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> Artikel > Hardwaretest > PC Komponenten > Diverses Seite 2/7

Die Komponenten
Der Prozessor
Was Leistung und Hitzeentwicklung bei einer CPU angeht, ist der Prozessorhersteller AMD zurzeit klar vor Intel. Die Verlustleistung eines AMD Athlon X2 3800+ liegt bei ca. 60 Watt und ist somit deutlich unter dem Konkurrenten Intel. Deshalb eignen sich AMD CPUs, theoretisch, besser zum Verbauen in leisen, leistungsstarken Computersystemen.
Der verbaute Prozessor ist mit zwei Kernen ausgestattet, die sich gegenseitig entlasten sollen. Jeder Kern ist mit 2 GHz getaktet und basiert auf dem Manchesterkern. 2 GHz hören sich im ersten Augenblick nicht viel an, doch man muss bedenken, dass es sich um zwei Mal 2GHz handelt und AMD CPUs sowieso mit einer niedrigeren Taktung genauso oder schneller sind, als ihre Kollegen von Intel, was mit dem Aufbau der CPU zusammen hängt.
Durch die zwei Kerne gibt es auch zwei L2 Caches, wodurch sich der Cache auf 1 Megabyte (2x 512KB) verdoppelt.
Alle neuen CPUs werden im 90nm-SoI Verfahren hergestellt. SoI steht hier für Silicon on Isulator, was so viel bedeutet, dass eine dünne Siliciumeinkristallschicht auf einer isolierenden Oxidschicht aufgetragen wird. Diese SoI-Wafer gleichen dem Aufbau eines Sandwiches. Viel näher möchten wir allerdings nicht in die Materie einsteigen. Es sei nur soviel gesagt, dass man durch das 90nm Verfahren die thermische Leistungsaufnahme stark senken kann.
Wie alle anderen aktuellen Modelle von AMD, wird auch der X2 3800+ für den 939er Sockel gefertigt.

Doch wozu stattet man die CPU eigentlich mit zwei Kernen aus? Der Einsatz von DualCore CPUs hat zwei Gründe. Der eine Grund liegt darin, dass man mit der bloßen Steigerung der Taktfrequenz kaum noch Performancesteigerungen herausholen kann. Zudem zeichnet sich die immer höher werdende Verlustleistung, also Hitzeentwicklung, als Problem ab.
Der zweite Grund liegt darin, dass man mit DualCore Prozessoren ohne große Systemveränderungen zu einer erhöhten Leistung kommen kann und das Arbeiten effektiver vonstatten geht. Auftretende Pausen, weil die CPU beispielsweise gerade ein Bild berechnen muss, werden dadurch vermieden. Vor allem in Server- oder Workstationsystemen findet die Verwendung von zwei oder mehreren CPUs schon lange Verwendung. Dank der Kopplung mehrerer Prozessoren/ Kerne können Aktionen (Threads) schneller und auch gleichzeitig abgearbeitet werden. Während sich der erste Kern mit der Berechnung eines Videos beschäftigt, kann der andere Kern andere Threads abarbeiten.
Einen ähnlichen Gedanken hatte Intel mit seiner HyperThreading Technologie. Durch dieses Feature wurde neben dem einen, realen Kern, ein virtueller erstellt. Sogar dadurch konnte man in einigen Bereichen einen Leistungszuwachs erreichen.

Heißt das jetzt, dass alle meine Anwendungen doppelt so schnell laufen könnten? Nein, denn das ist ein großer Irrtum. Viele Käufer von DualCore CPUs denken nun, dass ihre Spiele und ihr Videoprogramm schneller laufen, doch dem ist leider nicht so. Voraussetzung dafür, dass die Anwendungen vom DualCore profitieren können ist, dass diese speziell für Multicore (also CPUs mit mehreren Kernen) programmiert wurden.
Normale aktuelle Anwendungen wie Office, Brennprogramme oder Spiele können daher kaum Vorteile aus zwei zwei Kernen ziehen. Bis jetzt sind nur sehr wenige Spiele auf dem Markt, die diese „neue“ Technologie auch nutzen. U.a. wird für Quake 4 ein Betapatch angeboten, der eine Multiprozessorunterstützung mitbringt.
Vorteile können dafür Fotobearbeitungssoftware wie Adobe Photoshop oder Videoprogramme wie Premiere, ebenfalls von Adobe, erzielt werden. Denn diese enthalten schon den wichtigen Code, der dem Programm sagt, wie sie ihre Arbeit auf mehrere Kerne zu verteilen haben.
Auch Programme zur Erstellung von 3D Filmen oder Grafiken, wie Cinema 4D, bieten eine DualCore-Unterstützung. Erst mit der Zeit werden nach und nach Software und Spiele aktualisiert und somit fit für mehrere Kerne gemacht. Eine vielversprechende Anwendung bei PC Spielen soll z.B. die künstliche Intelligenz (KI) sein. Durch die Nutzung von zwei Kernen, kann diese gesteigert werden. Zur Zeit ist ein Spiel bereits in der Entwicklung, das durch eine besonders gute KI auftrumpfen soll – dank DualCore. Es handelt sich dabei um das Game Paraworld, ein Strategiespiel, bei dem die gesamte Spiellogik auf den zweiten Kern ausgelagert werden soll.
Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Bereich noch weiter entwickeln wird. Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass in DualCore CPUs die Zukunft liegt!

