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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse Seite 2/2

Um die Hardware trotz der vielen Öffnungen vor Staub zu schützen wurden die Lochbleche der Seitenwände und des Deckels mit einem Klick-System von innen mit Staubfiltern versehen. Zur Reinigung können diese einfach aus ihren Halterungen geklickt und aus dem Gehäuse genommen werden.
Da auch der Deckel mit Lochblech versehen wurde staut sich warme Luft nicht im Gehäuse, sondern kann ungehindert nach oben hin entweichen.

Das feine Lochblech ermöglicht den Wärmeaustausch.
In beiden Seitenwänden wurde es eingesetzt.
Das Klick-System erleichtert die Reinigung.
Auch im Deckel wurde ein Staubfilter angebracht.

Das Öffnen der Seitenwände fällt dank Thumbscrews sehr leicht. Um die Seitenwände nach hinten ab zu ziehen finden sich zusätzlich noch Griffe an den Seitenwänden. Das Innere des Open Air`s ist sehr einfach gehalten und erinnert stark an anfängliche ATX-Gehäuse, da keinerlei Schienensysteme oder andere, die Hardwaremontage erleichternde, Dinge integriert wurden. Sämtliche Hardwarekomponente müssen mit den, im Lieferumfang enthaltenen, Schrauben im Gehäuse fixiert werden, wodurch der Hardwareeinbau einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Im Open Air können sämtliche gängige Mainboardformate eingesetzt werden, hierfür muss die Mainboardhalterung nur mit den entsprechenden Abstandshaltern versehen werden.
Neben den zwei externen 3,5“ Laufwerken und vier 5,25“ Laufwerken können intern noch vier 3,5“ Laufwerke montiert werden, welche – falls ein 120mm Lüfter eingesetzt wird – im Luftstrom von diesem sitzen und somit gut gekühlt werden. Die Halterungen für die Festplatten sind leider in gleicher Richtung ausgerichtet wie die 5,25“ Laufwerke und können auch nicht aus dem Gehäuse entfernt werden, was die (De-) Montage der Festplatten bei eingesetzter Hardware zusätzlich erschwert.
Hinter der Front und an der Rückseite kann jeweils ein 120mm Lüfter montiert werden. Wir raten, trotz des luftigen Designs hier Lüfter einzusetzen, um einen konstanten Luftstrom zu gewährleisten und die Hardware vor der Überhitzung zu schützen.

Jede Seitenwand besitzt einen Griff.
Sehr einfach und unpraktisch wurde das Innere gestaltet.

Kühlung
Wie schon erwähnt wurde das Yesico Open Air für einen verbesserten passiven Wärmeaustausch konzipiert. Dennoch sind in Front und Rückseite Vorrichtungen zur Montage von jeweils einem 120mm Lüfter vorhanden. An der Rückseite muss der Lüfter lediglich in eine Plastikhalterung geklickt werden, was die Montage erleichtert. Auf der Außenseite sitzt zusätzlich noch eine Plastikabdeckung, deren Lamellen um 45° zur Rückseite gedreht sind, was den Schall und Luftstrom des Lüfters bricht und somit das Geräusch etwas reduziert.
Hinter der Front muss allerdings mit Schrauben gearbeitet werden, weswegen hierfür auch die Front demontiert werden muss. Positiv ist jedoch, dass entweder ein 80mm oder ein 120mm Lüfter hinter der Front eingesetzt werden kann, da für beide Größen die Bohrungen vorhanden sind.

An der Rückseite muss der 120mm Lüfter lediglich eingeklickt werden.
Die Lamellen der Abdeckung sind um 45° gekippt.

Verarbeitung & Design
Die Verarbeitung des Yesico Open Air war vorbildlich. Wir konnten im Inneren keinerlei scharfe Kanten feststellen, welche bei der Hardwaremontage zu Verletzungen führen könnten. Alle Plastikteile der Front waren ebenfalls sauber verarbeitet. Die silber-metallic Lackierung unseres Testmodells war ebenfalls sehr sauber aufgetragen. Was uns hierbei aufgefallen ist war, dass Fingerabdrücke auf der matten Oberfläche nicht zu erkennen sind.

Die Front erinnert stark an die CS601-Serie der Marke Chieftec. Bei Yesico wurde allerdings auch hier das schwarze Lochblech eingesetzt, welches einen sehr schönen Kontrast zum silbernen Gehäuse gibt. Der Bereich in dem Taster, LEDs und LCD sitzen hebt sich, dank glänzender Lackierung und Chrom-Fassung vom schwarzen Lochblech gut ab. Im Lochblech der Seitenwände wurde jeweils der Schriftzug der Firma Yesico eingestanzt, wodurch der Schriftzug dezent am Gehäuse angebracht wurde, ohne stark aufzufallen. Insgesamt war das Design sehr stimmig.

Das blau beleuchtete Display im Dunkeln.
Und die Front mit einem roten 120mm Lüfter bestückt.

Fazit
Das Yesico Open Air ist ein echtes Leichtgewicht und dank des luftigen Designs auch an heißen Sommertagen für leise Kühlungen ausgelegt. Dank dem geringen Gewicht wird das Gehäuse für jeden interessant, der häufig zu LAN-Partys geht und dennoch nicht viel Geld in ein Gehäuse, welches aus Aluminium gefertigt wurde, investieren möchte.
Unter dem Aspekt der Hardwaremontage betrachtet schneidet das Yesico Open Air leider nicht sehr gut ab, da es immer noch mit dem, mittlerweile überholten und selten verwendeten, „Schrauben-Design“ versehen ist, wodurch die Montage mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die Anzahl der Montagemöglichkeiten für Laufwerke hält sich für einen Midi-Tower in Grenzen. Spätestens bei Vollbestückung wird das Kabel-Management auf Grund der Anordnung im Inneren allerdings extrem schwer und auf passive Kühleigenschaften muss verzichtet werden.
Alles in allem erhält der Käufer des Yesico Open Air für knapp 50€ ein sauber verarbeitetes, platzsparendes Gehäuse, welches dank Lochblechoptik zwar gute Kühleigenschaften aufweist, allerdings bei der Hardwaremontage viel Zeit in Anspruch nimmt.

  Testergebnis
Kriterien Punkte
Lieferumfang: 6,0 /10
Verarbeitung: 9,0 /10
Ausstattung: 7,5 /10
Handhabung: 6,0/10
LAN-Tauglichkeit: 9,0/10
Preis: 9,0/10
  Pro & Kontra
+ saubere Verarbeitung - umständliche Hardwaremonage
+ Lochblechdesign  
+ sehr leicht  
  Infos
Preis: 49,90 Euro
Hersteller: Yescio
Bezugsquelle: PC-IceBOX

Das Gehäuse kann bei PC-IceBOX für 49,90 Euro käuflich erworben werden!

 

 

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