Autor:
Sebastian Heinrich
Fotos: Sebastian Heinrich
Testdatum: 12.12.2005
Test:
Hoojum Cubit 5 Media Center Edition - Komplettrechner
Schon
seit Längerem sind Barebones in Mode. Neben Office-Anwendungen
und dem Wohnzimmer als Einsatzgebiet finden die kleinen
Kraftpakete jedoch auch immer mehr Beliebtheit bei Gamern,
deren hohen Anforderungen die Hardware immer mehr gerecht
wird.
Wir wollen uns heute einem Vertreter der Multimedia-PCs
zuwenden. Unser Testkandidat ist ein, eigens für
den Einsatz als Media-PC zusammengestelltes, auf einem
Shuttle-Mainboard basierendes System der Firma rechenform.
Der Cubit5 durfte uns in unserem Test davon überzeugen,
ob das, was – außer einem Shuttle-System
– in ihm steckt, auch für den Einsatz als
Media-PC genügt.
An
dieser Stelle möchten wir uns bei der Firma
rechenform
für die Bereitstellung des Cubit5 bedanken.

Lieferumfang
Neben dem Komplettrechner im Cubit5, zu dessen Hardware
wir später noch kommen, findet man ein kleines
Zubehörpaket vor. Zur Schnurlosen Kontrolle über
das Media-Center wurde dem Cubit5 eine Fernbedienung
der Firma Microsoft mit ins Paket gelegt. Außerdem
wurde noch an ein 230V Kaltgerätkabel sowie ein
Softwarepaket gedacht, welches folgende Programme enthält:
Windows XP Media Center Edition 2005, PowerDVD 6, Nero
6. Das Betriebssystem und die Programme sind bereits
auf dem Rechner installiert, liegen aber trotzdem noch
als Originale auf CD-Rom bei.
Gehäuse
– Hoojum Cubit5
Der, von der englischen Firma Hoojum entwickelte, Cubit5
ist speziell für die Verwendung mit Shuttle SFF
Mainboards und Shuttle SFF Netzteilen ausgelegt und
bietet zusätzlich die Möglichkeit die Heatpipe,
die in Barebones der Firma Shuttle integriert ist, zu
verwenden.
Bei dem von uns getesteten System ist das Gehäuse
bereits enthalten. Man kann es jedoch auch einzeln erwerben,
wobei sich hier jedoch die Frage stellt, ob es wirklich
Sinn macht, einen teuren Shuttle Barebone zu kaufen
und die Hardware in den Cubit5 einzusetzen und so doppelt
zu zahlen.
Betrachtet man die Dimensionen des Cubit5 und vergleicht
sie mit denen eines Shuttle Gehäuses erkennt man,
dass hier kaum ein Unterschied festzustellen ist. Aber
nicht das optische Design des Cubit5 ist es, das ihn
so von den Shuttlen unterscheidet, es ist vor allem
das Design des Innenraums.
|
|
Der
englische Gehäusehersteller Hoojum bietet
den Cubit 5 an, der als direkter Nachfolger des
Cubit 3 auf den Markt gebracht wurde. |
Der
Komplettrechner nimmt den gleichen Platz in Anspruch
wie ein herkömlicher Shuttle Barbone Rechner. |
Beim
Cubit5 können lediglich Front und Rückseite
entfernt werden. Ein Entfernen eines Gehäusedeckels
oder von Seitenteilen ist hier unmöglich, da der
komplette Korpus aus einem Guss gefertigt ist. Der Körper
des Cubit5 dient, dank einer großen Anzahl von
Schienen, als Halterung für das Skelett, das komplett
in die entsprechenden Schienen geschoben wird. Beim
„Quickslot“-System wird klar, dass es kein
Nachteil ist, dass Deckel und Seitenwände nicht
abgenommen werden können – ganz im Gegenteil.
Wer später die Hardware seines Cubit5 Systems ergänzen
möchte, oder ein eigenes System auf einen Cubit5
aufbaut, dem wird durch das Schienensystem der Einbau
deutlich erleichtert, da man die einzelne Hardware nur
auf metallene Einschübe montieren und anschließend
in die entsprechenden Schienen einführen muss.
