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> Artikel > Hardwaretest > Cooling > CPU-Kühler Seite 3/3

Was kann man noch zum Kühler sagen? Nach Herstellerangaben soll der Micro, egal welche Version, bis zu 150 Watt CPU Verlustleistung bewältigen. Trotz dieser hohen Leistung, wiegt der Kühler lediglich 350 Gramm, obwohl der Trend immer mehr zu noch schwereren Modellen geht. Ermöglicht wird das geringe Gewicht vor allem durch die Hohlräume im Kühler, in denen sich das Gas befindet.
Mit 350g kann man den Kühler bedenkenlos auch während eines Transports im Rechner belassen.
Die beigelegte Lüftersteuerung macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck! Der Metallknopf lässt sich gut und leicht drehen. Ein Aufkleber auf dem Slotblech verrät in welcher Richtung man drehen muss, um die Drehzahl zu verringern oder zu erhöhen.

Die leichte Neigung des Lüfters ist nötig, damit das Gas im Kühler zirkulieren kann.
Der fertig montierte Kühler.
Je nach Wunsch kann die Drehzahl per Regler gesteuert werden.

Das Besondere an der Lüftersteuerung ist zudem, dass man den Lüfter auch automatisch regeln lassen kann, wobei das über das Mainboard funktioniert und dieses auch eine entsprechende Funktion unterstützen muss.
Ermöglicht wird die doppelte Steuerung durch ein Adapterkabel, das zwischen Steuerung und Mainboard geschlossen wird.

Verarbeitung & Praxis
Die Verarbeitung des Micro Kühlers konnte uns vollkommen überzeugen. Die silberne Farbe sieht sehr schick aus. Zudem wirkt der Kühler nicht zu klobig und zu groß und kann daher auf eigentlich jedem Mainboard verbaut werden.
Die runde Bodenplatte ist plan und sauber verarbeitet. Verarbeitungsspuren sind keine auffindbar.
Etwas billig wirkt hingegen die Plastikhalterung für den Lüfter. Sie macht nicht wirklich einen stabilen Eindruck und wackelt nach dem Befestigen immer noch herum. Der Lüfter sitzt dennoch sicher am Kühler.

Benutzt man die Lüftersteuerung, muss man auf die richtige Verkabelung achten.
Die Wärmeleitpaste ist bereits auf der Bodenplatte aufgebracht.
Die Kühllamellen sind aus Aluminium gefertigt.

Die Montage wird vom Hersteller Asetek als sehr einfach und schnell bezeichnet. In der Realität stellte sich das auch wirklich heraus. Die beigelegte Montageplatte muss über die Bodenplatte gelegt werden. Anschließend kann man den Kühler auf die CPU setzen. Dabei ist aber zu beachten, dass ein Retentionmodul auf dem Mainboard montiert ist. Dieses dient als Abstandshalter.
Weiterer wichtiger Punkt ist, dass man den Kühler so montiert, dass die Biegung des Kühlers nach oben zeigt im Gehäuse. Bei unserem Gehäuse (LianLi V1000) muss der Kühler so befestigt werden, dass der Lüfter nach unten zeigt. Macht man dies nicht, ist eine optimale Kühlung nicht gewährleistet, da im Innern Gas zirkuliert und nicht vergleichbar ist mit einer Heatpipe!
Die Montage dauert bei erfahrenen PC Usern sicherlich nur eine Minute. Die beigelegte Anleitung sollte die wichtigsten Sachen ansprechen und ist recht hilfreich bei der Montage.

Die Montageplatte des Kühlers.

Was uns jetzt aber wirklich interessiert, ist die Leistung, die beide Versionen liefern können und wie laut sie wirklich sind.
Als Testsystem kam ein recht aktueller AMD Athlon 64 Rechner zum Einsatz. Als CPU ist ein 3400+ 64Bit Prozessor verbaut.
Die Temperaturen werden durch die interne Temperaturdiode ausgelesen. Die weitere Systemkonfiguration hier zu sehen in der folgenden Tabelle:

CPU AMD Athlon 64 3400+ (2,4 GHz)
Mainboard Abit KV8 Pro (Via K8T800 Pro)
Grafikkarte Galaxy 6600GT (1GHz Speicher) AGP
CPU-Kühler Thermalright XP 120
Arbeitsspeicher 2 x 512 Corsair CL 2,5 (DDR 400)
Festplatte/n Samsung 160 GB (7400 U/min, SATA)
CD-Laufwerke/ Brenner etc. LG 8x DVD Brenner, LiteOn 52x CD-Brenner
Sonstiges:  DVB-T Karte, Hauppauge TV-Karte analog, LianLi V1000 e-ATX Case
Gehäuselüfter: 
1x 120mm Fan an Rückseite

Ausgelesen wurden die Messwerte durch die Software Motherboardmonitor. Die Volllast wird mit dem Programm CPU-Burn erzeugt.
Als Vergleichskühler kam der Thermalright XP120 in der MR-Edition zum Einsatz. Dieser überzeugte vor allem durch die enorme Leistung bei geringer Lautstärke.

