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> Artikel > Hardwaretest >Sonstiges Seite 3/4

Startet man nun das System neu, erhält man bei jedem Start ein Bootmenü, welches durch die Juzt-Reboot Karte erzeugt wird.
Hier können wichtige Funktionen aufgerufen werden. Hat man mehrere Betriebssysteme installiert, kann man hier das zu startende System auswählen.
Zudem können durch entsprechende Tastenkürzel Operationen ausgeführt werden, z.B. das Erstellen eines Backups, das Wiederherstellen oder auch alle Einstellungen/ Daten bis zum nächsten Neustart zu behalten.
Die einzelnen Optionen können durch Passwörter geschützt werden.

Die Installation stellte keine Probleme dar. Das Handbuch war bei den ersten Schritten relativ hilfreich und ausführlich. Werden z.B. bestimmte Einstellungen etwas tief greifender, bleibt man beim Handbuch eher oberflächlich. Auch die Beschreibung der einzelnen Wiederherstellungs- und Sicherungsoptionen sind etwas verwirrend erläutert. Eine Beschreibung anhand von mehreren konkreten Beispielen wäre sehr wünschenswert. So ist der generelle Unterschied zwischen der Instant und der Backup Funktion nicht klar dargestellt.

Juzt-Reboot in der Praxis
Was in der Theorie so einfach klingen mag, zeigt sich in der Praxis oft etwas schwieriger. Genau das möchten wir nun im Praxistest herausfinden.
Als Testsystem setzen wir unser recht aktuelles AMD System ein, welches mit einer 500GB Festplatte von Samsung ausgestattet ist. Zudem ist Windows XP Prof mit SP2 auf dem System.
Das Einsetzen der PCI Karte, sowie die Installation waren ein Kinderspiel. Die mitgelieferte Treiber CD ist recht aktuell. Im Netz unter www.juzt-reboot.eu findet man jedoch schon eine aktuelle Version vom Juli 2007. Als Puffergröße wurde bei unserem System 2GB vorgeschlagen. So sollte man ausreichend Luft für Veränderungen am System haben.
Unser erster Test bezog sich auf die „Instant Recovery“ Funktion. Was hat es damit auf sich? Nachdem man die Karte installiert und eingerichtet hat wird automatisch ein Backup erstellt. Alle Veränderungen, die man nun am System vornimmt werden in den angesprochenen Puffer geschrieben. Setzt man den „Restore Type“ auf „Every“, wird bei jedem Bootvorgang der Rechner zum Urzustand, an dem die Sicherung erstellt wurde, zurückgesetzt und somit der Puffer geleert.
Zum Test kopierten wir in Windows wild Daten hin und her und löschten Verzeichnisse. Anschließend wurde der Rechner neu gestartet. Nach erscheinen des „Juzt-Reboot“ Startbildschirms und das Betätigen der ENTER Taste, wird der Rechner weiter im User Modus gestartet. Alle vorherigen Veränderungen sollten nun gelöscht worden sein.
In Windows angekommen bestätigte sich das Versprechen – alle Daten, Ordner etc. waren wieder um Urzustand zurückgesetzt. Wir wiederholten den Test mehrmals, u.a. auch mit dem Löschen von wichtigen Windowsverzeichnissen. Das Ergebnis war jedes Mal das gleiche – Windows samt allen Daten waren wieder im sauberen Zustand!

Möchte man trotz eines Neustarts die Veränderungen kurz beibehalten genügt die Tastenkombination STRG+K für „Keep“ – So wird der Puffer nicht geleert und die gewünschten Veränderungen bleiben bis zum nächsten Start.
Soll der Zustand dauerhaft so bleiben wählt man im Startbildschirm „STRG+B“ für „Backup“. Dann werden die Veränderungen im Puffer fest auf die Festplatte geschrieben.
Wird das System bei jedem Neustart zurückgesetzt, sollte man wichtige Dateien auf einem anderen Laufwerk ablegen, damit diese nicht verloren gehen.
Setzt man den „Restore Type“ auf „Manual“, bleiben alle Änderungen immer erhalten und werden erst zurückgesetzt, wenn man im Startmenü „STRG+R“ für „Restore“ wählt. Das ist z.B. sinnvoll wenn man eine Software installiert hat und der Rechner daher nicht mehr ordnungsgemäß startet.

Das Bootmenü, welches sich zwischen den normalen Startvorgang schaltet.
Net Clone: Erstellen von Backups über das Netzwerk.
HDD Clone kopiert bis zu drei Festplatten, 1:1.

Das manuelle oder auch automatische Wiedereinspielen des letzten Backups nimmt man kaum wahr – höchstens wenige Sekunden dauert der Vorgang. In unserem Fall, betrug die Wartezeit weniger als eine Sekunde.
Das Erstellen eines Backups dauert je nach Änderungen, ein paar Sekunden (ca. 10 Skunden).
Sollen Änderungen am System trotz des Restore Types „Every“ dauerhaft übernommen werden, muss man den Rechner per „STRG+ENTER“ in den Supervisior-Mode starten. Hier hat man volle Rechte und kann Softwareupdates etc. einspielen, welche gleich übernommen werden.

Die Recovery Card ist allerdings nicht dazu gedacht, permanent auch „Manual“ zu arbeiten. Denn je nach Datenmenge und Veränderungen am System, kann der Puffer relativ schnell voll werden.
Daher empfiehlt der Hersteller auch, dass man beispielsweise die Windows Auslagerungsdatei auf eine andere Partition oder Festplatte auslagert, wie auch andere Daten, die viel Speicher beanspruchen. Generell empfiehlt Juzt-Reboot, dass man wichtige Daten auf z.B. Laufwerk D ablegt. Das Produkt ist, wie auf den ersten Seiten schon beschrieben, eben nur dafür gedacht, das reine System frei von Viren und evtl. Veränderungen zu halten.
Was passiert, wenn der Puffer mal voll sein sollte? Genau das haben wir uns auch gefragt und wollten es einfach mal ausprobieren. So wurden auf Laufwerk C diverse Bilder eingespielt, die den Zwischenspeicher schnell gefüllt haben. Bei ca. 150 MB freien Puffer machte uns der installierte Juzt-Reboot Treiber durch eine Meldung darauf aufmerksam. Alle Änderungen, die nachdem der Puffer voll ist, gemacht werden, können nicht mehr gespeichert werden. So sollte man Änderungen an der Registrierung oder andere entscheidende Dinge nicht durchführen! Leider macht der Hersteller hier weder in seinem Handbuch noch durch eine Meldung in Windows den Nutzer darauf aufmerksam, wobei das ein ganz wichtiger Punkt ist.

 

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