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> Artikel > Hardwaretest > PC-Komponenten > Diverses Seite 1/6

AAutor: Marcel Reichelt
Fotos: René Reichelt
Testdatum: 29.03.2008

Rechner im Würfelformat
Test: Besser-Leise Cube - kompakter Komplettrechner

Aktuelle Komplettsysteme von der Stange, so wie sie die großen Discounter an den Mann bringen wollen, gehören meist nicht zu den leisesten Computern. Vor allem unter Last dreht so manches System ziemlich laut auf, was kein angenehmes Arbeiten ermöglicht. Die Ursache liegt oft in falschen Bios-Einstellungen für die Lüftersteuerung und an der Komponentenauswahl, beispielsweise zu laute Lüfter, minderwertige Kühler etc. Hier fehlt die Liebe zum Detail, die bei Massenprodukten leider häufig in den Hintergrund gerät oder gar komplett vergessen wird – zu Lasten des Kunden.
Wer es kann und über genügend Know-How verfügt, baut oder stellt sich sein leises Computersystem selbst zusammen. Für alle anderen bieten hier spezialisierte Anbieter und Hersteller solche Rechner fertig zusammengebaut und vorkonfiguriert an.
Genau von so einem Anbieter möchten wir uns in diesem Bericht ein Komplettsystem anschauen, welches besonders leise sein soll. Es handelt sich um ein Cube-System aus dem Hause Besser-Leise. Die Firma hat sich auf leise Komplettsysteme spezialisiert und bereits in der Vergangenheit hatten wir eines im Test (Allround-PC v2).
Was der Besser-Leise Cube bietet und leistet, gibt es im Folgenden zu lesen.

Lieferumfang
Der komplette Lieferumfang wurde in einem Mainboardkarton untergebracht. Dazu zählen diverse Installations- bzw. Treiber-CDs, Handbücher zu einzelnen Hardwarekomponenten sowie einige Kabel, Adapter, eine Fernbedienung und eine WLAN-Antenne.

Besser-Leise hat sich hier auf das Wesentlichste beschränkt. Eine Tastatur und Maus muss der Kunde jedoch selbst kaufen. Somit wird fast alles mitgeliefert, was man für den Betrieb benötigt.
Verschickt wurde das System gut und doppelt verpackt, um Transportschäden weitestgehend zu vermeiden.

Der Lieferumfang beinhaltet die wichtigsten Kabel, Adapter und Treiber CDs.
Das gesamte Zubehör wurde in einem Mainboardkarton untergebracht.
Das edle Stück - das erste Cube System von Besser-Leise.

Ausstattung
Mit diesem individuellen Komplettsystem bietet der Hersteller einen Zwitter aus HTPC und Allroundsystem, das allen Anwendungsgebieten gewachsen sein soll.
Die Einordnung in Richtung HTPC ist einerseits dem Cube-ähnlichen Gehäuse zuzuschreiben, da es relativ kompakt und nett anzusehen ist. Genauer gesagt handelt es sich hier um ein Aerocool AeroCube Gehäuse aus Aluminium. Dazu aber später mehr.
Ein weiterer Punkt, der für einen HTPC spricht, ist die geringe Lautstärke, die das System haben soll. Der Hersteller ist darauf bedacht geräuscharme Komponenten zu verbauen.
Dennoch sollen die Innereien für ausreichend Leistung sorgen, damit auch HD Inhalte oder anspruchsvolle Spiele und Anwendungen ausgeführt werden können.
Zunächst widmen wir uns den verbauten Komponenten und deren Eigenschaften.

Das System in der Frontansicht.
Das Gehäuse lässt an drei Stellen einen Blick ins Innere zu.
Die prallgefüllte Rückseite.

Inneres
Prozessor

Obwohl AMD derzeit arg zu kämpfen hat, scheute man sich nicht eine CPU des genannten Herstellers zu verbauen. Im System werkelt ein älterer Athlon 64 X2 4600+ in der Besser-Leise Edition. Dabei handelt es sich um das EE (Energiespar-) Modell mit lediglich 65 Watt Verlustleistung, statt der herkömmlichen 89 Watt.
Trotz der reduzierten Verlustleistung ist die Fertigungsgröße bei 90nm geblieben. Allgemein hinkt AMD in diesem Bereich deutlich hinterher. Zum Vergleich: Intel fertigt bereits 45nm Prozessoren, die dadurch effizienter arbeiten können.
Der 4600+ verfügt über einen AM2 Sockel mit insgesamt 940 Kontakten. Dieser Sockel ist der direkte Nachfolger des erfolgreichen 939er Sockels und der Vorgänger der bereits erhältlichen AM2+ Version. Der Unterschied liegt lediglich im HyperTransport 3.0 Support sowie einer separaten Stromversorgung. Der alte AM2 Sockel ist aber dennoch mit den neuen CPUs wie dem AMD Phenom kompatibel.
Getaktet ist das 4600er Modell mit 2,4 GHz und verfügt über zwei 512kB Caches. Damit sollte er für herkömmliche Arbeiten total genügen, was wir aber im Verlauf des Artikels klären werden.
Rein vom Stromverbrauch her nehmen sich Intel und AMD zurzeit recht wenig. AMD Prozessoren sollen unter Leerlaufbedingungen etwas genügsamer sein, was Stromverbrauch angeht. Intels Core2 Duo CPUs sind dagegen unter Volllast nicht ganz so hungrig. Somit gleichen sich beide Hersteller ziemlich aus. Im aktuellen Leistungsranking liegen die Athlon sowie aktuellen Phenom Prozessoren im Mittelfeld und sind im HighEnd Bereich nicht wirklich zu finden. Bleibt abzuwarten, was AMD in Zukunft plant. Denn mit seinen Athlon 64 Modellen konnte AMD nach langer Zeit erstmals an Intel vorbeiziehen. Die EMT64 Technologie war so erfolgreich, dass sogar Intel diese in den späteren Pentium 4 und CoreDuo bzw. Core2Duo verbaut hat.

 

 

 

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