Praxis
Bis jetzt haben wir uns nur in der Theorie mit dem
Gehäuse beschäftigt, doch wie sieht es in
der Praxis aus?
Beginnen möchten wir mit der Hardwaremontage.
Diese gestaltet sich mehr als einfach. Das Mainboard
wird einfach mit Hilfe der Abstandshalter auf dem
festen Mainboardschlitten montiert, der leider nicht
herausnehmbar ist.
Die Festplatten lassen sich im Käfig an der Front
und an der Rückseite genauso einfach montieren.
Einzig schade ist, dass man diese mit Schrauben in
den Käfigen befestigen muss.
Als etwas fummelig stellte sich der Netzteileinbau
heraus. Der Platz zwischen Deckel und den Metallstützen,
auf denen das Netzteil liegt, ist äußerst
knapp bemessen. Besonders schwierig ist es, längere
Netzteile, beispielsweise 600 Watt Modelle, in die
richtige Position zu bekommen. Sitzt das Netzteil,
kann es hingegen leicht verschraubt werden.
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Im
großen HDD-Käfig wird die Platte
einfach hineingeschoben und verschraubt. |
Beim
NT Einbau kam es leider zu kleinen Schwierigkeiten. |
Für
den Einbau eines Laufwerkes muss die Blende
einfach ausgedrückt werden. |
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Hier
ein verbautes CD-Laufwerk. |
Die
Blenden sind mit einem Staubfilter versehen. |
Um
ein Laufwerk ein- oder auszubauen, muss diese
Halterung nach oben geklappt werden. |
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| Die
Halterung konnte in der Praxis überzeugen. |
Die
Erweiterungskarten, z.B. PCI oder Grafikkarte werden
einfach in den jeweiligen Slot gesteckt und der grüne
Hebel umgelegt. Die Karten halten relativ fest.
CD-Laufwerke werden ganz einfach, nach Entfernen der
Plastikblende, in den jeweiligen Schacht geschoben.
Vorher muss man noch die leicht transparenten Plastikhebel
an den Laufwerksschächten eindrücken und
die ganze Konstruktion nach oben heben. Dann schiebt
man das Laufwerk in den Schacht und die Konstruktion
wird wieder zurückgedrückt.
Die
vier Lüfter drehen alle samt sehr leise im Betrieb.
Die befördern zudem ausreichend Luft ins bzw.
aus dem Gehäuse.
Als
etwas ungünstig hat sich das Panel am Deckel
herausgestellt. Wenn man das recht hohe Gehäuse
unter einem flachen Schreibtisch stellt, kommt man
nur schlecht an die Anschlüsse heran. Wir hätten
es vorteilhafter angesehen, wenn man die Anschlüsse
irgendwo an der Front des Gehäuses untergebracht
hätte, beispielsweise auch an einem herausnehmbaren
Rahmen. So hätte man auch die Position der Anschlüsse
selbst bestimmen können.
Allgemein
gesehen gab es keinerlei Schwierigkeiten bei der Hardwaremontage.
Lediglich die etwas problematische Installation von
langen Netzteilen hatte uns etwas ins Schwitzen gebracht.
Es
sei vielleicht noch ein weiteres interessantes Feature
zu nennen. Das Gehäuse ist problemlos umrüstbar
zum BTX Formfaktor. Dafür ist allerdings ein
Upgrade-Kit notwendig, das man ebenfalls bei
Caseking
für 19,90 Euro kaufen kann. Dazu müssen
lediglich ein Teil der Rückwand des Towers ausgetauscht
werden. Genauere Angaben können wir leider nicht
machen, da das Upgrade-Kit uns zum Testzeitpunkt nicht
zur Verfügung stand.
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Für
das Umrüsten auf BTX, muss u.a. ein Teil
der Rückseite demontiert werden. |
Hier
der demontierte Teil. |
Fazit
Thermaltake bietet mit dem Kandalf Gehäuse ein
sehr interessantes Produkt an, welches jedoch eine
feste Zielgruppe haben wird. Denn für LAN-Party-Gänger
oder User mit wenig Platz unterm Schreibtisch, ist
dieses Gehäuse nur schwer zu empfehlen.
Besonders geeignet ist das Gehäuse für Wasserkühlungsbesitzer
oder User, die extrem viel Platz im Gehäuse benötigen.
Es bietet ein hervorragendes Platzangebot und die
Flexibilität bei der Laufwerksmontage ist äußerst
lobenswert.
Ebenfalls positiv anzurechnen ist der Lieferumfang,
der u.a. vier Lüfter und eine gute Anleitung
beinhaltet, und die sehr guten Kühleigenschaften.
Die
leichte Montage der Hardware, bis auf die bei längeren
Netzteilen, konnte ebenfalls überzeugen, wie
auch die Ausstattung, z.B. das Panel und die schraubenlose
Installation der Hardware. Zudem ist es durch die
Umrüstung zu BTX etwas zukunftssicherer als normale
Gehäuse, wobei es sicherlich noch einige Zeit
dauern wird, bis der neue Formfaktor wirklich Standart
ist.
Auch optisch hat uns das Gehäuse sehr angesprochen,
wobei das eher eine Frage des Geschmackes ist. Dennoch,
das ausgefallene Design an der Front mit den beiden
Türen ist ein echter Hingucker und wirkt zudem
sehr edel. Die hässlichen grauen Laufwerke werden
schnell versteckt. Außerdem wird man mit einem
schicken Leuchteffekt belohnt!
Das Gehäuse hat den Namen „Super-Tower“
wirklich verdient (so wird er von Thermaltake bezeichnet)
und wird fast allen Anwendungen gerecht, egal ob Modder,
Wasserkühlungs-Freaks oder Kühlfetischisten
– ein perfektes, qualitativ hochwertiges Gehäuse
für einen akzeptablen Preis.
Das Gehäuse ist für einen Preis von 159
Euro zu haben. Die Aluminiumversion schlägt mit
satten 189,90 Euro zu buche.
Wegen
den überwiegenden positiven Eigenschaften erhält
das Thermaltake Kandalf VA9000BWS den TWINSBYTE.de
Award.
Das
Gehäuse gibt es für 159 Euro bei Caseking
zu kaufen!

Test
zum Magic Fleece Dämmmatten-Set für das
Kandalf Gehäuse auf der nächsten Seite!