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> Artikel > Hardwaretest > Cooling > CPU Kühler Seite 3/4

Der Lüfter
Der hauseigene Scythe Lüfter ist ein 120mm Modell und bietet mit angegebenen 46,5 CFM einen akzeptablen Luftdurchsatz, wenn man die vom Hersteller angegebene Lautstärke von 23,6 dB(A) berücksichtigt.
Die Lüfterdrehzahl liegt bei 1200 U/min. Im Test war es auch problemlos möglich, den Lüfter mit nur 5 Volt anlaufen zu lassen. Dann dreht der Lüfter zwar fast so langsam, dass man die einzelnen Rotorblätter zählen kann, aber er bringt immer noch einen kleinen Luftzug mit sich. Zudem ist er so unhörbar. Im 12Volt Betrieb ist ein leises, recht hohes Laufgeräusch feststellbar. Bei geschlossenem Gehäuse ist der Ton allerdings kaum wahrnehmbar.
Der Lüfter weist eine gute Verarbeitung auf. Der Kunststoffrahmen ist sauber verarbeitet.
Befestigt wird der Fan durch ein Klammersystem. Dabei werden zwei Klammern, jeweils eine rechts und links vom Kühler in die dafür vorgesehenen Aussparungen gesetzt und am Lüfter eingehakt. Die Halterung hielt zwar im Betrieb, jedoch sollte bei einem Transport der Lüfter abmontiert werden, da die Klammern unter Spannung stehen und leicht vom Kühler abspringen können.

Die Montage
Wir möchten die Installation des Kühlers anhand eines AMD Athlon 64 System demonstrieren, wobei es hier gar nicht soviel zu sagen gibt.
Zunächst sollte man schauen, ob das Mainboard eine Backplane auf der Rückseite besitzt, die den CPU Kühler hält. Ist keine montiert oder ist sie vielleicht nicht mehr so stabil, kann sie gegen die Backplane von Scythe ausgetauscht werden. Sie muss auch gewechselt werden, wenn die mitgelieferten Schrauben, zum Befestigen des mitgelieferten Retentionmoduls nicht passen sollten.

Im Lieferumfang ist sogar ein kleiner Schraubenschlüssel beigelegt, der zur Montage der Backplane dient..
Die CPU muss zunächst gereinigt und anschließend mit der neuen Wärmeleitpaste beschmiert werden.
Verfügt das Mainboard über kein passendes Retentionmodul, muss das von Scythe verwendet werden.

Ist bereits die richtige Backplane montiert, so wie in unserem Fall, muss nur das neue Retentionmodul angeschraubt werden.
Anschließend sollte die CPU mit einer dünnen Schicht Wärmeleitpaste versehen werden. Am besten lässt sich diese mit einem leicht flexiblen Plastikstück verteilen. Die Paste soll nur Unebenheiten auf dem Prozessor und bei der Bodenplatte des Kühlers ausgleichen und eine Verbindung zwischen den beiden Komponenten darstellen.
Hat man das hinter sich gebracht, kann der Kühler aufgesetzt werden. Anschließend müssen die vier Klammern in die Halterungen des Retentionmoduls gehakt werden. Durch die großen Ausmaße ist das allerdings nicht immer ganz leicht. Vor allem wenn man noch alle Komponenten im Rechner drin hat oder ein kleines Gehäuse besitzt. Dann kann die eigentlich recht leichte Montage schon nervenraubend enden.
Hat man den Kühler befestigt, sitzt er ausreichend fest. Auch das Abmontieren stellte sich als sehr leicht heraus und vollkommen ohne Werkzeug.

Die Montage des Lüfters geschieh über Klammern.
In der Praxis zeigte sich diese Art der Installation als sehr fummelig.
Die Klammern stehen sehr unter Spannung nach der Montage.

Etwas fummeliger ist die Montage des Lüfters. Befestigt man die Klammern am Lüfter, kann die erste problemlos im Kühler eingehakt werden. Für die zweite Klammer allerdings muss viel Kraft aufgewendet werden, um sie in die Aussparungen zu bekommen.
Hier sollte man auf jeden Fall etwas nachbessern, denn die stabilste Methode ist die Halterung auch nicht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Montage des Kühlers schnell von statten gehen soll. Wenn man genug Platz im Gehäuse hat und schon ein klein wenig geübt ist, was Kühler montieren angeht, hat man den Ninja innerhalb von ein paar Minuten auf der CPU drauf.
Leider wurde die Lüftermontage nicht ganz so elegant gelöst.

Praxis
Am meisten waren wir auf die Leistung des Kühlers gespannt und ob die Versprechungen wirklich eingehalten werden können – nämlich einen AMD Athlon 64 komplett passiv zu kühlen.
Der Kühler wurde im folgenden Rechner eingebaut:

CPU AMD Athlon 64 3400+ (2,4 GHz)
Mainboard Abit KV8 Pro (Via K8T800 Pro)
Grafikkarte Galaxy 6600GT (1GHz Speicher) AGP
CPU-Kühler Thermalright XP 120
Arbeitsspeicher 2 x 512 Corsair CL 2,5 (DDR 400)
Festplatte/n Samsung 160 GB (7400 U/min, SATA)
CD-Laufwerke/ Brenner etc. LG 8x DVD Brenner, LiteOn 52x CD-Brenner
Sonstiges:  DVB-T Karte, Hauppauge TV-Karte analog, LianLi V1000 e-ATX Case
Gehäuselüfter: 
1x 120mm Fan an Rückseite (Noiseblocker 1000U/min)

Die komplette Hardware sitzt in einem LianLi V1000 eATX Gehäuse. Zum Testsystem ist nicht mehr viel zu sagen. Der AMD Athlon64 3400+ ist einer der älteren 64 Versionen, wodurch er im Gegensatz zu den neuen CPUs mit 939er Sockel und Vience Kern noch etwas wärmer wird als seine Nachfolger.
Während des Passivbetriebs waren nur die Gehäuselüfter im Rechner aktiv. Ein Gehäuselüfter sitzt direkt gegenüber des CPU Kühlers und befördert die Luft nach außen.

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Der Koloss im passiven Betrieb.
Möchte man lieber etwas mehr Kühlperformance, dann setzt man noch auf den leisen 120mm Fan.

Im Test mit aktiver Kühlung wurde der beigelegte Scythe Lüfter so am Ninja montiert, dass er die Luft durch den Kühler zum Gehäuselüfter hin nach außen pustet. Zudem wurde das Gehäuse während des Tests offen gelassen.
Die Werte wurden einmal im Leerlauf und einmal im Volllastbetrieb entnommen. Die 100%ige CPU-Auslastung wurde mit dem Programm CPU-Burn simuliert.
Zum Auslesen der Temperaturen diente EVEREST Home Systemanalyse. Die Zimmertemperatur lag bei ca. 22°C.

 

 

 

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