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> Artikel > Hardwaretest > Cooling > CPU-Kühler Seite 2/3

Verarbeitung & Design
Die Verarbeitung der beiden Kühlkörper war sehr sauber. Auf der Unterseite des Kupferkühlers war jedoch keine Schutzfolie aufgebracht. Daher waren einige kleine Kratzer in der Oberfläche. Die Fräsarbeiten am Acryl und an der Bodenplatte waren ohne Makel. Alle Grate wurden entfernt und die Flächen wurden plan geschliffen und poliert. Alle im Acryldeckel befindlichen Bohrungen wurden angesenkt, wodurch die Schraubenköpfe auf das Niveau der Acrylplatte gebracht werden und ein sauberes Bild entsteht. Vom Design her ist der Kühler eher schlicht gehalten. Der einzige optische Effekt ist, dass der Acryldeckel bei Bestrahlung mit UV-Licht (Schwarzlicht) beginnt blau zu fluoreszieren. Zusätzlich können in den Deckel zwei 5mm LED`s eingesteckt werden, die entsprechenden Bohrungen befinden sich seitlich vom Einlass. Der optische Effekt dabei ist natürlich besonders schick.

Einziges Manko in der Verarbeitung: wenige Kratzer auf der Unterseite.

Scarex_kratzer1.jpg einziges Manko in der Verarbeitung: wenige Kratzer auf der Unterseite

Montage
Die Montage der Kühlkörper ist, auch ohne Gebrauchsanweisung, sehr leicht. Wenn das Mainboard, auf dem der Kühler montiert werden soll, ein Retention Modul besitzt muss dieses zuerst entfernt werden. Anschließend müssen die Schrauben von hinten durch die Befestigungslöcher des Mainboards gesteckt und anschließend mit einer Mutter fixiert werden. Wenn der Prozessor eingesetzt und mit Wärmeleitpaste versehen wurde, kann der Kühler aufgesetzt und mit den Anpressfedern versehen werden. Anschließend wird das Ganze mit den beiliegenden Rändelmuttern angezogen. Hier sollte man so lange Schrauben, bis die Federn fast vollständig gespannt sind um einen optimalen Anpressdruck zu erreichen. Nach dem Anschließen der Schläuche kann das System mit destilliertem Wasser (Korrosions- u. Algenschutz nicht vergessen!) befüllt und in Betrieb genommen werden.

Erster Schritt: Montieren der Schrauben.
Zweiter Schritt: Aufsetzen des Prozessors und Kühlers.
Dritter Schritt: Fixieren mit Schrauben.
Das Ergebnis in einem LianLi V1000.

Praxis
Das Testsystem, auf dem die beiden ScaRex-Kühler ihre Leistung zeigen sollten, bestand aus folgenden Komponenten, diese werden in den zukünftigen Wasserkühler-Artikeln in selber Form bestehend bleiben. Diese nahezu konstanten Bedingungen erlauben uns, die künftig getesteten Kühler besser zu vergleichen. In späteren Wasserkühler-Artikeln können daher die folgenden Ergebnisse zum Vergleich herangezogen werden.:

CPU AMD Athlon 64 3200+ Winchester @ 2010 MHz
Mainboard Gigabyte GA-K8NXP SLI Nforce4
Grafikkarte Gigabyte GV-NX66T128D - Geforce 6600GT PCI-e
CPU-Kühler ScaRex-7F / ScaRex-7FAL
Arbeitsspeicher 2x512 MB Kingston HyperX CL2 2-2-5 DDR 400 MHz
Festplatte/n Samsung SP1614C
Laufwerke BTC DVDRW1008 DVD+-Brenner
Gehäuselüfter
120 mm Lüfter (7 Volt) an der Rückseite
Sonstiges LianLi V1000 Gehäuse (im Test offen!), Raumtemperatur: ca. 25,4 °C

Der Wasserkreislauf, in dem sich die beiden Kühler zum Testen befanden sah wie folgt aus:

Pumpe Aqua-Computer Aquastream 12V
Radiator IceRex D80 (passiv), Silentio Midi MP (1x 80mm Lüfter), MoRa GA (passiv)
Ausgleichsbehälter Aqua-Computer Aquatube
CPU-Kühler ScaRex-7F / ScaRex-7FAL
Kühlmedium Destilliertes Wasser
Wasserzusatz Anti-Corro Fluid
Radiatorlüfter ichbinleise 80/2000 - 12V
Sonstiges
Silentstar Dual HDD-Kühler