Hier nun die Testwerte:

Testwerte Asetek Vapochill Extreme
Modell Temperaturen (Leerlauf)
Vapochill Micro Extreme (~840U/min) 52°C
Vapochill Micro Extreme (~1500U/min) 47°C
Vapochill Micro Extreme (~3700U/min) 45°C
Thermalright XP 120 (MR Edition, ~1000 U/min) 37°C

Modell Temperaturen (Volllast)
Vapochill Micro Extreme (~840U/min) 60 °C
Vapochill Micro Extreme (~1500U/min) 53°C
Vapochill Micro Extreme (~3700U/min) 49°C
Thermalright XP 120 (MR Edition, ~1000 U/min) 53°C
Testwerte Asetek Vapochill Ultra / Low Noise
Modell Temperaturen (Leerlauf)
Vapochill Micro LowNoise (~1100U/min) 50°C
Vapochill Micro LowNoise (~1600U/min) 47°C
Vapochill Micro LowNoise (~2200U/min) 46°C
Thermalright XP 120 (MR Edition, ~1000 U/min) 37°C

Modell Temperaturen (Volllast)
Vapochill Micro LowNoise (~1100U/min) 54°C
Vapochill Micro LowNoise (~1600U/min) 52°C
Vapochill Micro LowNoise (~2200U/min) 50°C
Thermalright XP 120 (MR Edition, ~1000 U/min) 53°C

Die Werte sind, verglichen mit dem Thermalright XP120, schlechter. Vor allem in Anbetracht der sehr geringen Drehzahl des Lüfters, der auf dem Thermalright montiert ist, hingt der Vapochill im Leerlauf um bis zu 10°C hinter der MR-Edition. Und das obwohl der Micro um einiges lauter ist.
Der Extremelüfter erreichte im Test bei niedrigster Drehzahl akzeptable Werte. 60°C im Volllastbetrieb liegen immer noch in einem akzeptablen Bereich, wenn man die geringe Drehzahl und den geringen Geräuschpegel beachtet.
Wesentlich besser sehen die Testwerte bei 3700 U/min aus. Mit 49°C ist er um 4 Grad kühler, als der Thermalright, dafür aber auch bedeutend lauter. Die angegebenen 39dB(A) kommen uns etwas zu niedrig vor und der Lüfter kann schon als sehr laut bezeichnet werden.
Bei mittlerer oder niedriger Drehzahl überzeugt die Lautstärke der Extreme Perfomance Version und kann sogar für Silentsysteme eingesetzt werden.

Der Ultra Low Noise Lüfter erreichte während des Tests ebenfalls gute Werte. Bei ca. 1500 U/min erreicht der Ultra ähnliche Werte, wie die Extreme Version.
Bei der maximalen Drehzahl von 2200 U/min, mit deutlich niedrigerem Geräuschpegel, sind die Messwerte fast identisch mit denen der 3700 U/min des Extremelüfters.
Daraus ergibt sich eine bessere und effektivere Kühlung für den Ultra Low Noise Kühler.

Fazit
Asetek hat einen interessanten Kühler auf den Markt gebracht. Vor allem in Punkto Aussehen und Technik (z.B. Nutzung von Gas) hat der Vapochill überzeugt. Denn solch einen Kühler sieht man nicht jeden Tag.
Betrachtet man die Kühlleistung, hat sie uns ehrlich gesagt nicht umgehauen und wir hätten uns auch mehr versprochen. Die Testwerte liegen, wie bereits angesprochen, fast immer über die unseres Referenzkühlers, obwohl dieser ein reiner Silentkühler ist. Dennoch sind sie auf keinen Fall schlecht, sondern akzeptabel. Jeder, der seinen Rechner ausreichend Kühlen will, kann das auch problemlos mit dem Vapochill Micro machen.
Interessant ist vor allem die beigelegte Lüftersteuerung. Mit dieser kann man den sonst so lauten Extreme auf silent trimmen und ist so vollkommen für Silentsysteme geeignet, bei noch akzeptablen Testergebnissen.
Die Verarbeitung hat uns ebenfalls zugesagt, wobei die Lüfterhalterung etwas wackelig ist.
Sehr positiv fällt einem das geringe Gewicht ins Auge, was vor allem LAN Partygänger ansprechen wird. Denn wer hat schon Lust, bei jeden Transport den Kühler abzunehmen? Keiner!

Wir können beide Versionen bedenkenlos empfehlen, vor allem im Bezug auf den recht niedrigen Preis.

  Testergebnis
Kriterien Punkte*
Lieferumfang: 9,5 /10
Verarbeitung: 9,0 /10
Geräuschpegel: 9,0 /10
Kühlleistung: 8,0 /10
Montage: 8,0 /10
Preis: 9,0 /10
  Pro & Kontra
+ gute Kühlleistung - wackelige Lüfterhalterung
+ Lüftersteuerung im Lieferumfang -
+ geringes Gewicht  
+ akzeptabler Preis  

  Informationen
Preis: - Extreme Perfomance Version: 39,90 Euro
- Ultra Low Noise Version: 49,90 Euro
Hersteller: Asetek
Internetseite: www.asetek.de

Zu kaufen gibt es die Kühler bei watercooling.de!

 

 

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