Zudem wird der kleine Innenraum des Cubit5 durch die
Innovative Idee des „Quickslot“-Systems
vollständig ausgenutzt.
|
|
Die
gesamte Hardware wird im Cubit auf kleinen Schienen
montiert. |
Soll
ein Bauteil demontiert werden, so zieht man es
einfach heraus. |
Aber
auch in Sachen Design hat sich Hoojum Mühe gegeben.
Der aus insgesamt 4kg Aluminium gefertigte Cubit5 kann
in insgesamt 9 verschiedenen matten Farbtönen bestellt
werden. Zu den 9 Farben gesellt sich noch die Sonderausgabe
des Cubit5 im Chrom-Look, dessen Oberfläche von
Hand poliert und versiegelt wird.
|
|
|
Das
Cubitsystem ist in verschiedenen Farben bei Rechenform
erhältlich. Hier die Farbe Rost. |
Peach |
Blau |
|
|
Schwarz |
Als
sehr schick hat sich die Chrome Version gezeigt.
Die glatte Oberfläche kann problemlos als
Spiegel benutzt werden ;) |
Der
Cubit5 ist – im Kontrast zu den unter anderem
sehr bunten Farben – sehr schlicht gestaltet.
Die Front besteht aus einer 5mm dicken Aluminiumplatte.
Im linken und rechten Bereich der Front sitzen Lufteinlässe,
durch die Luft ins Innere des Cubit5 strömen kann.
In die Lufteinlässe der linken Seite wurde eine
schwarze Acrylplatte integriert, hinter welcher der
Infrarot-Empfänger sitzt, der die Signale der Fernbedienung
entgegen nimmt. Da als Laufwerk ein Slot-In von Panasonic
eingebaut ist wurde hierfür auch nur ein Schlitz
in die Front gefräst. Dieser ist in der selben
Form die die Lufteinlässe gestaltet und hebt sich
daher kaum von der Front ab.
Power- und Resettaster des Cubit5 sind sehr unauffällig.
Der Powertaster ist leicht aus dem Gehäuse gehoben,
dass er auch mühelos gedrückt werden kann,
während man zur Betätigung des Resettasters
einen spitzen Gegenstand benötigt. Beide Knöpfe
sind im Chrom-Look gehalten. Was uns hier etwas gestört
hat waren die beiden Inbusschrauben, welche die, hinter
der Front liegende, Platine fixieren.
|
|
|
Die
silberne Halbkugel ist der Powerknopf. Direkt
dadrüber sitzt, etwas im Metall versenkt,
der Resetbutton, der nur mit einem Spitzen Gegenstand
betätigt werden kann. |
Die
ausgefrästen Luftschlitze sind perfekt verarbeitet.
Außerdem ist die Auswurftaste für das
CD Laufwerk gut zu erknnen. |
Praktisch:
Der integriete Kartenleser kann zahlreiche Medien
lesen und man erspart sich das extra Anschließen
eines externen Gerätes. |
Da das Cubit5 System einem Desktop-System in nichts
nachstehen soll wurde in den kleinen Würfel sogar
ein Card-Reader eingebaut, der über die Einschübe
in der Front mit Karten gefüttert werden kann.
Natürlich dürfen die Frontanschlüsse,
wie sie bei normalen ATX-Gehäusen zu finden sind
auch beim Cubit nicht fehlen, weswegen dieser mit zwei
Audio-, zwei USB- und sogar einem Firewire-Anschluss
versehen ist.
Betrachtet
man die Rückseite des Cubit5 erkennt man deutlich,
dass ein Shuttle-System in ihm steckt. Grund dafür
ist, dass man lediglich Platz für zwei Erweiterungskarten
hat. Einer der beiden Slots ist mit der TV-Karte versehen,
der andere ist noch frei und kann mit einer Erweiterungskarte
bestückt werden. Wie bei den Shuttle Gehäusen
sitzen in der Mitte der Rückseite die Lüftungsschlitze.
Hinter diesen sitzen die Lamellen des Heatpipekühlers
und ein 80mm Lüfter – neben dem Netzteillüfter
der einzige des Cubit5, der die erwärmte Luft aus
dem Gehäuse befördert.
|
|
|
Hier
noch mal gut zu erkennen, das Panasonic Slot-In
Laufwerk. |
Das
kleine Shuttle Mainboard bringt zahlreiche Anschlüsse
mit. |
Die
TV Karte von Hauppauge bietet nebem dem TV, auch
einen Radiotuner. |