Autor:
Marcel Reichelt
Fotos: Marcel & René Reichelt
Testdatum: 19.12.2005
Ist
der süüüß!
Test: Silverstone SG01 – Smal Form Factor Gehäuse
Barbonegehäuse sind der Renner
auf dem Computermarkt. Sie bieten ja auch diverse Vorteile
im Gegensatz zu den großen Kollegen, sei es in
Punkto Platzbedarf oder Mobilität.
Die Gehäuse und Mini-Systeme verbreiten sich nicht
nur auf dem normalen Computermarkt, sondern auch immer
mehr im Home-Entertainment-Bereich. Hersteller wie ASUS,
Abit oder Shuttle sind die Hauptanbieter solcher stylischen
Minikraftpakete. Nachteil bei den meisten Gerätschaften
ist allerdings, dass man auf spezielle Hardware angewiesen
ist. Vor allem bei den Shuttle Systemen muss man auf
hauseigene Komponenten zurückgreifen, was sich
oft im Preis niederschlägt.
Abhilfe sollte hier das neue Konzept einiger Hersteller
schaffen. Wie es schon Aspire mit ihren X-QPack gezeigt
hat, ist nun auch Silverstone ein weiterer Vertreter
mit Minigehäusen. Die kleine Bauart nennt sich
SFF (Small Form Factor) und orientiert sich an MicroATX
Systemen. So können (fast) normale Hardwarekomponenten
in den Gehäusen verbaut werden.
Wir haben uns das edle SG01 SFF Gehäuse der Marke
Silverstone mal etwas genauer angeschaut und unsere
Meinung verfasst.
Ein
herzliches Dankeschön geht noch an Silverstone,
die uns das Gehäuse für diesen Test zur Verfügung
gestellt haben!
Lieferumfang
Silverstone liefert ihren kleinen Spross in einen schicken,
schwarzen Karton aus. Im Karton selbst befinden sich
neben dem Gehäuse eine kleine Tüte mit allen
nötigen Schrauben zur Hardwaremontage und eine
kleine Anleitung mit nützlichen Informationen.
Sonst vermisst man eigentlich nichts. Das Gehäuse
wird standardmäßig ohne Netzteil ausgeliefert.
Lediglich ein kleiner 60mm Lüfter ist dem Lieferumfang
beigegeben worden, der allerdings schon komplett fertig
montiert ist.
Ausstattung
Wir hatten schon diverse Silverstonegehäuse im
Test gehabt und alle hatten eine Sache gemeinsam: Die
massive Aluminiumfront. Silverstone bleibt sich dem
Motto treu und präsentiert auch mit dem SG01 ein
sehr edles Gehäuse im Aluminiumgewandt.
Diesmal ist allerdings das komplette Gehäuse aus
Aluminium gebaut worden. Viele andere Modelle des Herstellers
weisen oft einen Stahlblech Korpus auf, gekoppelt mit
einer Aluminiumfront.
|
|
|
Das
Gehäuse besitzt recht geringe Ausmaße. |
Das
Gehäuse ist komplett aus Aluminium gefertigt. |
Die
Front des Gehäuses. |
Das
verwendete Material macht sich diesmal besonders beim
Gewicht bemerkbar. Das komplette Gehäuse wiegt
nur 3 Kilogramm und ist etwas leichter als der Aspire
X-QPack und das bei einer Größe von 263 mm
(Breite) x 210 mm (Höhe) x 393 mm (Tiefe).
Erhältlich ist das SG01 in zwei Farben –
einmal im Aludesign (silber) und einmal in schwarz,
welche wir auch für den Test erhalten haben.
Auffällig ist, wie bereits angesprochen, die massive
Alufront des Gehäuses. Diese ist allerdings nicht
nur flach auf die Vorderseite befestigt, sondern weist
an der Ober- und Unterseite Rundungen auf. So wird der
quaderartige Eindruck etwas aufgelockert.
Vorzufinden sind insgesamt zwei Laufwerksblenden, die
ebenfalls aus gebürstetem Aluminium bestehen und
etwas in die Front eingelassen sind. Leider hat man
keine Blenden mit Klappen verwendet, die die Laufwerke
verdecken würden.
Silverstone hat sich, gegen einen externen 3,5“
Schacht, der für den Einbau eines Diskettenlaufwerks
dienlich wäre, entschieden. Die beiden Laufwerksblenden
werden von einem Rahmen aus Acryl umrandet und heben
diese somit etwas ab. So entsteht eine optische Trennung
zwischen der Front und den Laufwerken.
Nutzt man im Gehäuse Leuchteffekte, können
diese bei richtiger Positionierung den Rahmen mit zum
Leuchten bringen.
|
|
|
Das
Gehäuse besitzt recht geringe Ausmaße. |
Das
Gehäuse ist komplett aus Aluminium gefertigt. |
Die
Front des Gehäuses. |
|
|
|
Das
Panel von der Rückseite. |
Die
Anschlusskabel können auch abgezogen werden. |
Das
Gehäuse besitzt schicke Füße. |
Direkt unter den Laufwerksschächten
befindet sich das übliche Frontpanel. Es bietet
vier USB Anschlüsse sowie zwei Anschlüsse
für Audio, z.B. ein Mikrofon- und einen Kopfhöreranschluss.
Firewire kommt natürlich auch nicht zu kurz. Silverstone
spendierte dem Panel einen 1394 Firewire Port. Auch
das Frontpanel ist optisch vom restlichen Design hervorgehoben.
Es wurde auf einer kleinen, rundlichen Fläche aus
Acryl montiert, wodurch ein sehr edler Eindruck entsteht.
Zu diesen Elementen kommen noch zwei Druckknöpfe
hinzu. Power- und Resettaster rahmen außerdem
zwei LED`s ein, von denen eine den Betriebsstatus und
die andere die Festplattenaktivität signalisiert.
Leider besitzen die beiden Druckknöpfe etwas zu
viel Spielraum und „schlappern“ beim Betätigen
etwas herum. Jedoch ist das ein chronisches Problem,
welches so ziemlich alle Gehäuse haben, die über
Knöpfe aus Aluminium verfügen.
Im linken oberen Bereich der Front ist außerdem
noch ein Silverstone Logo zu finden.
Der
restliche, äußere Teil des Gehäuses
weist keine großen Besonderheiten auf. Der Deckel
sowie die Seitenteile werden zur Hardwaremontage komplett
entfernt.
Im Deckel sind zur besseren Belüftung einige Luftlöcher
eingelassen, die sich in Höhe der Steckkarten befinden
und dadurch die Abfuhr der Abwärme von Grafikkarte
und Erweiterungskarten zulassen.
|
|
|
Im
Deckel sind oben und an den Seiten Luftlöcher
zu finden. |
An
der Rückseite ist ein 60mm Fan installiert,
der leider etwas laut ist. |
Der
60er Lüfter von innen. |