Zum Testverfahren
Bei unserem Testverfahren wird das System nach dem Starten eine volle Stunde im Leerlauf betrieben. Hier wird nach 30 und 60 Minuten jeweils die Temperaturen von Luft, Wasser und Prozessor genommen. Aus diesen drei Werten werden die jeweiligen Differenzwerte, die über die Qualität der einzelnen Produkte Auskunft geben ermittelt. Der in diesem Test relevante Differenzwert wird errechnet, indem man von der Temperatur des Prozessors die Temperatur des Wassers abzieht. Dieser Differenzwert gibt an, wie gut der Kühler die Wärme vom Prozessor abführen kann. Je niedriger der Wert, desto besser ist die Leistung. Nach einer Abkühlphase von ca. 15-20min – bei ausgeschaltetem PC – wird mit Hilfe des Tools prime95 in der Version 23.8 eine Volllast von 100% erzeugt. Auch in dieser Testphase werden wieder nach jeweils 30 und 60 Minuten die entsprechenden Temperaturen entnommen und Differenzwerte gebildet. Die Temperatur des Prozessors wurde mit Hilfe des, vom Mainboardhersteller GigaByte mitgelieferte, Hardwaremonitors EasyTune5 gemessen. Die Temperaturen von Wasser und Luft wurden mit Messsensoren und einem T3 von LianLi ausgelesen.

Hier nun die Messergebnisse:

Modus
Prozessortemperatur
Wassertemperatur
Differenzwert
Wasser-Prozessor
Leerlauf 30min
28°C
27,0°C
1,0°C
Leerlauf 60min
29°C
27,5°C
1,5°C
Volllast 30min
34°C
27,6°C
6,4°C
Volllast 60min
36°C
29,8°C
6,2°C
Leerlauf 30min
29°C
27,6°C
1,4°C
Leerlauf 60min
31°C
28,4°C
2,6°C
Volllast 30min
39°C
30,8°C
8,2°C
Volllast 60min
40°C
31,4°C
8,6°C
ScaRex-7F (Kupfer) ScaRex-7FAL (Aluminium)

Erfreulich: Der ScaRex-7F hat unser neues Testsystem gebührend eingeweiht. Auch wenn wir noch keine Vergleichswerte von anderen Kühlern haben wird deutlich, dass die Kühlleistung der Kupfervariante heutigen Systemen mehr als gerecht werden dürfte. In welcher Dimension sich die Temperaturwerte bewegen ist selbstverständlich von den Radiatoren abhängig, allerdings sind die einzelnen Differenzwerte – vor allem die im Leerlauf – sehr gut.
Offensichtlich: Der ScaRex-7FAL erzielt schlechtere Differenzwerte wie die Kupfervariante. Schon im Leerlauf hinkt der Aluminiumkühler seinem großen Bruder etwas hinterher. Diesen Abstand kann er bei zunehmender Belastung des Prozessors auch nicht mehr wettmachen. Insgesamt sind die Temperaturen des ScaRex-7FAL dennoch zufriedenstellend.

Fazit
Die beiden ScaRex-7F-Modelle haben bei unserem Testsystem sehr gut abgeschnitten. Neben sehr guten Messwerten können die Kühler allerdings noch eine saubere Verarbeitung und eine gute Optik bieten. Für alle momentanen Sockel erhältlich, können die ScaRex-Kühler in jedem System integriert werden. Der Lieferumfang ist , da neben allem, was zur Montage benötigt wird auch noch Wärmeleitpaste enthalten ist, für einen Kühler sehr umfangreich. Einziges Manko der Kühler ist, dass die speziellen Anschlüsse mit doppelter Dichtung benötigt werden. Sonst hatten wir an beiden Kühlern nichts auszusetzen. Alles in Allem empfehlen wir euch den ScaRex-7F, da man für einen minimalen Aufpreis bekommt man eine bessere Leistung, die auf lange Zeit gesehen von Vorteil sein kann.

  Testergebnis ScaRex-7F
Kriterien Punkte
Lieferumfang: 8,5/10
Verarbeitung: 8,0/10
Kühlleistung: 9,0/10
Montage: 8,0/10
Preis: 8,5/10
  Pro & Kontra
+ Verarbeitung - spezielle Anschlüsse werden benötigt
+ UV-Acryl inkl. LED-Bohrung  
+ gute Kühlleistung  
  Infos
Preis: ca. 29,90 €
Hersteller: ScaroSystems
Bezugsquelle: ScaroSystems

Der ScaRex-7F erhält für die gute Leistung, der einwandfreien Verarbeitung und wegen des guten Preises den TWINSBYTE.de Award!

  Testergebnis ScaRex-7FAL
Kriterien Punkte
Lieferumfang: 8,5/10
Verarbeitung: 8,0/10
Kühlleistung: 8,0/10
Montage: 8,0/10
Preis: 8,0/10
  Pro & Kontra
+ Verarbeitung - spezielle Anschlüsse werden benötigt
+ UV-Acryl inkl. LED-Bohrung  
+ gute Kühlleistung  
  Infos
Preis: ca. 27,50 €
Hersteller: ScaroSystems
Bezugsquelle: ScaroSystems

Die Produkte können direkt bei ScaroSystems bestellt werden!

 

 

 

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