Das Mainboard
Als Hauptplatine kommt im Besser Leise Rechner ein ASUS A8R-MVP zum Einsatz. Positiv anzumerken ist, dass man hier auf hochwertige Markenware setzt. Nicht in jedem Komplett-PC findet man Mainboards von renommierten Herstellern, die dann auch eine ausreichende Aufrüstmöglichkeit bieten.
Das Besondere am ASUS A8R-MVP ist, dass es mit einem ATI Chipsatz bestückt ist. Zurzeit sind noch nicht ganz so viele Mainboards mit diesen Chips zu haben, obwohl sie in Sachen Leistung nicht weit hinter den Mainboards mit nVidia oder Via Chipsatz liegen.
Genauer gesagt handelt es sich hier um den Radeon Xpress 200 Chipsatz, der alle aktuellen AMD Athlon 64 CPUs unterstützt, die mit einem Sockel 939 ausgestattet sind.
Positiv fällt gleich die passiv gekühlte Northbridge auf, die alle wichtigen und aktuellen Features unterstützt. Dazu zählt natürlich die Dualchannel Funktion für den DDR Speicher. Maximal wird DDR400 unterstützt. Die Arbeitsspeichergröße ist dabei auf 4 GB begrenzt. So könnte man theoretisch vier 1GB Speicher auf dem Mainboard unterbringen.

Saubere Arbeit: Alle Komponenten wurden sorgfältig eingebaut. Hier gibt es nichts zu beanstanden.
Das I/O Panel des ASUS A8R-.MVP Boards.
Das Mainboard ist mit einem SATA II Controller ausgestattet.

Eine Art SLI wird vom RS480 Chip auch geboten. Allerdings handelt es sich dabei um eine eigene Technik von ATI, die sich Crossfire nennt. So können zwei ATI Karten gekoppelt werden ähnlich wie es bei SLI der Fall ist. Als Nachteil könnte sich allerdings die Voraussetzung erweisen, dass eine so genannte Masterkarte gebraucht wird, zumindest bei der X1800 und X1900 Grafikkartenserie. Die verbaute X1600er Karte benötigt keine Masterkarte und es könnte so einfach eine zweite X1600 eingebaut werden.
Wie auch bei SLI werden bei Crossfire zwei PCI-Express Slots verwendet. Ingesamt bietet die Northbride 16 PCI-Express-Lanes an. Nutzt man allerdings zwei x16 PCI-E Slots auf dem Mainboard wird jede Karte mit „nur“ acht Lanes angesprochen.

Ansonsten bietet das Board noch einen zusätzlichen x1 PCI-E Slot, der vor allem für Erweiterungskarten gedacht ist. Zurzeit findet man vermehrt TV Karten, die diesen Slot benutzen können.
Aber auch ältere Karten müssen nicht aus dem Rechner verbannt werden. Drei PCI Slots bieten hier genug Aufrüstmöglichkeiten! Ebenso praktisch sind die vier Speicherbänke zum Aufrüsten des Arbeitsspeichers. Der Besser Leise PC ist schon mit zwei 512MB Modulen bestückt, um den Dualchannel Betrieb zu gewährleisten.
Die Laufwerke werden über die ULi M1575 Southbridge angesprochen. Zwei herkömmliche IDE Anschlüsse werden dem Nutzer geboten, was für die beiden verbauten Laufwerke (Brenner & DVD) ausreicht. Für den Betrieb von Festplatten stehen vier SATA 3,0Gb/s Anschlüsse zur Verfügung. D.h. man kann akuelle SATA II Festplatten mit voller Leistung ansprechen. Erfreulicherweise kann der Nutzer den Rechner auch irgendwann mal mit einem Raidverbund aufrüsten, da der Uli Chipsatz diverse Arten des RAID unterstützt (RAID 0, 1, 1+0, 5).

Das braun/ gelbe Platinendesign ist zwar nicht schick, aber typisch für ASUS.
Kabel wurden sauber verlegt und zusätzlich mit Kabelbindern versehen.

Erfreulich ist die HD Audiounterstützung, die durch den ADI AD1986A SoundMAX High Definition Chip zur Verfügung gestellt wird. Dabei handelt es sich um einen 6-Kanal Sound Codec.

Viel mehr zum Board gibt’s eigentlich nicht zu sagen. Das gelb/ braune Platinendesign ist typisch für ASUS und sieht nicht besonders schick aus. Doch dieses Kriterium spielt hier ja auch keine Rolle. Die Komponenten auf dem Board sind alle gut untergebracht. So sollten auch etwas größere Kühler problemlos auf dem Board zu verbauen sein.

Hier noch mal eine Auflistung aller wichtigen Features des Boards:

Anschlüsse: 1 x Parallel
1 x Seriell
1 x IEEE1394a (plus einen internen Anschluss auf dem Board)
1 x Coaxial S/PDIF Output
1 x PS/2 Keyboard
1 x PS/2 Mouse
1 x 6-Channel High Definition Audio I/O
1 x RJ45
4 x USB 2.0/1.1 (plus vier interne Anschlüsse auf dem Board)
Laufwerke: 2 x IDE Anschlüsse bis UDMA 133
4 x Serial ATA 3.0Gb/s mit RAID 0, 1, 1+0, 5, und JBOD Support
Erweiterungsslots: 2 x PCI Express x16
1 x PCI Express x1
3 x PCI
Speicherunterstützung: 4 x DIMM, max. 4GB, DDR 400/333/266, ECC und non-ECC
Dual Channel Memory Architecture
Chipsatz: ATI Radeon Xpress 200
Format: Standard ATX

Weitere wichtige Informationen zum Mainboard könnt ihr auch unter www.asus.de einsehen!


 

 

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