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> Artikel > Hardwaretest > Gehäuse & Zubehör > Gehäuse Seite 7/7

Während des Betriebs konnten wir einen deutlichen Luftstrom im PC feststellen. Allgemein konnten und die Temperaturen im Innern sehr überzeugen. Doch wo gehobelt wird fallen auch Späne – wie schon vermutet ragt der 200mm große Lüfter zu tief in das Innere hinein. So kam es zu einer Kollision mit unserem CPU Kühler (Scythe Kama Cross). Dabei zählt der Kühler nicht mal zu den großen, wenn man ihn mit den Tower Kühler wie Scythe Infinity oder Ninja vergleicht. Auch der Infinity stößt direkt gegen den großen Lüfter.
Unserer Meinung nach, sollte ein Gehäuse, das an Power User gerichtet ist, auch die Möglichkeit bieten Power CPU Kühler aufzunehmen! Vor dem Kauf eines CPU Kühlers muss also gemessen werden, ob dieser mit dem Lüfter in Berührung kommt. Soll dennoch nicht auf große Kühler verzichtet werden, muss eben der „BigBoy“ demontiert werden.

Nach dem Erfolgreichen Einbau der Hardware sieht das ganze so aus.
Dank der diversen Öffnungen, können Kabel sehr ordentlich verlegt werden.
Die Snake-Light erzeugt ein ausreichend helles Licht, um im Innern arbeiten zu können.

Als sehr hilfreich hat sich die eingebaute Lampe erwiesen. Sie gibt ein wunderbares Licht ab, was zum Basteln auf jeden Fall ausreicht. Dank des flexiblen Arms kann man viele Bereiche des Gehäuses ausleuchten. Leider reicht das Licht aber nicht aus, um auch den untersten HDD Käfig ein wenig zu erhellen.
Auch entscheidend waren Lautstärkeentwicklung und Leistung der Netzteile. Schaltet man alle Lüfter im Gehäuse ein und lässt sie auf der niedrigsten Stufe laufen, kann man ein leises Surren wahrnehmen. Lässt man alle Fans auf stärkster Stufe laufen, kann man diese sehr deutlich hören. Zum Arbeiten ist das Geräusch wahrscheinlich zu laut. Im Allgemeinen hat man sich aber Mühe gegeben, ein möglichst leises System bei optimaler Kühlung zu ermöglichen! Im direkten Vergleich fallen die 120mm Fans natürlich ein wenig lauter aus, als die großen Kollegen.
Erfreulich war, dass das Netzteil im Betrieb, trotz der 80mm Lüfter, angenehm ruhig arbeitete. Sicherlich auch durch die extra Netzteilzone.

Die Spannungsmessungen ergaben ein gutes Gesamtbild. Alle Leitungen sind im grünen Bereich und liegen innerhalb der zulässigen Toleranzgrenzen.
Eine Frage die man sich sicherlich stellt ist, wie es mit dem Stromverbrauch aussieht, da man ja zwei Netzteile verwendet. Im direkten Vergleich zu einen 400 Watt Netzteil von ElanVital (Nesteq), schneiden die beiden Antec NeoLink gar nicht mal schlecht ab. Unter Leerlaufbedingungen verbrauchen sie zusammen ca. 5 Watt mehr (140 Watt). Unter Volllast wendet sich das Blatt. Hier verbrauchen die beiden im Verbund rund 8 Watt weniger (221 Watt). Die Werte wurden mit einem aktuellen AMD Athlon X2 5000+ (Brisbane, 65Watt), 8800GTS 320MB, 2x 1GB RAM und zwei Festplatten durchgeführt. Alleine die Grafikkarte macht schon einen sehr großen Teil am Verbrauch aus. Der AMD 690 Chipsatz ist hingegen sparsamer als die Konkurrenz von nVidia.


Fazit
Das schmucke HighEnd Gehäuse P190 der Marke Antec ist mit fast allen Segnungen für den anspruchsvollen User ausgestattet. Fast daher, weil doch hier und da ein paar Ecken und Kanten zu finden sind. Einmal wäre der fehlende Mainboardschlitten zu erwähnen, der im Profisektor sicherlich von Vorteil wäre. Ein weiteres Manko ist die Inkompatibilität zu einigen CPU Kühlern. Sind diese zu hoch gebaut, kann der wirklich praktische 200mm Fan in der Seitentür nicht mehr benutzt werden oder die Seitenwand gar nicht mehr geschlossen werden.

Auch das hohe Gewicht von knapp 20 Kilo ist nicht ohne, wobei man das nicht negativ in der PowerUser Klasse bemängeln kann. Wünschenswert wäre es zudem, wenn man das Gehäuse auch ohne den zwei, teuren Netzteilen kaufen könnte. Das würde den doch etwas hohen Preis des Gehäuses senken.
Neben den kleineren Fehltritten, kann man dem P190 kaum etwas Schlechtes anrechnen. Es zeigt sich im Innenraum sehr geräumig und, dank der diversen Möglichkeiten die Kabel unauffällig zu verlegen, aufgeräumt.
Erwähnenswert sind zudem noch der leichte Hardwareeinbau und natürlich die herausragenden Kühlmöglichkeiten. Die Entwickler von Antec haben sich hier größte Mühe gegeben ein kühles, aber dennoch leises Gehäuse zu kreieren.
Das typische Performance One Design gepaart mit einer hervorragenden Verarbeitung zeichnet das Gehäuse aus. Ist man auf der Suche nach einem HighEnd Chassis für den nächsten Rechner oder gar Server, sollte das Antec P190 auf jeden Fall in die engere Wahl genommen werden. Zwar sind die rund 350 Euro sehr viel Geld, dafür bekommt man aber auch einiges geboten.

Aufgrund der hohen Qualität und der hervorragenden Ausstattung, verleihen wir dem Antec P190 den TWINSBYTE.de Award!

  Testergebnis
Kriterien Punkte*
Lieferumfang: 10 /10
Verarbeitung: 10 /10
Ausstattung: 8,5 /10
Benutzerfreundlichkeit: 9,5 /10
Kühlmöglichkeiten: 10 /10
Preis: 5,0 /10


Das Antec P190 Gehäuse erhält von uns den TWINSBYTE.de "HIGH-END" Award - (08.2007)

  Pro & Kontra
+ sehr gute Verarbeitung - hohes Gewicht
+ nettes Design - Problem mit großen CPU Kühlern
+ leichte Hardwaremontage - Kein Mainboardschlitten
+ gute Kühlung der Hardware - hoher Preis
+ viele nützl. Features (LED Lampe, Staubfilter etc.)  

  Informationen
Preis: ca. 350 Euro
Hersteller: Antec
Bezugsquelle: N/A

Für Kommentare zum Testbericht und/ oder Testprodukt, bitte einfach ins Forum schreiben!

 

 

 

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