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> Artikel > Hardwaretest > Sonstiges > Festplatten- / Laufwerksgehäuse Seite 5/5
Alltagstest
Auch der MM-HDRTV musste sich, wie schon andere zuvor getestete Geräte einem mehrwöchigen Alltagstest unterziehen und seine Funktionen unter Beweis stellen. Die nachfolgend angehängten Bildschirmfotos wurden direkt von einem 42“ Full-HD LCD-TV aufgenommen.
Die Einrichtung und Formatierung der Festplatte geht schnell und problemlos vonstatten und schon noch wenigen Minuten kann man damit beginnen, den Player zu individualisieren und mit Daten zu füttern.

Wie auf den Bildern zu sehen ist die grafische Benutzeroberfläche sehr übersichtlich und strukturiert gestaltet. Hinweise an Menüpunkten und Beschriftungen an der Fernbedienung sind bei der Bedienung hilfreich und schon nach kurzer Zeit ist ein schnelles Navigieren durch die Funktionen möglich.

Die Wiedergabe von Fernsehprogramm mit Hilfe des MM-HDRTV ist sehr komfortabel. Die Umschaltzeiten sind gering und die Timeshift-Funktion erwies sich in alltäglichen Situationen mehrmals als äußerst praktisch.

Möchte man den mitgelieferten WLAN-Stick nutzen sollte man beachten, dass der zweite USB Anschluss nicht mehr verwendet werden kann, da die beiden rückseitigen USB Anschlüsse direkt nebeneinander liegen und der zweite Anschluss durch das Gehäuse des WLAN-Sticks teilweise überdeckt wird. Diese Problematik kann auch bei einigen USB Speichersticks auftreten. Wer also zwei größere Sticks mit dem MM-HDRTV verbinden möchte, der sollte beide über USB Verlängerungskabel am Player anschließen.

Wie auch schon das letzte getestete Gerät von Fantec (der MM-UH35US) kann auch der MM-HDRTV mit dem Fernseher verbunden bleiben, wenn man ihn mit einem Computer über USB verbindet. Die Ausgabe am Fernseher wird dann beendet und der Player fungiert ausschließlich als externe Festplatte.
Solange der Mediaplayer mit dem Computer verbunden ist kann er nicht zur Wiedergabe genutzt werden.

Bild- und Tonqualität
Wie wir – aufgrund von Tests anderer Fantec Mediaplayer-Modelle – erwartet hatten, gibt der MM-HDRTV Musik-, Bilder- und Videos in sehr guter Qualität wieder. Dem Player fehlt die volle HD-Auflösung von 1080p. Die Ausgabe erfolgt maximal als 1080i, was bedeutet, dass keine Vollbilder, wie bei 1080p an das Anzeigegerät übermittelt werden, sondern Halbbilder. Grundsätzlich ist dies – solange der verwendete Fernseher einen guten Deinterlacer besitzt – aber nicht von großem Nachteil.
Das Bild, das am Fernseher zu sehen ist, weiß jedenfalls zu überzeugen. Neben den Menüs werden Videos und Fernsehen in hoher Qualität wiedergegeben. Lediglich bei sehr schnellen Bewegungen kann man bei Fernsehsendungen hin und wieder leichte Artefakte sehen. Dieses Problem hat man aber auch mit aktuellen TV-Karten.
Auch die Wiedergabe von Fotos über den MM-HDRTV ist durchweg gut. Allerdings ergibt sich beim Herunterrechnen von Fotos, welche in hoher Auflösung vorliegen, ein Treppeneffekt an den Kanten, der vor allem bei Fernsehgeräten mit großer Diagonale deutlich auffällt. Es ist also empfehlenswert, die Bilder vorher auf die gewünschte Auflösung (z.B. 1920x1080) zu bringen. Bilder mit geringerer Auflösung werden in sehr guter Qualität hochgerechnet. Zu klein sollten die Bilder natürlich nicht sein. In unserem Praxistest haben wir zum Teil Bilder mit einer Auflösung von 1200x800 auf den Player aufgespielt. Unschärfe, Treppen oder ähnliche Fehler durch ein Hochrechnen der Auflösung haben sich dabei nicht ergeben.

Nachfolgend ein paar Impressionen von den Menüs, der Wiedergabe und dem Setup des MM-HDRTV + WiFi DVB-T Recorder:


Fazit
Schickes Design und hochwertige Verarbeitung sind natürlich erste Voraussetzung, um sich mit guten Noten von unserem Teststand zu verabschieden. Beides besitzt der Fantec MM-HDRTV. Alle vorhandenen Kanten sind entweder sauber gefalzt oder entgratet. Die spiegelnde Front kommt ohne optische Mängel daher und vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Zudem passt das Gerät dadurch gut zu aktuellen Fernsehgeräten der gängigen Hersteller, da diese meist auch auf schwarz glänzende/spiegelnde Rahmen und Standfüße setzen.
Das Platinen- und Gehäuselayout im Inneren des Mediaplayers wirkt durchdacht und dank des eingebauten Lüfters ist eine stetige Kühlung der eingebauten Festplatte und des Chipsatzes gewährleistet. Die Montage der Festplatte kann ohne Probleme – notfalls mit Hilfe der Anleitung – auch von Computer-Laien durchgeführt werden.

