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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse & Zubehör > Gehäuse Seite 2/7

Die Power- und Resetschalter lassen sich nur bei geöffneter Fronttür betätigen. Auch die eingebaute, blaue Festplatten-LED sieht man nur bei geöffneter Tür.
Direkt zugänglich sind jedoch die Frontanschlüsse, die sich in einer seitlichen Aussparung befinden. Hier erfüllt das Antec P190 den Standard mit zwei USB 1.1/ 2.0, einem Firewire 400 und zwei Audio Anschlüssen. Auch die kleine, blaue Betriebsleuchte ist in diesem Bereich zu finden.
Eine Besonderheit an der Frontblende konnten wir noch ausmachen: Der Rahmen der Blende ist rundherum mit Luftschlitzen versehen, so das auch im geschlossenen Zustand, Luft durch die Front und dann in das Innere des Rechners gelangen kann. Allerdings verfügen auch die anderen P1xx Modelle über dieses Feature. Zudem kann die Front auch dank eines Schlosses abgeschlossen werden. So können Unbefugte den Rechner nicht einschalten oder an die Laufwerke gelangen.

Die Frontanschlüsse: 2x USB, 2x Audio und 1x Firewire.
Power- und Resetschalter sitzen hinter der Fronttür, sowie die blaue HDD LED.
Die Front ist mit einem dünnen Alublech versehen, was dem Aussehen aber nur zu gute kommt.

Kommen wir zum hinteren Teil des Korpus. Die beiden Seitentüren wirken schwer und robust. Auffällig sind die diversen, silbernen Schraubenköpfe an den Seitenwänden. Zur zusätzlichen Schalldämmung wurden auf den Innenseiten der Türen noch mal zusätzliche Seitenpaneele angeschraubt. Diese sollen ein Teil des Schalls absorbieren. Die zusätzlichen Teile sind ein weiterer Grund für das hohe Gewicht. Eine Seitenwand bringt schon ordentlich an Gewicht mit sich. Der kleine Bruder, der P182 Tower, hat allerdings eine dreilagige Seitentür. Inwiefern hier die Unterschiede in Dicke und Effektivität liegen können wir leider nicht sagen.
Bemerkenswert ist der an der linken Seitenwand angebrachte 200mm Lüfter, der von Antec liebevoll „Big Boy“ genannt wird. Sogar recht große 120mm Lüfter wirken dagegen wie Winzlinge. Der Fan ist auf einen speziellen Rahmen geschraubt. Hinter dem Rahmen befindet sich ein großer Staubfilter, der sich herausziehen und auswaschen lässt. Allgemein ist das Anti-Staub-System sehr intelligent und benutzerfreundliche gelöst worden. Nur ragt der Lüfter aufgrund der darunter liegenden Konstruktion und seiner eigenen Bauhöhe von 3cm recht weit in das Gehäuse hinein. Inwiefern sich das auf verbaute Kühler etc. auswirkt, werden wir in der Praxis sehen.

Die linke Seitenwand hält was Besonderes bereit.
...nämlich einen großen 200mm Fan.
Er pustet kühle Luft direkt auf das Mainboard.
Die Seitenwand ist durch zusätzliche Panele gedämmt und soll den Schall schlucken.
Auch bei der 200mm Version hat man sich für einen Staubfilter entschieden.
Der Lüfter kann durch einen kleinen Regler in drei Stufen geregelt werden.

Die rechte Seitenwand hält keine Besonderheiten bereit. Dafür aber die Rückseite. Neben den gewöhnlichen Öffnungen für das I/O Panel des Mainboards und den Erweiterungskarten, lassen sich auf der rechten Seite zwei runde, mit Gummi verkleidete Öffnungen ausmachen. Diese dienen zum Durchführen von Schläuchen, denn nicht selten kommt es vor, dass Benutzer ihre Wasserkühlung nicht in den PC verbauen möchten, sondern eine externe Lösung verwenden. So müssen nicht mühsam extra Löcher in das schöne Gehäuse gefräst werden. Die Gummilagerung schützt beim Durchführen des Schlauches vor das scharfkantige Stahlblech.
Ein 120mm Lüfter, der in Höhe des Prozessors sitzt schaufelt die erwärmte Luft aus dem Inneren nach außen. Speziell für den Lüfter an der Rückseite und die im Deckel, findet man sogar eine Minilüftersteuerung vor. Sie sitzt am oberen Rand der Rückseite und verfügt über drei Schalter zur Regelung der Drehgeschwindigkeit. Mehr dazu aber später!

Die Rückseite .
Neben den Slots findet man zwei Öffnungen, durch denen z.B. Schläuche externer Wasserkühlungen gelegt werden können.
Zwei Netzteile sind im P190 verbaut für maximale Leistung.

Im unteren Bereich der Rückseite fällt einem sofort eine Besonderheit auf, nämlich zwei Netzteile. Dabei handelt es sich um hauseigene Geräte der NeoPower Serie. Wie die beiden Netzteile arbeiten und welche Leistung sie liefern, gibt es unter den Punkt „Die Netzteile“ zu lesen!
Bevor wir allerdings dort ankommen, wenden wir uns dem Innenraum des P190 zu. Rein vom Platz her sollte man bei diesem großen Gehäuse keine Probleme bekommen. Vor allem der Bereich wo das Mainboard installiert wird, wurde im Vergleich zum P182 vergrößert. Jetzt ist es auch möglich Extended ATX Mainboards mit einer Größe von 12“ x 13“ zu verbauen. Interessant ist diese Größe vor allem für die, die im Gehäuse ein Servermainboard mit zwei Prozessoren verbauen wollen.
Neben den E-ATX Boards passen natürlich auch handelsübliche ATX Platinen auf den Mainboardschlitten. Die Abstandshalter zur MB Montage können beliebig versetzt werden. Da wir gerade beim Mainboardschlitten sind: Leider ist dieser fest im Gehäuse eingebaut und nicht herausnehmbar. Da sich das P190 gerade an Power User richtet, wäre das sicherlich eine sinnvolle Funktion gewesen und vor allem für den Preis. Selbst billigere Modelle bieten einen herausnehmbaren Mainboardschlitten an.

Einblick ins Innere - viel Platz für große Hardware.
Sogar DualCPU Mainboards können im Gehäuse untergebracht werden.
Ingesamt fassen zwei HDD Käfige sechs Festplatten

 

 

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