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> Artikel > Hardwaretest > Sonstiges > Festplatten- / Laufwerksgehäuse Seite 5/6

Verarbeitung
Ein wichtiges Kriterium ist natürlich immer die Verarbeitung sowie die Qualität der verwendeten Materialien. Auch für ihr neues Produkt müssen wir Fantec wieder loben, denn Mängel in der Verarbeitung konnten wir nicht feststellen. Die Seitenteile sind sauber verarbeitet, der Klarlack gleichmäßig aufgebracht und die Kunststoffteile sind sauber gefertigt. Das Platinenlayout im Inneren wirkt sehr aufgeräumt und alle Teile schließen mit sauberen und gleichmäßigen Spaltmaßen ab.
Insgesamt hinterlässt das Festplattengehäuse einen soliden und hochwertigen Eindruck.

Software & Einrichtung
Während Fantec dem MM-CR35US noch eine CD mit Treibern und einem Partitionierungsprogramm beilegte kommt der neue Mediaplayer ganz ohne ein solches Softwarepaket daher. Da aktuelle Betriebssysteme den am Computer angeschlossenen Mediaplayer ohnehin als externe Festplatte erkennen ist dies auch nicht nötig und auch das Partitionierungsprogramm ist – da der MM-UH35US auch mit dem NTFS-Format umgehen kann – überflüssig geworden.
Die Einrichtung ist sehr schnell geschehen. Man muss lediglich in der Datenträgerverwaltung des Betriebssystems das im externen Festplattengehäuse verbaute Laufwerk auswählen und entsprechend der eigenen Vorstellungen Partitionieren und Formatieren. Anschließend können Daten in beliebigen Ordnerstrukturen auf der Festplatte gespeichert werden. Die im Mediaplayer eingesetzte Festplatte muss nicht neu sein, auch mit bereits beschriebenen Laufwerken kann der Player verwendet werden. So kann die MP3-, Video- oder Bildersammlung, die bisher im Computer eingebaut war nun in den Mediaplayer eingesetzt und unabhängig von Computern wiedergegeben werden.

Praxis
Der MM-UH35US durfte in einem Leistungstest gegen seinen Bruder antreten. Vorrangig haben wir den Mediaplayer natürlich wieder einem längeren Test im Alltagseinsatz unterzogen und ihn mehrere Wochen ausgiebig eingesetzt, um die Funktionen auf Herz und Nieren zu prüfen. Bevor wir zu den Ergebnissen dieser Testphase kommen möchten wir noch die übliche Auswertung einiger Messungen darlegen, mit denen man sich einen guten Überblick über die Schreib- und Lesegeschwindigkeit des Laufwerks verschaffen kann.
Wie auch schon beim letzten Modell wurde auch im MM-UH35US wieder die 250GB SATA-Festplatte der Marke Samsung (HD252KJ) im Festplattengehäuse verbaut.

SiSoft Sandra Laufwerkstest
  Fantec MM-UH35US
(mit Samsung SPHD252KJ)
Fantec MM-CR35US
(mit Samsung SPHD252KJ)
Laufwerksindex 28,00 MB/s 28,00 MB/s
Zugriffszeit 14ms 12ms

HD Tune Laufwerkstest
  Fantec MM-UH35US
(mit Samsung SPHD252KJ)
Fantec MM-CR35US
(mit Samsung SPHD252KJ)
Transferrate (Minimum) 27,5 MB/s 14,6 MB/s
Transferrate (Maximum) 30,8 MB/s 30,9 MB/s
Transferrate (Durchschnitt) 29,5 MB/s 30,2 MB/s
Zugriffszeit 14,9 ms 13,9 ms


Alltagstest
Im mehrwöchigen Alltagstest zeigte sich, was neben Optik und technischen Daten wirklich im Fantec MM-UH35US steckt. Die im weiteren Verlauf abgebildeten Bildschirmfotos wurden direkt von einem 42“ Full-HD LCD-TV aufgenommen.

Wie bereits erwähnt ist das Menü sehr übersichtlich gestaltet. Dank guter Beschreibung und intuitiver Bedienung findet man sich von Anfang an im Menü zurecht. Auch die Bedienung der einzelnen Funktionen wird sowohl durch die Beschriftungen auf der Fernbedienung, als auch durch die Hinweise in den Menüs erleichtert. Auf den ersten Blick weiß der Mediaplayer schon mal zu überzeugen.

Aber wie sieht `s im Detail aus? Bei der Benutzung haben wir keinerlei Fehler feststellen können. Egal in welchen der sechs Menüpunkte man sich begibt, der Mediaplayer verrichtet seine Dienste ohne Probleme.
Allerdings haben wir – wie schon beim MM-CR35US – einige Dinge, die man noch verbessern könnte um die Benutzung komfortabler zu gestalten.
Hardwareseitig gibt es nur zwei Kleinigkeiten zu bemängeln:
Der Infrarotsensor reagiert nur innerhalb eines sehr geringen Winkels, weswegen man möglichst senkrecht auf den Mediaplayer zielen sollte.
Der zweite Punkt an dem man Verbesserungen vornehmen könnte ist die fehlende Beschichtung der Standfußunterseite, wodurch die Schwingungen der Festplatte an den Untergrund weitergegeben werden. Steht der Mediaplayer also auf einem Hohlkörper (z.B. geschlossenes Regal) wirkt dieser als Resonanzkörper und verstärkt die Betriebsgeräusche der Festplatte. Die Entkopplung kann allerdings für wenige Cent nachträglich vorgenommen werden. Hierfür muss man nur im Bastelbedarf oder Schreibwarenladen ein Stück Moosgummi erwerben und dieses passend zuschneiden und an der Unterseite des Standfußes mit einem Stück doppelseitigem Klebeband fixieren.

Während der Musikwiedergabe ist es leider nicht möglich in der Liste der Musiktitel zu surfen, da auch ohne Bestätigung das ausgewählte Lied sofort wiedergegeben wird. Man kann also nicht ein Lied anhören und währenddessen das nächste Lied aussuchen.
Man sollte außerdem vor dem Starten der Musikwiedergabe Lautstärkeeinstellung des Fernsehers bzw. A/V-Receivers kontrollieren, denn sobald man das „Music“-Menü betritt wird der erste Titel der Liste abgespielt.

Bei der Bildwiedergabe gibt es etwas zu beachten: Für große Bilder benötigt der Mediaplayer eine kurze Ladezeit. Dies betrifft allerdings nur das erste Bild einer Diashow bzw. jedes Bild, das aus der Vorschauansicht ausgewählt wird. Man sollte sich daher ein paar Sekunden gedulden und dem Mediaplayer die Zeit geben das Bild zu laden, bevor man über die Fernbedienung wieder zurück zum Menü geht. Je höher die Auflösung des Bildes, desto länger auch die Wartezeiten. Allerdings sollte man dies nicht zu eng sehen, denn bei der Wartezeit handelt es sich maximal um 5 Sekunden und diese tritt während der Diashow nicht mehr auf. Die Überblendungen funktionieren reibungslos und ruckelfrei.

Sehr gut gefallen hat uns, dass der Player während dem Anschluss am Computer mit dem Fernseher verbunden bleiben kann. Sobald die Verbindung mit dem Computer hergestellt wird erkennt dies der MM-UH35US und schaltet automatisch die Wiedergabe am Fernseher ab und begibt sich in den Datenmodus. Für das Umstecken muss der Player nicht einmal ausgeschaltet werden.
Ist die Datenübertragung beendet kann der Mediaplayer vom Computer entfernt werden, woraufhin er sich selbstständig in den Fernsehmodus zurückbegibt.

 

 

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