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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse & Zubehör > Gehäuse Seite 2/4

Stellt man das PC-V600 direkt neben dem V1000 Gehäuse, stellt man fest, dass sich außer der Höhe nichts an den Maßen verändert hat. Auffällig ist die enorme Tiefe von 49cm, die zwar auch schon beim größeren Bruder vorzufinden war, jedoch durch die geringe Höhe verstärkt wahrgenommen wird.
Unserer Meinung nach hätte man die Tiefe ruhig etwas kürzer halten können. So käme das Gehäuse optisch etwas schöner und kompakter rüber. Die Breite ist mit 21cm ebenso gleich geblieben.
Doch was hat sich noch geändert? Leider sind die praktischen Rollen, die an den V1000 Modellen zu finden sind, beim kleinen Case weggefallen. Stattdessen montierte man kleine, flache Standfüße. LianLi hat hier anscheinden stark versucht das Gehäuse so flach wie möglich zu machen. Doch wer auf die Rollen nicht verzichten kann, kann diese für ca. 30 Euro in verschiedenen Onlineshops nachkaufen.
Die vier Laufwerksschächte versieht LianLi wieder mit den gewöhnlichen Blenden. Leider wurde keine Universal-CD-Blende beigelegt, wie es noch beim V1000 der Fall war. So muss die Blende für ein paar Euro extra dazu gekauft werden, wenn man seine CD-Laufwerke verstecken will.

Der Powerbutton ist nun nicht mehr aus Metall, sondern aus Plastik. Neu hinzu gekommen ist der Resetswitch.
Die Laufwerksschächte werden von den gewöhnlichen Alublenden abgedeckt. Richtige Laufwerksblenden müssen zusätzlich gekauft werden.
Die schicken und praktischen Rollen mussten normalen Füßen weichen - schade.

Kaum noch Standard ist das 3,5“ Floppylaufwerk. Viele User verbannen mittlerweile das Diskettenlaufwerk aus ihrem Gehäuse, da man lieber USB Sticks oder andere Medien nutzt. Diesem Trend ist LianLi nachgekommen und verzichtete auf einen externen 3,5" Schacht. So kann kein externes 3,5“ Gerät mehr installiert werden, egal ob Floppylaufwerk oder Fancontroller. Möchte man gar nicht auf diesen Schacht verzichten, gibt es spezielle 5 ¼â€œ Blenden nachzukaufen, in denen ein solches Laufwerk eingebaut werden kann.
Die restliche Front ist mit dem üblichen Lochdesign versehen, was eine besonders gute Belüftung der Komponenten zulässt. Der mittig angeordnete Power-Knopf ist beim V600 nun aus Kunststoff gefertigt und daher leider nicht mehr ganz so hochwertig wie der aus Metall beim V1000. Dafür ist erfreulicherweise ein Restknopf hinzu gekommen. Der kleinere Druckschalter sitzt direkt unter dem Powerbutton. Eine blaue Betriebs- und eine rote Festplattenleuchte signalisieren den Betrieb bzw. die HDD-Aktivität.

Das kleine USB-/Firewire- und Audiopanel ist von der Front auf den Deckel des Gehäuses gewandert. Es befindet sich im vorderen Deckelbereich und hält ein Firewire-, zwei USB- und zwei Audioanschlüsse bereit. Die Platzierung auf dem Deckel finden wir ganz praktisch. So muss man sich nicht ganz so tief bücken um am USB Port zu gelangen. Das hochwertige LianLi Logo an der Front ist immer noch an gleicher Stelle geblieben.

Die Laufwerksblenden sind ebenfalls aus Aluminium gefertigt.
Ein Frontpanel befindet sich direkt auf dem Deckel des Gehäuses. So kann man die Stecker immer leicht erreichen.
Damit Frontpanel, LEDs und Buttons funktionieren, müssen diese Kabel an das Mainboard angeschlossen werden.

Die Seitenwände sind mit einer Materialstärke von 2mm besonders dick. Sie lassen sich beide problemlos mit der bekannten Hebelmethode entfernen. So muss auf der Rückseite des Cases nur eine Daumenschraube gelöst und anschließend ein Hebel herausgezogen werden. Anschließend ist die Seitenwand lose und kann entfernt werden.

Wie auch bei der kompletten V-Serie setzt LianLi auch beim kleinen Gehäuse auf den eATX Formfaktor. D.h., man verbaut die Hardware auf den Kopf. Die Komponenten sind so um 180° gedreht mit dem Ergebnis, dass man von rechts an das Gehäuseinnere gelangt.
Durch die eATX Montage soll sich die Belüftung der Hardware verbessern, wobei sich diese Methode noch nicht ganz auf den Gehäusemarkt durchgesetzt hat.

Vom großen Bruder übernommen: Die Türöffnungs-Menschanik.
Löst man die Daumenschraube und zieht an der Schiene, kann man die Seitenwand abnehmen.
Das Netzteil sitzt nun direkt der CPU gegenüber. Daher kann nicht jeder Kühler verwendet werden.
 

 

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