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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse & Zubehör > Gehäuse Seite 1/7

Autor: Marcel Reichelt
Fotos: René Reichelt
Testdatum: 05.08.2007

Teures Prachtexemplar
Test: Antec P190 High End ATX Gehäuse

Der Gehäusemarkt ist von vielen großen Herstellern hart umkämpft. Wo es früher nur eine Hand voll Hersteller gab, tummeln sich heute zahlreiche Anbieter mit immer originelleren „PC-Hüllen“. Ein Trend ist allerdings dabei zu beobachten. Die stark gemoddeten Modelle sind weniger geworden und die Designs werden eher etwas schlichter und nicht mehr ganz so verspielt. Ein schlichtes Gehäuse, das schon vor einiger Zeit großen Erfolg feiern konnte war das Antec P180. Gerade das Design, die hohe Qualität und die Features haben Käufer angelockt. An diesem Erfolg möchte Antec wieder anknüpfen und brachte vor gar nicht allzu langer Zeit das P182 auf den Markt, welches einige kleine Veränderungen mit sich brachte.
Zeitgleich mit dem P182 wurde auch das P190 Gehäuse der breiten Öffentlichkeit präsentiert, ist aber offiziell erst Ende diesen Monats im Laden erhältlich. Daher freuen wir uns umso mehr, euch einen Exklusivbericht zum P190 liefern zu können. Das neue Gehäuse der Performance One Serie richtet sich vor allem an die HighEnd User unter uns, seien es Hardcore-Gamer, Overclocker oder Besitzer von Server.

Lieferumfang
Der Postbote hatte schwer zu tun um das Paket ohne Sackkarre zu uns zu befördern, denn der große Karton bringt einiges an Gewicht auf die Wage. Satte 20 Kilo wiegt der Koloss plus Verpackungsmaterial, was schon einiges zu heißen mag.
Der edle, schwarze Karton erinnert von der Aufmachung her ein wenig an die Apple Mac Pro oder G5 Kartons. Im Innern fanden wir ein gut gepolstertes Gehäuse wieder.
Neben dem Case wird das obligatorische Zubehör beigelegt. Dazu zählen diverse Schrauben und Laufwerksschienen zur Hardwaremontage und auch ein ausführliches Handbuch in verschiedenen Sprachen.
Neben dem „losen“ Zubehör sind natürlich auch noch einige Lüfter und sogar zwei Netzteile mitgeliefert, aber dazu später mehr!

Das Antec Gehäuse von Außen.
Der Lieferumfang ist komplett. Neben dem hier gezeigten Zubehör liegen auch noch Lüfter und zwei Netzteile bei.

Das Gehäuse
Rein vom Aussehen her kann man die Ähnlichkeit zum Vorgänger P180 auf jeden Fall ausmachen. Was aber gleich auffällt ist die veränderte Größe. Es ist zwar nur 10cm tiefer, in der Höhe in etwa identisch mit seinem kleinen Bruder, wirkt aber dennoch viel wuchtiger. In der Breite unterscheiden sich die Modelle nicht.
Das gesamte P190 ist in einem matten schwarz lackiert worden. Dabei ist auffällig, dass der Deckel eine wesentlich rauere Oberfläche besitzt als die restlichen Teile. Praktisch ist das natürlich hinsichtlich von Kratzern, die man dann oben nicht so schnell sieht. Zudem besteht der Deckel auch aus einem dicken Kunststoff, welches aber einen sehr stabilen Eindruck macht. Unter der Kunststoffabdeckung befindet sich aber ein zusätzlicher Metalldeckel.

Der oben angebrachte Deckel ist aus Kunststoff gefertig. Unter dieser Konstruktion sitzt aber noch mal ein Metalldeckel.
Das P190 ist rund 10cm tiefer als sein kleiner Bruder P182.
Die Frontansicht mit geschlossener Fronttür.

Als Hauptfertigungsmaterial verwendet Antec Stahlblech, weshalb das Gewicht auch so hoch ist. Dafür ist es im Gegensatz zu Aluminium natürlich wesentlich stabiler und geräuschdämmender.
Einzig die Frontblende wurde aus Kunststoff gefertigt, was der Gesamtqualität aber nicht negativ anzurechnen ist. Denn der verwendete Kunststoff macht einen hochwertigen Eindruck. Die Front ist mit einer Tür versehen, die sich um 270° nach links hin öffnen lässt. Nach innen und außen ist sie mit einem dünnen Stück Alublech bedeckt, welches ebenfalls schwarz lackiert ist. In der rechten oberen Ecke ist ein eingestanztes Antec Logo zu finden. Durch die Metallverkleidung wirkt die Tür sehr hochwertig. Geschlossen gehalten wird die Klappe durch zwei Magnete – dadurch können keine Plastiknase abbrechen oder verbiegen.

Werfen wir doch mal einen Blick hinter die Tür – hier verbergen sich die diversen Laufwerksschächte und Lufteinlässe. Ingesamt vier 5,25“ Laufwerke können verbaut werden. Zeitgemäß befindet sich „nur“ ein externer 3,5“ Schacht, der aber für heutige Bedürfnisse vollkommen ausreichen sollte. Der Floppy Einschub befindet sich im unteren Drittel der Blende. Über und unter dem Einschub befindet sich jeweils ein 14,5 x 13cm großes Kunststoffgitter, hinter dem sich Einbaumöglichkeiten für Festplatten befinden. Das Besondere an diesen beiden Gittern ist, dass man sie, durch drücken auf der rechten Seite, aufklappen kann. Denn hinter der Tür oder Gitter befindet sich ein herausnehmbarer Staubfilter. Da er aus feinen Kunststofffasern besteht, kann er einfach unter fließend Wasser ausgespült werden.

Öffnet man die Tür, hat man auf alle Laufwerke und Schalter zugriff.
Zudem kann man die Staubfilter hinter der Front reinigen.
Direkt hinter den Staubfiltern können Lüfter montiert werden.

 

 

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