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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse & Zubehör > Gehäuse Seite 3/5

Kabelmanagement
Wie bereits erwähnt sind die drei Zonen durch Wände getrennt. Was wir bei vielen Gehäuseherstellern immer wieder vermissen gehört bei Antec zum Standard des Fusion. Die Gehäusedesigner haben sich hier Gedanken über das Verlegen der Kabel und die Verbindung der einzelnen Hardwarekomponenten gemacht und haben so ein ausgeklügeltes, gut durchdachtes Kabelmanagement in ihr HTPC-Gehäuse integriert, das wir schon jetzt loben möchten. Alle drei Bereiche sind untereinander mit großzügigen Kabeldurchführungen verbunden. Sowohl zwischen Mainboard- und Festplattenzone, als auch zwischen Mainboard- und Laufwerks- & Netzteilkammer, als auch Festplatten- und Laufwerks- & Netzteilzone ist je eine Kabeldurchführung in die Trennwände eingearbeitet.

Zahlreiche Kabeldurchführungen...
...sind in die Trennwände eingearbeitet…
…und erleichtern die Verlegung.

Die Trennwand zwischen Mainboard- und Netzteilkammer weist hier noch eine kleine Besonderheit auf. Dieser ist mit einem Kunststoffschiebemechanismus versehen, der durch eine Schraube gelöst, anschließend verschoben und wieder fixiert werden kann. Hierdurch wird ein Luftaustausch zwischen Netzteil- und Mainboardkammer verhindert, da vor allem diese Bereiche in Sachen Kühlung voneinander getrennt werden sollen. Dazu aber mehr unter dem Punkt Kühlung!

Ein Schiebemechanismus schließt…
… und öffnet die Durchführung.

Da beim Mainboard die meisten Kabel zusammenkommen wurden an der Trennwand zwischen Mainboard- und Festplattenkammer zwei wieder lösbare Kabelbinder befestigt, mit denen die Kabel sauber an der Seite verlegt werden können und so den Luftstrom von CPU-Kühler, Gehäuselüftern und den Luftaustausch zwischen Festplatten- und Mainboardkammer nicht negativ beeinflussen können.

Zwei dieser Kabelbinder sorgen für Ordnung.

Kühlung
Wie bereits ausführlicher beschrieben ist das Antec Fusion im Inneren in drei Kammerngegliedert. Wie schon bei den V-Gehäusen von LianLi ist dies vor allem durch das Kühlsystem zu begründen. Aber die Bereiche werden so nicht nur gegen Hitze voneinander isoliert, sondern auch von Geräuschen.
Die in der linken Gehäusewand befindlichen Lufteinlässe dienen zur Luftführung in der Netzteilkammer. Da das Netzteil durch den rückseitig sitzenden Lüfter die erwärmte Luft aus dem Inneren der Kammer befördert entsteht ein Unterdruck, der durch das Einströmen von Luft durch die Lufteinlässe der Seite ausgeglichen wird. Die Netzteilkammer verfügt somit über eine eigenständige Kühlung, die solange gewährleistet ist, wie das Einströmen von Luft durch die Einlässe ermöglicht wird. Das Gehäuse sollte daher nicht zu nahe an einer Wand oder einem Gegenstand aufgestellt werden und seitlich mindestens 2,5cm Platz haben. Um diesen Bereich nahezu vollständig von den beiden anderen Bereichen zu isolieren dichtet die Trennwand durch eine Schicht Moosgummi mit dem Deckel ab. Außerdem ist aus dem selben Grund der Schiebemechanismus der Kabelführung in dieser Trennwand integriert.

Die Mainboardkammer und die Festplattenkammer sind zwar ebenfalls durch eine Wand getrennt, allerdings reicht diese - im Gegensatz zu der Trennwand zwischen der Netzteilkammer und dem restlichen Gehäuse – nicht bis zum Deckel. Zwischen den beiden Bereichen kann also ein Luftaustausch stattfinden.
Im Mainboardbereich sitzen direkt neben dem CPU zwei 120mm Lüfter, welche so verbaut sind, dass sie die Luft aus dem Gehäuse herausbefördern. Die beiden TriCool™-Lüfter sind mit einem kleinen Schalter versehen, mit Hilfe dessen man die Geschwindigkeit und somit auch das Betriebsgeräusch des Lüfters in drei Stufen regeln kann. Zur Verfügung stehen H („High“), M („Medium“) und L („Low“). Bei Low dreht der Lüfter mit 1200 U/min bei einem Betriebsgeräusch von 25 dBA. Bei Medium dreht er bei 28 dBA mit 1600 U/min und auf High erzeugt er 30 dBA, da er mit 2000 U/min dreht. Wie sich das Geräusch der Lüfter in der Praxis auswirkt möchten wir unter dem Punkt Praxis näher betrachten. Beide Lüfter werden über einen 4-Pin Laufwerksstecker mit Strom versorgt.
Die beiden Lüfter saugen die Luft aus der Mainboardkammer und somit auch aus der damit verbundenen Festplattenkammer. Unterhalb des Festplattenkäfigs sind Lufteinlässe. Über diese kann – da das Gehäuse etwas erhöht steht – durch den Sog der von den Lüftern erzeugt wird, Luft zu den Festplatten strömen und diese kühlen.
In der Mainboardkammer befindet sich oberhalb der PCI Erweiterungssteckplätze im Deckel ein langezogener Lufteinlass. Über diesen werden die Erweiterungskarten und die Grafikkarte effektiv gekühlt. Außerdem befindet sich rückseitig ein CPU-Lufteinlass. Dieser ist mit einem Kunststoffwinkel versehen, um eine direktere Luftführung zum CPU-Kühler ermöglichen zu können. Da die CPU-Kühler unterschiedlich groß ausfallen wurden dem Gehäuse mehrere Abschnitte beigelegt, die in den Winkel eingesteckt werden können. So kann die Luftführung individuell verbessert werden.
Zur Front hin ist das Gehäuse vollständig geschlossen. In der Front findet man keine Lufteinlässe, was dafür sorgt, das Geräusche hier etwas besser geschluckt werden.

Zwei 120mm Lüfter saugen Luft aus der Mainboardkammer.
Beide lassen sich über je einen Schiebeschalter regeln.

 

 

 

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