Was
kann man noch zum Kühler sagen? Nach Herstellerangaben
soll der Micro, egal welche Version, bis zu 150 Watt
CPU Verlustleistung bewältigen. Trotz dieser hohen
Leistung, wiegt der Kühler lediglich 350 Gramm,
obwohl der Trend immer mehr zu noch schwereren Modellen
geht. Ermöglicht wird das geringe Gewicht vor allem
durch die Hohlräume im Kühler, in denen sich
das Gas befindet.
Mit 350g kann man den Kühler bedenkenlos auch während
eines Transports im Rechner belassen.
Die beigelegte Lüftersteuerung macht einen qualitativ
hochwertigen Eindruck! Der Metallknopf lässt sich
gut und leicht drehen. Ein Aufkleber auf dem Slotblech
verrät in welcher Richtung man drehen muss, um
die Drehzahl zu verringern oder zu erhöhen.
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| Die
leichte Neigung des Lüfters ist nötig,
damit das Gas im Kühler zirkulieren kann.
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Der
fertig montierte Kühler. |
Je
nach Wunsch kann die Drehzahl per Regler gesteuert
werden. |
Das Besondere an der Lüftersteuerung ist zudem,
dass man den Lüfter auch automatisch regeln lassen
kann, wobei das über das Mainboard funktioniert
und dieses auch eine entsprechende Funktion unterstützen
muss.
Ermöglicht wird die doppelte Steuerung durch ein
Adapterkabel, das zwischen Steuerung und Mainboard geschlossen
wird.
Verarbeitung
& Praxis
Die Verarbeitung des Micro Kühlers konnte uns vollkommen
überzeugen. Die silberne Farbe sieht sehr schick
aus. Zudem wirkt der Kühler nicht zu klobig und
zu groß und kann daher auf eigentlich jedem Mainboard
verbaut werden.
Die runde Bodenplatte ist plan und sauber verarbeitet.
Verarbeitungsspuren sind keine auffindbar.
Etwas billig wirkt hingegen die Plastikhalterung für
den Lüfter. Sie macht nicht wirklich einen stabilen
Eindruck und wackelt nach dem Befestigen immer noch
herum. Der Lüfter sitzt dennoch sicher am Kühler.
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| Benutzt
man die Lüftersteuerung, muss man auf die
richtige Verkabelung achten. |
Die
Wärmeleitpaste ist bereits auf der Bodenplatte
aufgebracht. |
Die
Kühllamellen sind aus Aluminium gefertigt. |
Die
Montage wird vom Hersteller Asetek als sehr einfach
und schnell bezeichnet. In der Realität stellte
sich das auch wirklich heraus. Die beigelegte Montageplatte
muss über die Bodenplatte gelegt werden. Anschließend
kann man den Kühler auf die CPU setzen. Dabei ist
aber zu beachten, dass ein Retentionmodul auf dem Mainboard
montiert ist. Dieses dient als Abstandshalter.
Weiterer wichtiger Punkt ist, dass man den Kühler
so montiert, dass die Biegung des Kühlers nach
oben zeigt im Gehäuse. Bei unserem Gehäuse
(LianLi V1000) muss der Kühler so befestigt werden,
dass der Lüfter nach unten zeigt. Macht man dies
nicht, ist eine optimale Kühlung nicht gewährleistet,
da im Innern Gas zirkuliert und nicht vergleichbar ist
mit einer Heatpipe!
Die Montage dauert bei erfahrenen PC Usern sicherlich
nur eine Minute. Die beigelegte Anleitung sollte die
wichtigsten Sachen ansprechen und ist recht hilfreich
bei der Montage.
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| Die
Montageplatte des Kühlers. |
Was
uns jetzt aber wirklich interessiert, ist die Leistung,
die beide Versionen liefern können und wie laut
sie wirklich sind.
Als Testsystem kam ein recht aktueller AMD Athlon 64
Rechner zum Einsatz. Als CPU ist ein 3400+ 64Bit Prozessor
verbaut.
Die Temperaturen werden durch die interne Temperaturdiode
ausgelesen. Die weitere Systemkonfiguration hier zu
sehen in der folgenden Tabelle:
| CPU |
AMD
Athlon 64 3400+ (2,4 GHz) |
| Mainboard |
Abit
KV8 Pro (Via K8T800 Pro) |
| Grafikkarte |
Galaxy
6600GT (1GHz Speicher) AGP |
| CPU-Kühler |
Thermalright
XP 120 |
| Arbeitsspeicher |
2
x 512 Corsair CL 2,5 (DDR 400) |
| Festplatte/n |
Samsung
160 GB (7400 U/min, SATA) |
| CD-Laufwerke/
Brenner etc. |
LG
8x DVD Brenner, LiteOn 52x CD-Brenner |
| Sonstiges: |
DVB-T Karte, Hauppauge TV-Karte analog, LianLi V1000
e-ATX Case |
| Gehäuselüfter: |
1x
120mm Fan an Rückseite |
Ausgelesen
wurden die Messwerte durch die Software Motherboardmonitor.
