Die
TV Karte in der Praxis
Den ersten Praxistest, den die Karte bestehen muss,
ist die Sendersuche. Der Sendersuchlauf ist vollkommen
automatisch und dauert ca. 2 - 3 Minute. Das Resultat
kann sich sehen lassen. Es werden alle Sender gefunden,
die in der Region Berlin empfangbar sind, das sind um
die 63 Kanäle, wobei der Großteil davon nur
Test und/ oder Datenkanäle sind, die für den
Fernsehempfang nicht verwendet werden können.
Das erste Problem, das wir auch schon bei der T2 Box
feststellen mussten ist, dass die Signalstärke
lediglich zwischen 10 bis max. 25 Prozent lag. Bei anderen
Modellen, beispielsweise bei der Hauppauge WinTV Nova-T
lag diese zwischen 80 und 90 Prozent.
Nun haben wir nach der Ursache gesucht und festgestellt,
dass mit einer Alternativsoftware, in unserem Fall MyTheatre,
die Signalstärke ca. 90 bis 100 Prozent beträgt.
Terratec sagte uns zu diesem Problem, dass lediglich
die Statusanzeige in der Software nicht genau arbeiten
würde, man aber in Wirklichkeit bei der Empfangsstärke
auch in dem Bereich liegen würde, wie es bei MyTheatre
der Fall ist.
Jedoch
sind wir der Meinung, dass das Bild und der Empfang
mit der MyTheatre Software besser war, als mit der Standardsoftware.
Es kann natürlich sein, dass die Anzeige in der
Software fehlerhaft ist, diese aber trotzdem eine niedrigere
Empfangsstärke aufweist, als die Alternativsoftware.
Wir haben uns auch im Netz wegen diesem Problem umgesehen
und sind u.a. auf viele User aus dem digitalfernsehen.de
Forum gestoßen, die das selbe Problem haben und
mit alternativer Software einen deutlich besseren und
ruckelfreien Empfang erhielten, als mit der hauseigenen
Terratec Software.
Mag
es so oder so sein, in jedem Fall muss Terratec die
Software in diesen Punkten überarbeiten. Sonst
macht die Software einen äußerst guten und
reifen Eindruck, der dadurch etwas getrübt wird..
Die
Bildqualität der Karte kann dennoch überzeugen,
wobei diese natürlich auch von der Bandbreite des
Senders abhängig ist. Vergleicht man das Fernsehbild
mit der der Hauppauge WinTV Nova-T, so ist ein ganz
leicht unschärferes Bild zu registrieren. Das Bild
wirkt vor allem etwas unschärfer, da es eine geringere
Sättigung und eine höhere Helligkeit besitzt,
als das der Nova-T. Wir haben dazu auch Testbilder angefertigt,
die dies etwas verdeutlichen sollen:
Für
eine größere Ansicht mit Bildbeschreibung
bitte die Bilder anklicken!
Im
Bezug auf Artefaktbildung ist kaum ein Unterschied zur
Nova-T von Hauppauge festzustellen.
Während
des Betriebs lief die Software vollkommen stabil. Abstürze
konnten nicht verzeichnet werden. Allerdings ruckelte
das Bild manchmal, was auf Aussetzer beim Empfang zurückzuführen
ist und mit der alternativen Software MyTheatre nicht
ganz so stark war. Auch muss erwähnt werden, dass
das Bild wesentlich flüssiger lief, sprich, Lauftexte
sind mit MyTheatre besser lesbar und Bewegungen weicher.
Ruckler, die auf Starten von Anwendungen zurückzuführen
sind, kamen nur sehr selten vor. Die Prozessorauslastung
lag während des Betriebs bei ca. 30 Prozent und
das bei einem AMD Athlon 64 System (3400+). Also ein
zu schwaches System sollte man auf keinen Fall haben.
Die Aufnahmefunktion lief im Test vollkommen problemlos.
Hierbei spielte es keine Rolle, ob diese manuell oder
durch EPG eingestellt bzw. gestartet wurde. Auch die
Vor- und Nachlauffunktion funktionierte ohne Probleme.
Die
Aufnahmequalität kann man als gut bezeichnen, trotz
des fehlenden MPEG2 Hardwaredecoders.
Die Aufnahmequalität ist mit der der Cinergy T2
Box zu vergleichen. Wer sich von der Bildqualität
selbst überzeugen möchte, findet hier drei
Probeaufnahmen zum Download:
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| Kurzes
Video von Pro7 (ca. 4 MB). |
Kurzes
Video aus einem Sat1 Spielfim (4,6 MB). |
Auszug
aus einer Werbung auf N24 (2,6 MB). |
Die
Bedienung stellte auch bei der Cinergy 1400 keine Probleme
dar und ist wirklich einfach zu bewerkstelligen. Auch
Senderwechsel gingen schnell von statten und dauerten
ca. eine Sekunde. Wer vorher nur analoge Karten genutzt
hat, dem kommt das vielleicht etwas lange vor. Bei DVB-T
muss allerdings immer beim Umschalten Bild und Ton neu
synchronisiert werden, was ein wenig Zeit in Anspruch
nimmt.
Einfach war auch das Brennen der aufgenommenen Filme
auf DVD. Dank der Software „DVD Movie Factory
3 TV“, hinter der sich eigentlich FilmBrennerei
2 TV verbirgt, ist das Erstellen einer DVD schnell und
einfach durchzuführen.
Es ist auch möglich, eigene DVD Menüs zu erstellen,
Werbung aus den Filmen zu schneiden oder zwei Videoteile
zusammenzufügen. Ist man kurz vor der Erstellung
der DVD, kann man je nach Wunsch das Video noch mal
komplett neu berechnen lassen, um eine größtmögliche
Kompatibilität zu DVD Playern zu erreichen. Das
Berechnen dauert allerdings auch recht lange, je nach
Rechnertyp.
Dennoch ist die Ulead Software sehr gut zu bedienen
und liefert gute Ergebnisse. Die Bildqualität auf
dem Fernseher ist optimal.
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| Die
"Startseite" des Programms. |
Filme
können einfach importiert werden. |
Bei
Bedarf können die Videos noch geschnitten
werden. |
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| Die
Funktion für ein DVD Menü steht auch
zur Verfügung. |
Hier
kann der brennvorgang gestartet werden. |