64 Sockel 939 &
754 (auch erhältlich für Intel-Systeme)
Kühltechnik: Düsenkühler mit Feinstruktur
Material: Kupfer / Aluminium & Acryl (UV-aktiv)
Allgemeines
Wie auch schon beim von uns getesteten Cuplex Pro setzt
der ScaRex auf die Düsenkühl-Technik. Diese
unterscheidet sich von üblichen Kanalkühlern
in sofern, dass das Wasser nicht mehr durch einen vorgegebenen
Kanal geführt wird (Kanalkühler-Technik),
sondern durch eine Düse in viele einzelne, kleine
Strähle aufgeteilt wird und auf die Bodenplatte
des Kühlers „schießt“. Bei den
meisten der heutigen Kühler hat die Bodenplatte
im Bereich, in dem die Strähle auftreffen eine
Feinstruktur. Vorteil dieser Struktur – die Oberfläche
wird stark vergrößert, ähnlich wie bei
einem Kühlkörper, der z.B. auf der Grafikkarte
sitzt.
Die Art, auf die das Wasser aufgeteilt wird unterscheidet
sich bei den verschiedenen Herstellern etwas. Einige
setzen hier auf zusätzliche Platten mit feinen
Löchern zwischen Bodenplatte und Deckel, andere
arbeiten die Löcher direkt in den Deckel ein -
das Ergebnis ist allerdings bei allen das Selbe: Das
Wasser wird vor dem Auftreffen auf die Bodenplatte noch
einmal etwas beschleunigt. So auch beim ScaRex. Hier
wird das Wasser direkt beim Einlass im Deckel durch
insgesamt 21 Löcher mit einem Innendurchmesser
von ca. 0,7mm aufgeteilt und auf die rechteckige Feinstruktur
der Bodenplatte gepresst. Zusätzlich hat die zentrale
Position dieser Feinstruktur noch den Vorteil, dass
die Wärme des Prozessors an der wärmsten Stelle,
dem DIE abgeführt wird, was für bessere Temperaturen
sorgt. Zusätzlich weist der ScaRex um die Feinstruktur
noch einen rechteckigen Kanal auf, durch den das Wasser
zum Auslass gelangen kann und gleichzeitig die übrige
Fläche der Bodenplatte kühlt.
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Hier
werden die Anschlüsse hineingedreht. |
In
diesen wurden Düsenlöcher eingearbeitet. |
Die
Seitenansicht des Kühlers. |
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Die
Bodenplatte ist gerade einmal 3,25 mm dick. |
Die
Kühlfläche wurde sauber geschliffen
und poliert. |
Bei
der Aluversion gibt es keinen so schönen
Spiegeleffekt. |
Bei
ScaroSystems können zwei verschiedene Versionen,
mit unterschiedlichen Bodenplatten bestellt werden.
Bei der einen wurde die Bodenplatte aus Kupfer gefertigt,
bei der anderen aus Aluminium. Beide wurden nach der
Fräsung der Kanäle sauber poliert und von
Unsauberheiten befreit. Beide Bodenplatten sind nur
3,25mm dick. Durch diese geringe Dicke ist die Wärmeabgabe
etwas besser, als bei dickeren Bodenplatten, da nicht
so viel Wärme in der Bodenplatte gespeichert wird,
sondern schneller vom Wasser aufgenommen werden kann.
Die gesamte Kühlfläche der Bodenplatte beträgt
50mm x 50mm und wurde auf Hochglanz poliert um eine
optimale Auflagefläche zu gewährleisten. Die
Fläche, in der das Wasser zirkuliert ist natürlich
etwas kleiner und beträgt 30mm x 38mm. Diese wird
von einem Dichtungsgummi eingeschlossen, welcher die
Dichtheit zwischen Bodenplatte und dem, mit insgesamt
vier Inbusschrauben aufgeschraubten, Acryldeckel ermöglicht.
Das Besondere an diesem sonst so einfachen Acryldeckel
ist, dass unser Modell 10mm dickem, UV-aktivem Acryl
gefertigt ist, das bei Schwarzlicht blau leuchtet. Natürlich
sind auch die Montagebohrungen und die 1/4" Gewinde
für die Anschlüsse im Deckel eingearbeitet.
Wie schon erwähnt werden hier spezielle, nur bei
ScaroSystems erhältliche, Anschlüsse benötigt,
welche, durch einen zweiten Dichtungsgummi richtig abdichten.
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Zum
Reinigen lässt sich der ScaRex komplett zerlegen. |
Hier
in der Aluminiumvariante. |
Hier
die Düsenlöcher im Detail. |
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Die
Bodenplatte ist sauber gearbeitet. |
Mittig
sitzt die, zur Oberflächenvergrößerung
eingefräste, Feinstruktur. |
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