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> Artikel > Hardwaretest > PC-Komponenten > Diverses Seite 4/5

Die TV Karte in der Praxis
Den ersten Praxistest, den die Karte bestehen muss, ist die Sendersuche. Der Sendersuchlauf ist vollkommen automatisch und dauert ca. 2 - 3 Minute. Das Resultat kann sich sehen lassen. Es werden alle Sender gefunden, die in der Region Berlin empfangbar sind, das sind um die 63 Kanäle, wobei der Großteil davon nur Test und/ oder Datenkanäle sind, die für den Fernsehempfang nicht verwendet werden können.
Das erste Problem, das wir auch schon bei der T2 Box feststellen mussten ist, dass die Signalstärke lediglich zwischen 10 bis max. 25 Prozent lag. Bei anderen Modellen, beispielsweise bei der Hauppauge WinTV Nova-T lag diese zwischen 80 und 90 Prozent.
Nun haben wir nach der Ursache gesucht und festgestellt, dass mit einer Alternativsoftware, in unserem Fall MyTheatre, die Signalstärke ca. 90 bis 100 Prozent beträgt. Terratec sagte uns zu diesem Problem, dass lediglich die Statusanzeige in der Software nicht genau arbeiten würde, man aber in Wirklichkeit bei der Empfangsstärke auch in dem Bereich liegen würde, wie es bei MyTheatre der Fall ist.

Jedoch sind wir der Meinung, dass das Bild und der Empfang mit der MyTheatre Software besser war, als mit der Standardsoftware. Es kann natürlich sein, dass die Anzeige in der Software fehlerhaft ist, diese aber trotzdem eine niedrigere Empfangsstärke aufweist, als die Alternativsoftware.
Wir haben uns auch im Netz wegen diesem Problem umgesehen und sind u.a. auf viele User aus dem digitalfernsehen.de Forum gestoßen, die das selbe Problem haben und mit alternativer Software einen deutlich besseren und ruckelfreien Empfang erhielten, als mit der hauseigenen Terratec Software.

Mag es so oder so sein, in jedem Fall muss Terratec die Software in diesen Punkten überarbeiten. Sonst macht die Software einen äußerst guten und reifen Eindruck, der dadurch etwas getrübt wird..

Die Bildqualität der Karte kann dennoch überzeugen, wobei diese natürlich auch von der Bandbreite des Senders abhängig ist. Vergleicht man das Fernsehbild mit der der Hauppauge WinTV Nova-T, so ist ein ganz leicht unschärferes Bild zu registrieren. Das Bild wirkt vor allem etwas unschärfer, da es eine geringere Sättigung und eine höhere Helligkeit besitzt, als das der Nova-T. Wir haben dazu auch Testbilder angefertigt, die dies etwas verdeutlichen sollen:

Für eine größere Ansicht mit Bildbeschreibung bitte die Bilder anklicken!

Im Bezug auf Artefaktbildung ist kaum ein Unterschied zur Nova-T von Hauppauge festzustellen.

Während des Betriebs lief die Software vollkommen stabil. Abstürze konnten nicht verzeichnet werden. Allerdings ruckelte das Bild manchmal, was auf Aussetzer beim Empfang zurückzuführen ist und mit der alternativen Software MyTheatre nicht ganz so stark war. Auch muss erwähnt werden, dass das Bild wesentlich flüssiger lief, sprich, Lauftexte sind mit MyTheatre besser lesbar und Bewegungen weicher.

Ruckler, die auf Starten von Anwendungen zurückzuführen sind, kamen nur sehr selten vor. Die Prozessorauslastung lag während des Betriebs bei ca. 30 Prozent und das bei einem AMD Athlon 64 System (3400+). Also ein zu schwaches System sollte man auf keinen Fall haben.
Die Aufnahmefunktion lief im Test vollkommen problemlos. Hierbei spielte es keine Rolle, ob diese manuell oder durch EPG eingestellt bzw. gestartet wurde. Auch die Vor- und Nachlauffunktion funktionierte ohne Probleme.

Die Aufnahmequalität kann man als gut bezeichnen, trotz des fehlenden MPEG2 Hardwaredecoders.
Die Aufnahmequalität ist mit der der Cinergy T2 Box zu vergleichen. Wer sich von der Bildqualität selbst überzeugen möchte, findet hier drei Probeaufnahmen zum Download:

Kurzes Video von Pro7 (ca. 4 MB).
Kurzes Video aus einem Sat1 Spielfim (4,6 MB).
Auszug aus einer Werbung auf N24 (2,6 MB).

Die Bedienung stellte auch bei der Cinergy 1400 keine Probleme dar und ist wirklich einfach zu bewerkstelligen. Auch Senderwechsel gingen schnell von statten und dauerten ca. eine Sekunde. Wer vorher nur analoge Karten genutzt hat, dem kommt das vielleicht etwas lange vor. Bei DVB-T muss allerdings immer beim Umschalten Bild und Ton neu synchronisiert werden, was ein wenig Zeit in Anspruch nimmt.

Einfach war auch das Brennen der aufgenommenen Filme auf DVD. Dank der Software „DVD Movie Factory 3 TV“, hinter der sich eigentlich FilmBrennerei 2 TV verbirgt, ist das Erstellen einer DVD schnell und einfach durchzuführen.
Es ist auch möglich, eigene DVD Menüs zu erstellen, Werbung aus den Filmen zu schneiden oder zwei Videoteile zusammenzufügen. Ist man kurz vor der Erstellung der DVD, kann man je nach Wunsch das Video noch mal komplett neu berechnen lassen, um eine größtmögliche Kompatibilität zu DVD Playern zu erreichen. Das Berechnen dauert allerdings auch recht lange, je nach Rechnertyp.
Dennoch ist die Ulead Software sehr gut zu bedienen und liefert gute Ergebnisse. Die Bildqualität auf dem Fernseher ist optimal.

Die "Startseite" des Programms.
Filme können einfach importiert werden.
Bei Bedarf können die Videos noch geschnitten werden.
Die Funktion für ein DVD Menü steht auch zur Verfügung.
Hier kann der brennvorgang gestartet werden.

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