Im Alltagstest zeigte sich der MM-HDRTV als praktischer Helfer. Dank der zahlreichen Features die in diesem Mediaplayer umgesetzt wurden, ist er eine echte Alternative zu einem HTPC. Wer einen HTPC besitzt oder sich über dessen Anschaffung Gedanken macht wird natürlich zuerst die Nachteile des MM-HDRTV sehen: Man kann keine optischen Speichermedien (CD, DVD, HD-DVD, Blu-Ray-Discs) direkt damit abspielen und ein Surfen im Internet ist (bisher) auch nicht mit diesem Gerät möglich, aber in Bezug auf alle Funktionen die der MM-HDRTV zu bieten hat kann er sich durchaus erfolgreich mit einem HTPC messen. Dennoch sollte man den wichtigsten Vorteil den dieses Gerät gegenüber HTPCs zu bieten hat nicht außer Acht lassen: Er funktioniert. Und zwar problemlos und jederzeit und genau so, wie er soll. Software- und Kompatibilitätsprobleme, Abstürze oder ständige Windows- und Securitysoftwareupdates kennt der Fantec-Mediaplayer nicht.
Auch wenn heutige HTPCs mit einem Energieverbrauch von 50-70 Watt (bei entsprechend energiesparsamer Hardware) schon deutlich weniger Leistung aufnehmen als manche Spielekonsole setzt der MM-HDRTV dem noch einmal eins oben drauf und verbraucht gerade einmal knappe 30 Watt im Betrieb.

Besonders hat uns natürlich gefallen, dass Fantec laut eigenen Aussagen den Player noch für einen längeren Zeitraum stetig durch Firmware-Updates erweitern und mit neuen Funktionen ausrüsten will. Das volle Potential des Chipsatzes wird derzeit noch nicht vollständig ausgenutzt.
Greift man zum Fantec MM-HDRTV hat man also den Vorteil, dass – falls es dazu kommen sollte – Probleme des Players oder fehlende Funktionen im nächsten Firmware-Update vielleicht schon eingebettet sind und man nicht, wie bei manch anderem Hersteller sich entweder mit Problemen abfinden oder lange auf ein Update warten muss.

Das große Zubehörpaket, welches neben den nötigen Kabeln auch noch den WLAN-Stick und eine – ergonomisch nicht ganz zufriedenstellende, aber qualitativ überzeugende – Fernbedienung enthält, rundet den Gesamteindruck, den wir uns in den vergangenen Wochen vom MM-HDRTV machen konnten, ab.

Schlussendlich lässt sich sagen, dass der Fantec MM-HDRTV als multimedialer Alleskönner überzeugen kann. Wer die eigene Sammlung an Multimediadaten gerne ohne den Aufwand und die Kosten, die ein HTPC mit sich bringt, am heimischen Fernseher wiedergeben möchte dem möchten wir dieses Produkt empfehlen. Sollte man auf einen Teil der Ausstattung (TV oder WiFi) verzichten können, kann man auch getrost zu einer der anderen Ausstattungsvarianten greifen.


  Testergebnis
Kriterien Punkte
Lieferumfang: 9,5 /10
Ausstattung: 9,0 /10
Verarbeitung: 10 /10
Bildqualität: 9,0 /10
Tonqualität: 9,0 /10
Mobilität: 6,0 /10
Handhabung: 9,0 /10
Preis/ Leistung: 9,0 /10

Aufgrund der überzeugenden Leistung, verleihen wir dem Fantec Mediaplayer MM-HDRTV + WiFi DVB-T Recorder den TWINSBYTE.de Award!

  Pro & Kontra
+ Hochwertige Materialien - Ergonomie der Fernbedienung
+ rundum überzeugende Verarbeitung

- Erscheinungsbild der Benutzeroberfläche

+ unabhängig vom PC - USB Anschlüsse zu nah aneinander
+ Option auf WiFi und TV - fehlende .wmv, .mov und .mkv Unterstützung
+ Anschlussvielfalt  

+ übersichtliche Benutzeroberfläche mit zalreichen Einstellmöglichkeiten

 
+ einfache Bedienung  

  Infos
Preis: ca. 210 Euro
(Stand: Februar 2009)
Hersteller: Fantec
Internetseite: http://www.fantec.de

 

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