Die Volllast wird mit dem Programm CPU-Burn erzeugt.
Als Vergleichskühler kam der Thermalright XP120
in der MR-Edition zum Einsatz. Dieser überzeugte
vor allem durch die enorme Leistung bei geringer Lautstärke.
Hier nun die Testwerte:
Die
Werte sind, verglichen mit dem Thermalright XP120, schlechter.
Vor allem in Anbetracht der sehr geringen Drehzahl des
Lüfters, der auf dem Thermalright montiert ist,
hingt der Vapochill im Leerlauf um bis zu 10°C hinter
der MR-Edition. Und das obwohl der Micro um einiges
lauter ist.
Der Extremelüfter erreichte im Test bei niedrigster
Drehzahl akzeptable Werte. 60°C im Volllastbetrieb
liegen immer noch in einem akzeptablen Bereich, wenn
man die geringe Drehzahl und den geringen Geräuschpegel
beachtet.
Wesentlich besser sehen die Testwerte bei 3700 U/min
aus. Mit 49°C ist er um 4 Grad kühler, als
der Thermalright, dafür aber auch bedeutend lauter.
Die angegebenen 39dB(A) kommen uns etwas zu niedrig
vor und der Lüfter kann schon als sehr laut bezeichnet
werden.
Bei mittlerer oder niedriger Drehzahl überzeugt
die Lautstärke der Extreme Perfomance Version und
kann sogar für Silentsysteme eingesetzt werden.
Der Ultra Low Noise Lüfter erreichte während
des Tests ebenfalls gute Werte. Bei ca. 1500 U/min erreicht
der Ultra ähnliche Werte, wie die Extreme Version.
Bei der maximalen Drehzahl von 2200 U/min, mit deutlich
niedrigerem Geräuschpegel, sind die Messwerte fast
identisch mit denen der 3700 U/min des Extremelüfters.
Daraus ergibt sich eine bessere und effektivere Kühlung
für den Ultra Low Noise Kühler.
Fazit
Asetek hat einen interessanten Kühler auf den Markt
gebracht. Vor allem in Punkto Aussehen und Technik (z.B.
Nutzung von Gas) hat der Vapochill überzeugt. Denn
solch einen Kühler sieht man nicht jeden Tag.
Betrachtet man die Kühlleistung, hat sie uns ehrlich
gesagt nicht umgehauen und wir hätten uns auch
mehr versprochen. Die Testwerte liegen, wie bereits
angesprochen, fast immer über die unseres Referenzkühlers,
obwohl dieser ein reiner Silentkühler ist. Dennoch
sind sie auf keinen Fall schlecht, sondern akzeptabel.
Jeder, der seinen Rechner ausreichend Kühlen will,
kann das auch problemlos mit dem Vapochill Micro machen.
Interessant ist vor allem die beigelegte Lüftersteuerung.
Mit dieser kann man den sonst so lauten Extreme auf
silent trimmen und ist so vollkommen für Silentsysteme
geeignet, bei noch akzeptablen Testergebnissen.
Die Verarbeitung hat uns ebenfalls zugesagt, wobei die
Lüfterhalterung etwas wackelig ist.
Sehr positiv fällt einem das geringe Gewicht ins
Auge, was vor allem LAN Partygänger ansprechen
wird. Denn wer hat schon Lust, bei jeden Transport den
Kühler abzunehmen? Keiner!
Wir
können beide Versionen bedenkenlos empfehlen, vor
allem im Bezug auf den recht niedrigen Preis.
Testergebnis |
| Kriterien |
Punkte* |
| Lieferumfang: |
9,5
/10 |
| Verarbeitung: |
9,0
/10 |
| Geräuschpegel: |
9,0
/10 |
| Kühlleistung: |
8,0
/10 |
| Montage: |
8,0
/10 |
| Preis:
|
9,0
/10 |
|
Pro & Kontra |
| +
gute Kühlleistung |
-
wackelige Lüfterhalterung |
| +
Lüftersteuerung im Lieferumfang |
-
|
| +
geringes Gewicht |
|
| +
akzeptabler Preis |
|
Informationen |
| Preis: |
-
Extreme Perfomance Version:
39,90 Euro
- Ultra Low Noise Version:
49,90 Euro |
| Hersteller: |
Asetek |
| Internetseite: |
www.asetek.de |
|
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